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29.01.2007
A Matter of Life and death

Schleyerhalle Stuttgart, 7.12.06: 15000 Menschen stehen dicht gedrängt in der riesigen Halle, bilden ein dunkles Gemisch aus Jugendlichen in fantasievollen Bandshirts, Altrockern und dem ein oder anderen, teilweise etwas deplaziert wirkendem Normalo. Die Luft dick und brühwarm, schwer von Zigarettenrauch. Ich stehe etwa 5 Meter von der Bühne entfernt und sehne mit verzweifelt nach einem Schluck Wasser. Neben mir führen mehrere Metaller ein angeregtes Gespräch über das neue Album.

In diesem Moment gehen die Lichter aus. Ein ohrenbetäubendes Geschrei und Gejubel erhebt sich und ich werde plötzlich von drängelnden Menschen etwa 2 Meter nach vorne geschoben. Ich finde mich an dem schweißverklebten Rücken eines langhaarigen Riesen gepresst wieder, als ich mich angeekelt befreien will, trifft mich ein verirrter Ellenbogen am Hinterkopf. Ich drücke mich zur Seite durch, weg von dem Riesen und ein freundlicher blickender Junge lässt mich vor. Ich atme erst mal durch. Die rauchige Luft lässt mich husten, ein Scheinwerfer blendet plötzlich meine Augen und das Verlangen nach frischem, klarem Wasser ist so groß wie nie zuvor.

In diesem Moment fängt sie Musik an und alles andere ist mit einem Mal vergessen. Aber was ist das eigentlich für eine Band, für die sich diese ganzen Menschen hier versammelt haben, was für ein Album?

Es handelt sich, wie der Titel schon sagt, um Iron Maiden. Wissenswert wäre, dass es sich um eine britische Band handelt, die 1975 gegründet wurde, aus 6 Mitgliedern besteht und recht großen stilistischen Einfluss auf viele der heutigen großen Metalbands hatte. Ihr Maskottchen heißt Eddie und ist mindestens genauso berühmt wie die Band selbst.

Doch was uns hier eigentlich interessiert ist die Musik. Seit 1980 wurden 13 Studioalben veröffentlicht. Das neuste ist „A Matter of Life and Death“, erschienen Ende August dieses Jahres. Es kommt relativ schlicht wirkend in dunkelgrün und grau daher, das Titelbild ist wieder einmal recht faszinierend: ein bewaffneter Eddie, der auf einem heranrollenden Panzer steht, ihm Hintergrund das zerstörte Schlachtfeld, vor dem Panzer mehrere abgerissen wirkende Soldaten, allesamt Skelette.

Die Musik, die uns innen erwartet, passt zum Cover: manchmal etwas düster, mal melancholisch, mal kraftvoll und viel tiefer, als es beim ersten Hören scheint.

Tatsächlich ist die Musik gegenüber dem Vorgänger, Dance of Death (erschienen 2003), melodischer geworden, erinnert höchstens hier und da an das Konzept von Stücken wie „Dance of Death“, dem Titelsong des letzten Albums, oder „Paschendale“. Was auffällt sind die oft außergewöhnlich kraftvollen Refrains, beispielsweise beim zweiten Track von „Matter of Life and Death“, „These Colours don’t run“, meist vor allem getragen durch Dickinsons Stimme, unterlegt von Bass und drei Gitarren. Darin erinnert das Album an gewisse Stücke von „Brave New World“, dem vorletzten Studioalbum, erschienen 2000. Damals klangen vor allem die Gitarren jedoch noch deutlich härter und spröder. Beim neuen Album sind die Klänge deutlich abgerundeter, was vor allem bei Tracks mit diesen wunderschönen, langsamen Eingangssequenzen, wie „The Reeincarnation of Benjamen Breeg“ auffällt. (Wer eigentlich Benjamin Breeg ist, ist übrigens bis heute ungeklärt.) Das gleiche gilt für Soli, die weniger aggressiv sind als beispielsweise bei Metallica oder Judas Priest, dafür melodischer.

Was mich persönlich an der Musik jedoch immer wieder fasziniert, ist diese unterschwellige Spannung, die hier und da unter den Riffs liegt, ansteigt und dann ganz plötzlich frei wird, wie beispielsweise im Anfang von „ The Longest Day“ und ganz besonders im Abschlussstück „The Legacy“. Darin geht es um Zerstörungen durch den Krieg, auch in den Seelen der Überlebenden: düster, dabei faszinierend und absolut gelungen.

Etwas simpler sind „Out of the Shadows“, das abgesehen von einem guten Refrain und einer recht schönen Schlusssequenz eigentlich nicht so viel zu bieten hat und „The Pilgrim“, das zwar einen genialen Anfang hat, aber ansonsten eher an Stücke vom „Fear of the Dark“-Album erinnert. Was auf dem Werk von 1992 noch überzeugend ist, hat man inzwischen einfach schon zu oft gehört.

Insgesamt ist „A Matter of Life and Death“ eine absolut lohnende Investition. Es gibt beim ersten Hören zwar kaum Stellen, die sich sofort richtig im Ohr festsetzen, aber je öfter man es hört, desto mehr erkennt man, dass das Gesamtwerk ein abgerundetes und gelungenes Album ist.

Die weite Reise nach Stuttgart anzutreten, um das ganze live zu erleben, hat sich dann übrigens auch noch absolut gelohnt. Es war zwar sehr anstrengend, aber die Musik und die Stimmung waren fantastisch und neben den Stücken aus dem neuen Album, das komplett durchgespielt wurde, verblassten die älteren Klassiker, die die Band am Ende noch zum Besten gab, sogar etwas.

 

Katharina Wenz

26.01.2007
Neues Album der Jazz – Sensation

Norah Jones, die mit richtigem Namen Geetali Norah Jones Shankar heißt, ist eine Ausnhamemusikerin, die bereits für ihr erstes Album „Come Away with Me“  im Jahr 2002 fünf Grammys bekam. Jones war die Jazz-Sensation der letzten Jahre.
Der Grund, warum sie eine Pause nach der Veröffentlichung ihres zweiten Albums gemacht hatte, war nach eigener Aussage der Wunsch, sich von dem „Irrsinn“ zu erholen, den der Erfolg ihrer ersten beiden Alben mit sich brachte. Um herauszufinden, wie sie ihren Beruf als Songschreiberin, Sängerin und Pianistin weiter ausführen möchte und weil sie sich besonders viel Zeit bei der Planung und Aufnahme ihres dritten Albums lassen wollte, nahm sie sich eine Auszeit und widmete sich in aller Ruhe ihrer Musik. Dass das eine gute Idee war, beweist der Erfolg ihres kürzlich erschienenen dritten Albums „Not Too Late“, das zwar, was die Texte betrifft, ernster und sogar etwas düster, jedoch nach eigener Aussage ihr persönlichstes Album ist.
Auch schauspielerisch versucht sich die Jazz – Musikerin zu verwirklichen. In Wong Kar – wais neuem Kinofilm gab sie ihr Schauspieldebüt und arbeitete dabei an der Seite von Stars wie Jude Law, Natalie Portman und Rachel Weisz. Jedoch hat sie beschlossen, ihrem bisherigen Genre – der Musik – treu zu bleiben. Wer sich von der Qualität des neuen Albums überzeugen möchte: Seit 26. Januar steht das Werk in den Regalen!

26.01.2007
Glosse

Seit die Russen menschliche Kastortransporte durch Europa schicken, lebt ein ganzer Kontinent in Angst. Jeder von uns kann der nächste sein und die Gefahr lauert überall. Wer garantiert uns denn, dass unser Nachbar nicht stärker strahlt als die manipulierte Mikrowelle, an der eigentlich die eigene Frau über Jahre hinweg elendig zu Grunde gehen sollte oder der Busfahrer nicht hinters Steuer, sondern vielmehr ins Zwischen-lager Gorleben gehört.

Wohin man blickt, humaner Giftmüll.

Und wie bei jedem internationalen Verbrechen üblich, laufen die Verbindungen wie-der nach Hamburg – man hätte ja fast drauf wetten können. Hamburg ist wahrschein-lich gefährlicher als Bagdad, Manila und ganz Afghanistan zusammen, nur die Men-schen merken es nicht. Ob russischer Geheimdienst oder Al Kaida, Hamburg ist für das internationale Verbrechen das, was Frankfurt für Banken ist oder Wien für Würst-chen. Ich warte übrigens schon darauf, dass rauskommt, dass die Mondlandung in Hamburg gefilmt wurde.

Dieser Bericht wird dem russischen Geheimdienst mit Sicherheit nicht schmecken. In der Chilly-Redaktion haben wir deshalb bereits jetzt Geigerzähler aufgestellt, man weiß ja nie. Aber die journalistische Freiheit muss mit allen Mitteln verteidigt wer-den. Wir geben nicht nach, hörst du Putin, hörst du Langbehn!

Wir wollen an dieser Stelle auch alle Leser dringend vor russischem Zupfkuchen warnen. Sagen Sie später nicht, es hätte Sie niemand gewarnt, wenn Ihnen die Haare ausfallen, nachdem sie russische Eier gegessen haben.

Verstehen Sie uns nicht falsch, niemand will Panik schüren. Wir wollen nur Ihr Über-leben sicherstellen, solange Sie nicht nächste Woche von der Vogelgrippe dahinge-rafft werden oder von Nordkorea.

In diesem Sinn, bleiben sie gesund.

25.01.2007
Eine Seuche unserer Zeit

Mitte des 13. Jahrhunderts wütet in Mitteleuropa der Schwarze Tod. Durch Ratten übertragen, breitet sich die Pest rasend schnell aus und fordert etwa 25 Millionen Todesopfer, was einem Drittel der damaligen europäischen Bevölkerung entspricht. Vor allem arme Familien waren dank der mangelhaften Hygiene damals betroffen.  Anfang des 20. Jahrhunderts sterben mehr als 25 Millionen Menschen, meist zwischen 20 und 40 Jahren, an der Spanischen Grippe, verursacht durch eine ungewöhnliche Art des Influenzavirus.  Ebenfalls durch einen Influenzavirus ausgelöst ist die Asiatische Grippe, die 1957 ihren Ursprung in China hatte und weltweit über eine Millionen Opfer fordert.  Eine Seuche unserer Zeit ist AIDS. Am 1.Dezember wurde auch in diesem Jahr der Weltaidstag begangen, an dem weltweit zu mehr Solidarität gegenüber Opfern der Pandemie AIDS aufgerufen wurde. Das Thema in diesem Jahr war „Gemeinsam gegen Aids: Wir übernehmen Verantwortung – für uns selbst und andere“. In diesem Zusammenhang fanden auch im Saarland mehrere Benefizveranstaltungen statt, zum Beispiel die Aufführung der Oper „Norma“ von Bellini im Staatstheater Saarbrücken sowie wurden Informationsstände und Aktionen in der Bahnhofsstraße in Saarbrücken aufgebaut bzw. veranstaltet. Doch was ist AIDS überhaupt? Woher kommt es und was kann getan werden?  AIDS ist die Abkürzung für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, was auf Deutsch in etwa „erworbenes Immundefektsyndrom“ bedeutet. Es bezeichnet eine Kombination von Symptomen, die nach einer Infizierung durch den HI-Virus auftreten. Dieser Virus greift direkt unser Immunsystem an, sodass die Infizierten langsam an Krankheiten sterben, die ihnen normalerweise nichts anhaben könnten. Die Menschen werden also beispielsweise anfälliger für Tumore oder eine durch Parasiten übertragene Lungenentzündung, die PcP genannt wird. Es kann allerdings zwischen einigen Monaten bis zu mehreren Jahren dauern, bis ein Mensch nach der Infizierung durch den Virus an AIDS erkrankt und stirbt. Auch ist der Krankheitsverlauf von Fall zu Fall unterschiedlich.Übertragen wird der HI-Virus meist über Blut, Sperma oder Vaginalsekret, nicht aber durch Hautkontakte oder über den Mundspeichel. Das bedeutet, dass HIV leicht durch sexuelle Kontakte mit einem Infizierten, das gemeinsame Benutzen von Spritzen (z.B. bei der Injektion von Drogen in die Blutlaufbahn) oder in manchen Fällen auch von der Mutter auf ihr Kind übertragen wird. Küssen, Hautkontakte oder das gemeinsame Benutzen von Geschirr mit AIDS-Kranken sind jedoch unbedenklich! Die früheste bekannte HIV-Infektion bei einem Menschen wurde bei einer Blutprobe von einem Mann aus Kinshasa (Kongo) aus dem Jahr 1959 nachgewiesen. Wirklich bekannt wurde AIDS allerdings erst Anfang der 80er Jahre. Der erste Bericht, der auf die Existenz des HI-Virus hinwies, erschien 1981 im Morbidity and Mortality Weekly Report, einem wöchentlichen Bulletin der US-Gesundheitsbehörde CDC. Anfang Dezember desselben Jahres wurde AIDS als eigenständige Krankheit anerkannt. 1988 wurde der Weltaidstag ins Leben gerufen, nachdem sich die Gesundheitsminister verschiedener Nationen auf einem Weltgipfel getroffen hatten und sich für eine solidarische und tolerante Gesinnung gegenüber den AIDS-Opfern und stärkeren Austausch von Informationen bezüglich der Seuche ausgesprochen hatten. 2005 gelang es einem Forscherteam erstmals, nachzuweisen, dass der Virus ursprünglich von Schimpansen auf den Menschen übertragen wurde. In etlichen Proben wurden bei frei lebenden Schimpansen Antikörper gegen SIV (die Schimpansenversion von HIV) nachgewiesen. Ursprünglich sollen sich die Schimpansen jedoch bei anderen Affenarten angesteckt haben. HIV hat also schon zweimal die Artengrenze übersprungen, einmal vom Affen auf den Menschenaffen und von diesem dann auf den Menschen, wo er dann zum AIDS verursachenden HIV mutiert ist. Wie diese Übertragung jedoch stattfand und wie der Retrovirus ursprünglich entstand ist jedoch immer noch unklar.  Trotz intensiver Forschung ist es bisher auch nicht gelungen, einen Impfstoff gegen AIDS zu entwickeln oder einen Infizierten vollständig zu heilen, den Virus also ganz aus dem Körper zu entfernen. Das Problem ist, dass die HI-Viren so genannte Retroviren sind. Das bedeutet, dass sie ständig mutieren, also ihre Erbinformationen verändern, und sie so gegen Medikamente, die den Virus direkt angreifen, resistent werden. Es gibt allerdings inzwischen Medikamente, die den Krankheitsverlauf verzögern und so die Lebenserwartung der Infizierten erhöhen können. Wie alle Viren benötigt HIV so genannte Wirtszellen, an die es „andockt“. Dann schleust es seine eigene Virenerbinformation in die befallenen Zellen ein, sodass diese fortan weitere Viren produzieren. So pflanzt sich der Virus sehr schnell im Körper fort. Die unterschiedlichen Wirkstoffe setzten an verschiedenen Punkten dieses Ablaufes an und werden so in verschiedene Gruppen unterteilt. Es gibt zum Beispiel die so genannten Entry-Inhibitoren, die nicht auf den Virus selbst, sondern auf die Zellwand wirken und so dem Eindringen der Viren in die Zellen vorbeugen können. Ein Medikament besteht also meistens aus einem Cocktail verschiedener Wirkstoffe, die in ihrer Kombination der Entwicklung des Virus und damit dem Krankheitsverlauf entgegenwirken. Außerdem kann man natürlich direkt gegen die Folgekrankheiten vorgehen, die durch die Schwächung des Immunsystems auftreten. So ist es inzwischen möglich, die Lebenserwartung von AIDS-kranken auf viele Jahre zu vergrößern. Erstere Wirkstoffe sind jedoch meist sehr teuer und müssen von Infizierten regelmäßig und lebenslang eingenommen werden.Das Ziel ist also, Medikamente zu entwickeln, die lebenslänglich wirken, effizienter sowie billiger und damit für einen größeren Teil der Weltbevölkerung zugänglich sind.  Nach den neusten Schätzungen des Robert-Koch-Institutes lebten im Jahr 2006 weltweit etwa 39,5 Millionen Menschen mit HIV bzw. AIDS. Das entspricht in etwa der Hälfte der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Darunter sind 4,3 Millionen Menschen, die sich in diesem Jahr erst neu infizierten. Das sind ungefähr so viele Leute, wie sie in Berlin und dem Saarland zusammengenommen leben.  Die betroffenen Gruppen haben sich im Laufe der letzten 20 Jahre allerdings ebenfalls erweitert. In vielen Staaten betrifft AIDS nun auch zu einem großen Teil Jugendliche und junge Erwachsene – 40% der HIV-Infektionen 2006 fanden bei Menschen zwischen 16 und 24 Jahren statt. Ursprünglich infizierten sich vor allem Homosexuelle, doch nach 1990 waren auch immer mehr Drogenabhängige durch den gemeinsamen Gebrauch von Spritzen betroffen, ebenso wie Prostituierte. AIDS ist heutzutage besonders verbreitet in Ländern, in denen große Armut herrscht, beispielsweise in Süd-Ostasien und in Afrika. (24,7 Millionen der Infizierten leben allein auf dem afrikanischen Kontinent südlich der Sahara.) Die Menschen dort können sich häufig die teuren Medikamente nicht leisten oder diese sind in ausreichenden Mengen überhaupt nicht erst vor Ort vorhanden. Daneben ist AIDS in vielen Teilen Afrikas noch immer ein Tabuthema, während bei uns schon bald nach der Entdeckung des Virus Massenmedien die breite Bevölkerung über die Krankheit und Präventivmaßnahmen informierten. Inzwischen gibt es jedoch verschiede Projekte, beispielsweise von der UN (UNAIDS) oder der WHO (World Health Organisation), die versuchen die Situation in Entwicklungsländern zu verbessern. Beispielsweise werden ausgebildete Ärzte, die für die Verteilung der Medikamente essentiell sind, in die Entwicklungsländer geschickt und die Medikamente selbst kostenlos oder zu weit billigeren Preisen als hier verteilt.  Im Saarland leben etwa 500 Menschen mit HIV bzw. AIDS, 400 Männer und 100 Frauen. Circa 300 Todesfälle waren hier seit dem Beginn der Epidemie zu beklagen, insgesamt 800 Menschen wurden infiziert. Die Neuinfizierungsrate ist im Saarland verglichen mit dem Rest von Deutschland relativ niedrig, doch, wie Gesundheitsminister Josef Hecken anlässlich des Weltaidstages sagte, ist dies kein Grund die Hände in den Schoß zu legen: „Ich bin der Überzeugung, dass die gute Vernetzung der AIDS-Hilfe Saar mit anderen im Gesundheitswesen tätigen Einrichtungen dazu beigetragen hat, die Zahl der Infizierten auf einem relativ niedrigen Niveau zu halten. Dennoch ist ein Infizierter schon einer zu viel.“Die AIDS-Hilfe Saar bietet nicht nur Informationen zur Krankheit AIDS, sondern Unterstützung und Beratung für Betroffene. Auf ihrer Website heißt es „HIV/Aids ist aber neben einer medizinischen immer auch eine soziale Diagnose. Menschen mit HIV und Aids sind nach wie vor von Ausgrenzung und Diskriminierung bedroht.“ Es bleibt zu hoffen, dass die Menschheit AIDS eines Tages überwinden wird, ebenso wie sie die Pest, die Spanische Grippe und andere Seuchen überwand. Der Unterschied zum 13. Jahrhundert ist, dass wir nun in der Lage sind, Opfern tatsächlich zu helfen und effektiv nach Heilmitteln zu suchen. Vor allem aber, dass es tatsächlich weltweit Menschen und Organisationen gibt, die sich für Betroffene einsetzten. Das zeigt, dass wir in den letzten 700 Jahren dann doch sozial gesehen einiges dazugelernt haben.    Katharina  Wenz