Nächste Redaktionssitzung

Die nächste Redaktionssitzung findet am Samstag, 18. August ab 11.30 Uhr in den Chilly-Redaktionsräumen (Mainzer Straße 30 in Saarbrücken, neben Kletterzentrum) statt. Anmeldung unter: post@chilly-magazin.de

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Das Christentum ist in der heutigen Zeit die weitverbreiteste Religion der Erde. Über die Hälfte der Menschheit ist christlich getauft.

Doch kaum einem ist bekannt, woran die Einwohner des heutigen Deutschlands, damals Germanien, vor der Bekehrung durch Rom im 6./7. Jahrhunderts nach Christus geglaubt haben.

Kurz zusammengefasst begann alles mit Odin und seinen Brüdern Vili und Vé, die aus dem Joten Ymir die Welten erschufen.

Die Feuer- und die Eiswelt, das Meer aus dem Blut Ymirs, aus denen wenig später drei Welten entstanden:

Asgard, der Wohnort der Götter aus dem Geschlecht der Asen, die größtenteils von Odin abstammen, Utgard, die Welt der Riesen, den größten Wiedersachern der Asen und schließlich Midgard, wo die Menschen leben und die Götter verehren.

Odin ist derjenige, der alles schuf und durch den zuletzt alles zerstört wird. Er hat in den Schriften der nordischen Mythologie, Edda genannt, eine zentrale Rolle.

Drei seiner wichtigsten Söhne sind Thor, Týr und Balder.

Thor ist der Donnergott, der stärkste der Asen und der von den Menschen am meisten verehrte Gott. Durch seinen Hammer Mjöllnir, den er immer bei sich trägt, ist er unbesiegbar, mit ihm löst er meist die Streitigkeiten der Asen mit Riesen und bestraft seine Widersacher meist sofort mit dem Tod.

Týr ist der Kriegsgott und bezeugt alles mit der rechten Hand, seiner Schwurhand. Diese bekommt er im Laufe der Edda abgebissen.

Balder gilt als der Ruhepol unter den Asen, der Streitigkeiten unter ihnen zu lösen versteht.

Die Zeit nach der Erschaffung der Welten, als die Götter die Welten noch zu regieren wussten wird die „Goldene Ära“ genannt.

Wegen dem großen Erfolg und der Beliebtheit der Asen, der in Übermut umschlägt, geht es später nur noch bergab, die Asen müssen viele Opfer bringen, durch nicht eingelöste Wetten und Betrug unter den Riesen und Menschen werden sie immer unbeliebter.

Statt zu herrschen und zu regieren feiern sie lieber ausgiebige Gelage und vernachlässigten ihre Pflichten.

Als ihnen bewusst wird, was sie über Jahre hinweg angerichtet haben ist es jedoch schon zu spät:

es führt unverzüglich zur letzten Schlacht der Götter, Ragnarök genannt.

Jeder einzelne der Asen kämpft in diesem letzten Krieg gegen seinen größten Gegner, kein bedeutender Gott überlebt, bloß die Söhne Thors und Týrs, die das Asengeschlecht fortführen.

Bei den Liedern der Edda handelt es sich um eine Art Bibel, es werden viele Geschichten und Situationen erzählt. Diese lassen sich kaum in einem kurzen Text zusammenfassen, denn der Glaube der Germanen war sehr komplex.

Aus diesem gehen viele Sitten und Bräuche hervor, das Schreiben von Runen oder der Schutz vor Unwettern, Kriegen und Stürmen mit Amuletten.

Genauer hingeschaut erinnert dieser Glaube an z.B. den christlichen Glauben oder die griechische Mythologie.

 

 

( keine Literaturverweise….)

 

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Ein Déja-vu bei

Kennen sie Paul Potts? Vielleicht aus der T-Mobile- Werbung. Vor zwei Jahren wurde er berühmt, als er in der britischen Fernsehshow „Britain´s got Talent“ „Nessun Dorma“ von Puccini sang und die Zuschauer zu Tränen rührte. Noch als er auf die Bühne trat, hatte man ihn ausgelacht, diesen ungepflegten, dicklichen Handyverkäufer, dem man seinen niedrigen sozialen Status deutlich ansehen konnte. Die Jury hatte ihn verspottet und das Publikum hatte gelacht. Und dann sang er; und diese zwei Minuten machten ihn zum Star. Am nächsten Tag waren die Zeitungen voll davon, eine CD folgte, Interviews und weitere Auftritte in Fernsehshows. Die Menschen waren fasziniert von seiner Geschichte, von diesem Wunder, das ihn vom Tellerwäscher zum Millionär machte. Und auch die Produzenten von „Britain´s got Talent“ verdienten sich eine goldene Nase.

Jetzt scheint es als hätten diese beschlossen, dass es mal wieder Zeit ist, die Show mit einem hässlichen Entlein zu würzen: Am 16. April betritt Susan Boyle die Bühne. Sie ist dicklich und ungepflegt, man könnte meinen, sie ist die Schwester von Paul Potts. Und die Szenen wiederholen sich. Die Jury fragt spöttisch, warum es denn mit der Karriere bisher nicht so geklappt habe. Dann singt Frau Boyle ihren Song („I dreamed a dream“ aus „Les Misérables“) und das Pulikum liegt ihr zu Füßen. In der Jury fließen Tränen und am nächsten Tag werden die Zeitungen wieder berichten.

 

Schon bei Paul Potts hatte die Sache ein wenig „Gschmäckle“: Natürlich war schon vorher klar, dass dieser Mann überraschen wird. Die Produzenten der Show haben ihn ausgewählt, aus tausenden von Bewerbern. Sein Aufritt war geplant bis ins Detail. Das alles ist normal und noch kein Grund, den Durchbruch von Paul Pott zu verachten. Aber wenn die Produzenten von „Britain´s got Talent“ jetzt einfach seinen weiblichen Doppelgänger auf die Bühne stellen, und alles läuft genau so ab wie damals vor zwei Jahren, dann riecht das doch sehr nach einem billigen Plagiat.

Trotzdem liegen die Briten Susan Boyle zu Füßen, genauso wie sie es bei Paul Potts getan haben. Und die Medien erzählen wieder einmal die Geschichte vom hässlichen Entlein, das durch einen einzigen Song zum Schwan wird. Es ist erstaunlich, wie gut die Masche funktioniert, auch beim zweiten Mal. Müsste das Publikum sich nicht gelangweilt abwenden, den Fernseher ausschalten und sich aus dem Sessel erheben, mit dem Kommentar, dass das doch alles abgesprochen und geprobt sei?

Stattdessen beweist die Reality Show ein weiteres Mal ihre Anziehungskraft: Ja, wir haben das alles schon gesehen, und ja, es ist ein abgekartetes Spiel, natürlich haben die Ressigeure gezielt nach einem Menschen wie Frau Boyle gesucht. Aber was ändert das denn daran, dass hier jemand mit knapp 50 Jahren endlich seinen Traum verwirklicht hat? Diese Show spiegelt die Sehnsüchte und Wünsche der Menschen wieder, nicht anders als „DSDS“ oder „Germany´s next Topmodel“. Das Fernsehen gibt den Menschen das Gefühl, dass jeder es schaffen kann. „The American Dream“ ist eine Illusion. Aber solche Sendungen lassen uns für ein paar Moment den Alltag vergessen- da ist es ziemlich egal, ob das „Wunder“ nun echt ist, oder eben nicht.

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Lyoner und Geheirade erobern die ICE Züge

Unter dem Motto „natürlich genießen“ bietet die Deutsche Bahn auch im Jahr 2009 wieder regionale Spezialitäten und raffinierte Gerichte aus Großmutters Küche in ihren ICE-Zügen an. Im März führt der gastronomische Fahrplan der Bordrestaurants die Gäste ins Saarland. Hier dürfen Bahnreisende die Kreationen von Küchenchef Cliff Hämmerle aus Blieskastel-Webenheim genießen. Auf der Speisekarte stehen daher typisch saarländische Spezialitäten wie „Geheirade“ und Lyoner. Na dann Mahlzeit!