Macht mit bei Chilly!

Journalistische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Anmeldung unter post [at] chilly-magazin [dot] de, Telefon 0681/9681487 oder spontan vorbeikommen.

16.05.2007
Roger Cicero bleibt hinter den Erwartungen zurück

Wer das Spektakel verpasst hat und nun Angst hat, beim diesjährigen Eurovision Song Contest etwas verpasst zu haben, der sei beruhigt, es ist nichts Bedeutendes passiert. Schließlich ist es schon zur Normalität geworden, dass unsere östlichen Nachbarn die vorderen Ränge belegen. Und wenn man sich dann auf der offiziellen Seite der Show die Videos der Kandidaten anschaut, zweifelt man schon mal daran, ob der eigene Musikgeschmack wirklich so komplett daneben ist. Denn die meisten der „Lieder“ sind eine Kombination aus möglichst dissonanten und höchst unangenehmen Tönen – mehr als einige Sekunden sollte das niemand seinen Ohren antun. Jedenfalls hat man diesen Eindruck. Die Länder, in aus denen diese Musik kommt, sieht das anscheinend anders, denn die Liste der Bestplazierten liest sich wie eine Aufzählung sämtlicher östlicher Staaten – eigentlich müsste man es den Ländern gönnen, schließlich hatten sie jahrzehntelang keine Chance in dem internationalen Wettbewerb. Doch die Auswahl der Lieder, die vorgetragen oder auch geschrieen werden, führt jedoch zwangsläufig dazu, dass man sich maßlos ärgert, über die Organisation und das Wahlsystem des Song Contest. Man fühlt sich automatisch in DDR – Zeiten oder diktatorische Zustände versetzt, in denen man seine Meinung nicht öffentlich kund tun durfte und das wählte, was einem aufgezwungen wurde und nicht in einem freien europäischen Wettbewerb. Aber das hat jeder freiwillig und ohne Zwänge – jedenfalls öffentlich – getan, unglaublich. Man wusste ja schon immer, dass einige Oststaaten einen komischen Musikgeschmack haben, es sei an dieser Stelle nur einmal an relativ erfolgreichen Lieder der moldawischen Gruppe O-Zone erinnert. Aber dass alle aus diesem Teil der Welt taub sind, das glaubt ja wohl keiner. Eigentlich muss einem Roger Cicero leid tun, DJ Bobo ist der abendlichen Farce und der damit verbundenen Blamage entkommen, nach ein paar kurzen erstaunten Bemerkungen war für ihn das Thema wenigstens weitestgehend abgeschlossen. Frankreich fühlt sich ebenfalls betrogen und droht, seine Teilnahme an dem Wettbewerb endgültig zu beenden, Großbritannien und Irland denken ähnlich (man bedenke, dass diese Länder einmal die erfolgreichsten in Europa waren!). Auch in Deutschland wurde die Frage aufgeworfen, ob es überhaupt noch einen Sinn hat, daran teilzunehmen, man hat eh keine Chance. Vielleicht sollte man das ganze Geschehen nach Australien verlegen – dort wurde Roger Cicero mit großem Vorsprung auf den ersten Platz gewählt. Es bleib zu hoffen, dass er es irgendwie von der sportlichen Seite zu sehen versucht und weiterhin seinem ganz eigenen aber sehr guten Stil treu bleibt und uns davon überzeugt, dass wir doch einen guten Geschmack haben.

14.05.2007
Grundlagenseminar Journalismus

Am 11. Mai 2007 organisierten die Jungen Journalisten Saar ein weiteres Grundlagenseminar zum Thema Journalismus. Durchgeführt wurde es im Willy Graf Gymnasium in Saarbrücken und geleitet von Kathrin Backes und Claudia Wirth.Nach Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer hatten die Schüler die Aufgabe, in Gruppen eine Schülerzeitung nach Ihren Vorstellungen (Layout, Themen, Artikel, Name) zu planen und an der Tafel vorzustellen. Danach stellten die Seminarleiter die journalistischen Darstellungsformen vor beziehungsweise wurden sie gemeinsam erarbeitet. Zur groben Strukturierung wurden die Darstellungsformen in „berichtende“ und „wertende“ Formen unterteilt.Zu jedem der verschiedenen Formen wurden nähere Informationen und Beispiele zur Veranschaulichung gegeben. Nach einer anschließenden Fragerunde wurden die Einstiegsformen anhand einer Schreibübung erklärt und eingeübt. Nach einer Pause wurde eine Schreibwerkstatt durchgeführt. Innerhalb von 30 Minuten schrieben die Schüler in Gruppen Artikel, deren Themen sie sich selbstständig überlegten und anschließend vorstellten. Zugeschickte Artikel sollen nun in der Sonderausgabe des Magazins „Chilly“ erscheinen.

11.05.2007
Fiona versus Anni

Drei Wochen nachdem die Mädels nach Hollywood geflogen sind, mussten sie wieder schwierige und teilweise auch sehr witzige Aufgaben erfüllen. Bei dem letzten Fotoshooting vor dem Finale auf den Hollywood Hills mussten sie zickige Models spielen, die sauer auf ihren Agenten sind – in der Rolle des Agenten glänzte Jury-Mitglied Peyman. Anni, Barbara, Fiona, Hana und Mandy durften ihm so richtig eins „reindrücken“. Nachdem ein Feuer in den Wäldern die Crew jedoch vertrieben hatte, ging es am nächsten Tag gleich weiter: Ein Powertraining mit Star-Trainer David Kirsch, der auch Heidi immer wieder in Form bringt, stand auf dem Plan.

Am nächsten Morgen war es dann endlich so weit: Das Cover-Shooting für Cosmopolitan stand auf der Tagesordnung. Nur eine wird am Ende das Cover der Modezeitschrift zieren. Am Abend nach dem Shooting holte Peyman die letzten fünf Teilnehmerinnen für ihre nächste Aufgabe ab. Die Mädchen mussten vor einer anwesenden Presse Rede und Antwort stehen und zwar auf Englisch! Hinterher wurde ihnen dann mitgeteilt, dass alles nur geschauspielert war – zum Glück, denn einige hatten sich ungewollterweise mit privaten Details verplappert. Am Entscheidungstag mussten die Mädchen vor der Jury Prêt-à-Porter und Haute Couture Mode präsentieren – keine leichte Aufnahme, denn es gab weder Visagisten noch Hairstylisten. Außerdem ging es um den Einzug in die Finalrunde, ein weiterer Druckfaktor. Hana und Barbara sind nun ins Finale eingezogen, die Entscheidung zwischen Anni und Fiona fällt nächste Woche. Es bleibt also spannend…

10.05.2007
Das Modell hat sich bewährt

Die PISA-Studie oder Amokläufe von Schülern ziehen immer öfter die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich und zeigen, dass eine Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule dringend erforderlich ist, um diese letztendlich gesellschaftlichen Probleme zu lösen. Die Zusammenarbeit wird vor diesem Hintergrund zu einer Voraussetzung für die Förderung und die Betreuung von Kindern und Jugendlichen. In der Realität wurde jedoch immer wieder festgestellt, dass es Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit der beiden Systeme gegeben hat, zum Beispiel aufgrund von unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen. Somit ist der Besuch einer Schule Pflicht, die Teilnahme an Jugendhilfemaßnahmen beruht auf Freiwilligkeit, um das Problem einmal praktisch zu erklären. Aus diesem Grund hat das damalige Ministerium für Frauen, Arbeit Gesundheit und Soziales zur Verbesserung dieser Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule im Jahr 2002 das Projekt Schoolworker ins Leben gerufen, das eine Verzahnung der beiden Bereiche erreichen soll. Angelegt war dieses Projekt auf drei Jahre, um ein Konzept zu entwickeln, das sich nach der Modellphase auch im Alltag bewährt. Das Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung (iSPO) in Saarbrücken wurde mit der Auswertung aller Ergebnisse beauftragt, um zu entscheiden, ob das Modell erfolgreich war oder nicht. Inzwischen wurde beschlossen, dass das Projekt Schoolworker im Jahr 2007 fortgeführt werden soll. In der Praxis wurde das Ziel gefasst, Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer mit Alltagsproblemen und im Umgang miteinander zu beraten und verschiedene Projekte durchzuführen, um die Schule zu einem sozialen Lebensraum umzugestalten.
Die anfängliche Skepsis dem Model gegenüber wich der Überzeugung, dass das Projekt erfolgreich war und nun weitergeführt werden soll. Alle Landkreise im Saarland sowie der Stadtverband Saarbrücken nehmen diese Ausweitung in Anspruch, ein Erfolg, der für sich spricht. Außerdem besteht ab sofort die Möglichkeit, Schoolworker auch an Sonderschulen für Lernbehinderte einzusetzen, was die Staatsekretärin Gaby Schäfer betonte. Die Basis für eine wirkungsvolle Vernetzung von Jugendhilfe und Schule ist somit aus Sicht des iSPO geschaffen.