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30.03.2007
Große Feierstunde im Zeitungsmuseum Wadgassen

Am Montag den 26. März 2007 hat Kultusminister Jürgen Schreier die Preise für die besten Schülerzeitungen des Landes verliehen. Eine Jury, bestehend aus Vertretern der Jungen Journalisten, der Saarbrücker Zeitung, des Deutschen Zeitungsmuseums und des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft vergab in jeder der fünf Schulformen an den Erstplatzierten 200€ und an den Zweitplatzierten 100€. In der Kategorie Grundschule wurden die Albert-Schweitzer-Schule Saarbrücken-Dudweiler und die Grundschule Wadern-Lockweiler ausgezeichnet. In der Kategorie Gesamtschulen wurde die Gesamtschule Marpingen ausgezeichnet. Bei den Erweiterten Realschulen siegte die Alex-Deutsch-Schule Neunkirchen Wellesweiler vor der ERS am Vopeliuspark Sulzbach. Bei den Gymnasien ging der 1. Platz an das Deutsch-Französische Gymnasium in Saarbrücken, Platz 2 sicherte sich das Von-der-Leyen-Gymnasium Blieskastel. Bei den Schulen für Behinderte triumphierte die Staatliche Schule für Körperbehinderte in Homburg vor der Winterbachsroth-Schule in Saarbrücken.

Jürgen Schreier überreichte die Urkunden und lobte die jungen, kreativen Redakteure für ihre „flotten Sprüche“ und ihr originellen Texte zu interessanten Themen.

29.03.2007

Wie werden in der Europäischen Union Gesetze erlassen? Dieser Frage stellten sich neun Jungredakteure aus dem Saarland und Umgebung im Rahmen eines Planspiels der Jugendpresse Deutschland unter dem Motto „Europa kann so süß sein“. Thema des eintägigen Workshops am 23. März im Gebäude der Saarbrücker Zeitung war die Schokoladenrichtlinie.

Kaum einer macht sich beim Verzehr der populärsten Süßigkeit Gedanken, was diese enthält. Die Europäische Union hat jedoch bereits 2003 eine siebenseitige Richtlinie erlassen, welche mit Hilfe des Planspiels erneut aufgerollt wurde.

Kurz nach 10 Uhr morgens ist der Konferenzraum für die bevorstehende Sitzung des Ministerrates vorbereitet. Gekühlte Getränke, mehrere Thermoskannen mit Kaffee und reichlich gefüllte, kalte Platten lassen auf eine energieraubende Sitzung und einen langen Tag für die angereisten Minister schließen. Die nationalen Vertreter eilen das Jackett in der linken, den Laptop in der rechten Hand geschäftig zu ihren Plätzen.
 
Als mit kurzer Verspätung auch die Verbraucherministerin Griechenlands eintrifft, eröffnet die deutsche Verbraucherministerin die Sitzung.
 
Auf den ersten Blick konnte man fast vergessen, dass es sich hier um eine Simulation und nicht um eine „echte“ Ministerratssitzung handelte. Mit Hilfe von fiktiven Rollenprofilen schlüpften die Teilnehmer in die Rolle des Verbraucher-, Wirtschafts- oder Landwirtschaftsministers eines Landes. Frankreich wurde so durch einen „Monsieur Micoud“ oder Italien durch einen „Signor Inzaghi“ vertreten. Der Name der deutschen Verbraucherministerin „Schulze-Erdel“ kam dem ein oder anderen Teilnehmer ebenfalls irgendwie bekannt vor. Vorgegeben war den Schülern und Studenten dabei nur die Position ihres Ministers und die Toleranzbereitschaft, die er in den Verhandlungen zeigen durfte.
 
Zu den vier Diskussionspunkten gehörte die Frage, durch wie viel Prozent Ersatzfette die in Schokolade enthaltene Kakaobutter (18%) ersetzt werden darf und ob diese Produkte dann speziell gekennzeichnet werden müssen. Außerdem war es strittig ob diese Pflanzenfette nur aus Entwicklungsländern bezogen werden dürfen, da für sie als Hauptexporteure von Kakaobutter ein erheblicher Nachteil entstehen würde.
 
Während Großbritannien für die Freigabe eines vollen Ersatzes von Kakaobutter plädierte, stand für Belgien die Reinheit der Schokolade und somit das strikte Verbot aller Ersatzfette an vorderster Stelle. Nationen, die keine solche Extremposition hatten, galt es also durch geschickte Verhandlung zu überzeugen. Aber auch die bevölkerungsreichen Länder Frankreich, Großbritannien und Deutschland mussten eine Konsens finden, um ein Scheitern der Richtlinie zu verhindern.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wurde dann gut fünf Stunden diskutiert und debattiert. „Wie kann man Schokolade noch als Schokolade bezeichnen, wenn sie gar keine Kakaobutter enthält?“ warf die spanische Ministerin den Briten und Polen vor. „Aber Frau Ministerin, warum soll der europäische Bürger nicht selbst entscheiden können, welche Schokolade er kauft und wie viel Kakaobutter diese enthält?“ konterte der polnische Minister Kowalski und schlug mit der Hand auf den Tisch. Die typische Politikersprache vermischt mit saarländischen Dialekt und gelegentlichen Verhasplern beim Wort „Etikettierung“ sorgten dabei mehr als einmal für Erheiterung. Heftig umstritten war, ob die „minderwertige“ Schokolade mit weniger Kakaobutter durch eine bloße Erwähnung, einen Hinweis oder sogar eine Warnung entweder vorne oder hinten etikettiert werden müsse. „Eine Warnung auf der Schokolade, das ist ja wie bei Zigaretten, das kann ja wohl nicht sein“, schmetterte der polnische Vertreter den Vorstoß der Belgier und Spanier ab.
 
Trotz einigem Zähneknirschen der belgischen Wirtschaftsministerin und der Gegenstimmen von Irland, Großbritannien und Polen stand gegen 16 Uhr schließlich der gemeinsame Standpunkt des Rates fest: Schokolade mit vollem Kakaobutteranteil wird mit einem Gütesiegel etikettiert, alle anderen Produkte müssen mind. 11 % Kakaobutter enthalten, wobei die Prozentzahlen auf der Vorderseite stehen. In Anbetracht der Tatsache, dass die EU von 1992 bis 2000 an der Schokoladenrichtlinie arbeitete, stellte Teilnehmerin Isabel Antz abschließend fest: „Da waren wir dann doch schneller.“

29.03.2007
Falsche Freunde&quot

„Falsche Freunde“, so heißt der Film die Jugendgruppe des Adolf-Bender-Zentrums. Am 29. September wurde der Streifen gegen Rechtsextremismus zum ersten Mal im Cusanus Gymnasium St. Wendel der Öffentlichkeit präsentiert. Vor über 250 Leuten hieß es „Film ab!“. Gespannt verfolgte das Publikum die Geschichte der Evelyn, die für einen Ausbildungsplatz nach Frankfurt ziehen muss. Die Schuld hierfür gibt sie den Ausländern. Sie rutscht in die rechtsextreme Szene ab. In der Schule läuft es schlecht, sie klaut am Arbeitsplatz, beginnt zu rauchen und zu trinken. Doch dann lernt sie Sue kennen, die ihr die Augen öffnet und zeigt, was wahre Freundschaft bedeutet. Als Evelyn aussteigen möchte, kommt es zum Eklat: „Meinst Du, es ist so einfach auszusteigen!“, droht der Anführer der Nazi-Clique Leo.

Auch für St. Wendeler Jugendliche gehören Gewalt und rechtsextreme Parolen zum Alltag. „Jugendliche erkennen oft erst zu spät die Gefahr“, betonte Jennifer Scheppler, die die Rolle der Evelyn im Film spielt. Deshalb habe sich die Jugendgruppe des Adolf-Bender-Zentrums sich dazu entschlossen, einen Film von Jugendlichen für Jugendliche zu machen und für Toleranz zu werben, so Julia Lang. Die Jugendlichen haben vom Drehbuch bis hin zur Bedienung der Kamera alles selbst übernommen. Nur beim Schnitt half das AV Medienzentrum Saarbrücken. In einem zweitägigen Workshop „Von der Idee zum Film“ lernten die Teilnehmer alle erforderlichen Voraussetzungen der Arbeit mit dem Medium Film. Neben technischen Kenntnissen erlangten die Teilnehmer im Alter von 13 bis 20 Jahren im Rahmen des halbjährigen Projektes auch soziale Kompetenzen. In die halbjährige Projektarbeit wurden die Jugendlichen mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden für Fragen wie Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung sensibilisiert. Dazu gehörten Filmanalysen, Vorträge, Reflektionsaufgaben, Rollenspiele, Diskussionsrunden, u.v.m.. Zudem wird der Film in das pädagogische Bildungsprogramm des Adolf-Bender-Zentrums eingebaut und erreicht so ein weites Spektrum an Jugendlichen. Die Nachfrage ist groß, der Film wurde bereits in Jugendeinrichtungen und Schulen im Saarland gezeigt. Das Ziel des Filmprojektes gegen Rechtsextremismus bringen Isabell Patuschka und Markus Evers in ihrem Gedicht auf den Punkt: „Wahre Freunde akzeptieren dich so, wie du bist, egal woher du kommst oder welche Hautfarbe du hast.“

Der Film „Falsche Freunde“ ist über das Adolf-Bender-Zentrum für 10€ erhältlich: Tel.: 06851/81802 oder info [at] adolf-bender [dot] de. Gerne präsentieren die Teilnehmer ihren Film auch in Jugendeinrichtungen, Schulen, u.s.w. mit einer anschließenden Diskussionsrunde. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.toleranz-netzwerk-saar.de

 

24.03.2007
Eine Sportart im Kommen

Baseball oder Softball in Deutschland? Auch in Saarbrücken? Ja, das gibt es! Seit 1995 gibt es in Saarbrücken die „Saarbrücken Blues“, die Baseball- und Softball-Abteilung der DJK Dudweiler. Baseball wird hier von Männern gespielt, Softball von Frauen oder gemischten Hobby-Teams. Vom Spielgedanken her unterscheiden sich beide Sportarten nicht, beim Softball ist jedoch das Feld etwas kleiner, der Ball etwas größer und es gelten ein paar andere Regeln.

Die „Blues“ trainieren im Jugendbereich zwei Mannschaften. Die Mannschaft der Jungs lernt Baseball, die Mädchen Softball und beide Teams suchen noch neue Spieler. Daneben gibt es auch noch ein Damen-Softball-Team in der Landesliga sowie ein Hobby-Softball-Team, die „Schmutzhühner“.

Jeder kennt Baseball-Caps und Baseball-Schläger, doch kaum jemand weiß wirklich etwas mit diesem Sport anzufangen. Zu kompliziert? Ach was, das verstehen doch sogar die Amis! So kompliziert kann das nicht sein!

9 Spieler der Verteidigung stehen auf dem Feld. Einer davon, der „Pitcher“, wirft den Ball zum Schlagmann des gegnerischen Teams, der versuchen muss, den Ball zu treffen. Trifft der Schlagmann den Ball, darf er zur ersten von vier „Bases“ laufen. Erreicht er diese Base bevor die verteidigenden Spieler den Ball dort hinbringen können, darf er dort stehen bleiben. Dann kommt der nächste Schlagmann, der dasselbe versucht, während der erste Schlagmann versucht, zur nächsten Base zu kommen. Wenn ein Spieler die Base, zu der er laufen muss, nicht erreicht, bevor die Verteidigung dort den Ball hinbringt, so ist dieser Spieler „out“. Wenn ein Spieler alle vier „Bases“ umrundet, ohne dazwischen „out“ gemacht zu werden, erzielt er für sein Team einen Punkt. Sind 3 angreifende Spieler „out“, so wechseln Verteidigung und Angriff. Das sind die Grundregeln des Baseballs. Nun gibt es natürlich noch weitere Regeln und einige Ausnahmen, aber wenn man diese Grundzüge einmal verstanden hat, ist der Rest gar nicht mehr schwer. Die Verteidigung versucht also gegnerische Spieler „out“ zu machen, um selbst an den Schlag zu kommen und Punkte erzielen zu können.

Na, Lust bekommen? Du willst mal zuschauen? Oder es selbst einmal auszuprobieren? Dann komm einfach vorbei! Spieltermine und Trainingszeiten, sowie weitere Infos findest du unter www.saarbrueckenblues.de. Los geht´s! Oder wie es beim Softball heißt: „Play Ball!“