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11.04.2007
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„Ist Ihnen bekannt, dass im Saarland jedes Jahr etliche Mittelaltermärkte stattfinden? Auch das Jahr 2007 ist wieder gespickt mit diesen historisch angelehnten Veranstaltungen. Jedes Mal gewanden sich zig Schausteller als Ritter, Söldner, Marktschreier, Gaukler oder das, was einen Markt eben ausmacht: Händler. Es werden allerlei Waren angeboten, die früherer Zeit nachempfunden sind, wie z.B. Schmuck, Waffen, Kleidung, Rauchwerk und einiges mehr. Allerdings ist das Meiste nicht tatsächlich wie damals, wenn man einmal überlegt, dass selbst eine von der Nähmaschine hergestellte Naht die Authentizität eines gesamten Kleids zunichte macht. Wer aber nicht so kleinlich ist, lässt sich gern von der jedem Markt eigenen Atmosphäre mitreißen, die dem Besucher für kurze Zeit das Gefühl vermittelt, einige Jahrhunderte weit in die Geschichte zurück gereist zu sein. Überall liegt Stroh herum, hier und da schnaubt ein Pferd oder eine Ziege meckert und von irgendwoher dringen die wütenden Rufe zweier Söldner, die einander beim Würfelspiel betrogen haben. Der Geschmack von Met, Rosenlikör oder etwas Vergleichbarem rundet die Stimmung natürlich ab.

Dass auch die Gewandeten selbst mit viel Begeisterung dabei sind, ist keine Frage, denn für sie bedeutet ein Markt zugleich jede Menge Arbeit: die Gruppen im sogenannten „Heerlager“ bauen bereits einige Tage vor Marktbeginn ihre Zelte auf und wohnen sich dort ein, während die Standbesitzer im Normalfall erst am Tage vor Markteröffnung mit dem Aufbau beginnen. Tatsächlich ist der Begriff „Markt“ in vielen Fällen irreführend, da das Heerlager meist größer ist als der Marktplatz selbst. Natürlich sind nicht alle mittelalterlichen Veranstaltungen mit „Markt“ betitelt, bei den meisten ist allerdings doch einer dabei.

Morgens, kurz vor dem Auftauchen der Touristen, ist es dann so weit: die Darsteller beginnen zu rotieren. Sind alle Handys im Stumm-Modus? Liegen auch keine Zigaretten mehr auf dem Tisch? Läuft noch ein Ritter im Bandshirt herum? Sekunden nachdem die letzten Reste der Neuzeit beseitigt sind, wird der Markt eröffnet, und die ersten Touristen treffen ein. Da Mittelaltermärkte meistens im Sommer stattfinden, steigt im Laufe des Mittags die Temperatur exponentiell zur Besucherzahl, sodass sich viele Menschen in der größten Hitze an den Bierständen mit Getränken von damals und heute abkühlen. Fast immer gibt es ein Tagesprogramm, das von musikalischen Darbietungen, Gaukelei, Zauberei, Ponyreiten und Kinderritterturnieren bis hin zu Schlachten, Zweikämpfen und Feuershows reicht. Für die Akteure bedeutet das neben Spaß natürlich viel Stress. Häufig lockern solche Fragen wie „Ist das Feuer echt?“ den Alltag eines allzu genervten Lagernden auf – vorausgesetzt, sie kommen nicht allzu häufig vor. Um an dieser Stelle vorbeugend derartige Fragen zu beantworten: Ja, das Feuer ist echt und das Schwein am Spieß auch.
Letztendlich – einige Prangerschauspiele, Gerichtsverhandlungen, Kneipenschlägereien und sonstige Vorführungen später – neigt sich der Tag dem Ende zu, sodass die Stände schließen und die meisten Besucher den Markt verlassen. Je nach Programm lohnt sich allerdings das Bleiben, denn nach Sonnenuntergang spielt womöglich noch eine mittelalterliche Musikgruppe oder eine Feuershow findet statt. Ein Beispiel für eine rein saarländische Gruppe, die solche Feuershows aufführt, ist die Söldnerschaft Setanta. Seit fast zehn Jahren bereisen jene Männer und Frauen in rot-purpurnen Gewändern die Mittelaltermärkte im Saarland und Umgebung, schlagen dort ihre Lager auf und führen Schaukämpfe vor – natürlich nicht, ohne das Morden, Brandschatzen, Plündern und Vergewaltigen zu vergessen. Auch dieses Jahr kann ihre Feuershow wieder auf den Mittelaltertagen in Siersburg (Ende Juli) bestaunt werden“

Eine Infobox mit Terminen:

Mittelalterliche Veranstaltungen 2007
(Quelle: Mittelalter-Saar.de; ohne Gewähr; kein Anspruch auf Vollständigkeit)

19. und 20.05. Großer Mittelaltermarkt Burg Kirkel
23.06. Mittelaltermarkt Wiebelskirchen
14.07. Mittelaltermarkt Nohfelden
27. – 29.07. Mittelaltertage Siersburg
04.08. Mittelaltermarkt und -lager Naturpark Freisen
10.08. Mittelaltermarkt Larochette (Luxemburg)
25.08. Mittelaltermarkt Homburg
01.09. Mittelaltermarkt Kirchheimbolanden
01.09. Sagenhaftes Weinfest, MA-Markt Saarburg
03.und 04.11. Martinimarkt Mettlach
08.12. Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt St. Wendel

09.04.2007
Die Enführung

Der kleine  Charlie ist ratlos: 
 
Wer hat seine Eltern entführt, und warum ?
Kann er ihnen helfen?
Kann er sie befreien?
 
Er ist dem skrupellosen Rafi Sadler doch selbst nur um Haaresbreite entkommen!
Aber zum Glück spricht Charlie viele Sprachen: Englisch, Französisch, Twi, Arabisch, Latein, Griechisch und Italienisch. Außerdem spricht er nämlich auch Katz: die Sprache der Katzen. Und diese unterstützen ihn tatkräftig!
Die Katzen sahen, dass Charlies Eltern mit einem Schiff flussaufwärts gebracht wurden und helfen Charlie ihn auf ein ebenfalls flussaufwärts fahrendes Schiff zu schmuggeln.
So gelangt Charlie auf die „Circe“, ein Zirkusschiff.
Zusammen mit sechs starken Löwen schmiedet er einen Plan, wie sie seine Eltern retten und die Löwen in ihre Heimat zurückkehren können.
 
Ein schillerndes, packendes Abenteuer um einen Helden mit Kultqualitäten – löwenstark!
 
Der Meinung der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“: „Kein Wunder, das Filmmagier Steven Spielberg sich die Filmrechte gesichert hat.  `Lionboy´ ist der Stoff der aus Hollywood Träume wahr macht!“ kann ich mich nur anschließen.
Das Buch „Lionboy – Die Entführung“ ist ein spannend und fantasievoll geschriebenes Buch und daher nur zu empfehlen. Durch die fantasievolle Sprache, die das Geschehen aber dennoch sehr real erscheinen lässt, kommt man sich nicht belogen vor.
Man denkt selbst bei den unmöglichsten Dingen: „So etwas könnte wirklich einmal passiert sein.“

08.04.2007
Wie erneuerbare Energien uns das Leben retten werden….

Durch den immer höher werdenden Lebensstandart der Menschen und der kontinuierlich ansteigende Boom der Industrialisierung im letzten Jahrhundert entwickelte sich ein Problem, dass bis dato unvorstellbar war: Die natürlichen Ressourcen der Erde gehen zu Ende. Vor allem die vorhandenen Erdgas- und Öl – Vorkommen neigen sich ihrem Ende zu, da diese überaus wichtig zur Erzeugung von Treibstoffen und Elektrizität sind. Laut modernen Statistiken reichen diese Reste nur noch etwa fünfzig Jahre, um unseren Konsumbedarf zu decken. Der Journalist Christoph Seyfert vergleicht die weltweit  vorhandenen Ressourcen mit einem Glas Wasser: Der menschliche Fortschritt zehrt dieses Wasser, bis es gänzlich verschwunden ist. Die Sicherung eigener Rohstoffe wäre seiner Meinung nach auch durchaus ein Grund, um einen globalen Krieg anzuzetteln. Der amerikanische Geologe Marion King Hubbert war der wohl erste, der diese Verknappung voraussah. Jedoch käme es nicht darauf an, wie lange die Ressourcen noch vorhanden sind, sondern eher, wann die Verknappung  in der Bevölkerung spürbar ist, denn es ist schlichtweg unmöglich, das Ende der natürlichen Vorkommnisse zu berechnen. Probleme entstehen dann, wenn deren Abbau so ineffizient ist, dass die Kosten den Nutzen übersteigen. Wenn man die momentanen Reserven auf der Welt an Erdöl vergleicht, geht der mittlere Osten eindeutig als Sieger hervor. Im Jahr 2005 besaßen sie eine Reserve von über 740 Milliarden Barrel (entsprechen etwa 86,83 Billionen Liter). Europa schafft es mit 140 Milliarden Barrel (etwa 16,42 Billionen Liter) immer noch auf Platz zwei.
Die USA als Weltmacht und größter Erdölverbraucher haben dabei eines der größten Probleme: ihr Vorrat deckt gerade einmal die nächsten 8 Jahre ab.
Man erkennt, dass es unumgänglich ist, in der Forschung nach alternativen Energien zu suchen und diese effizient zu nutzen. Sonnenenergie und Wasserstofftechniken werden wohl den zukünftigen Markt als nie endende Ressource erobern – wenn es bis dahin nicht zum Krieg gekommen ist.

05.04.2007
Drei leckere Rezepte für Blätterteigsnacks

Bei dem tollen Wetter der letzten Tage wollen wir euch ein paar leckere Rezepte vorstellen, die sich prima für eine spontane Sommerparty eignen:

Schinkenhörnchen
(für etwa 5 bis 8 Personen)
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten
Backzeit: ca. 20 Minuten

Zutaten
2 Packungen Blätterteig, fertig ausgerollt
250 g Schinken, roh oder gekocht
Eine kleine Zwiebel
3 Teelöffel Petersilie
2 Esslöffel Sahne
1 geschlagenes Ei
Pfeffer, Salz

1. Ofen auf 200°C vorheizen.

2. Zwiebeln und Petersilie fein hacken, Schinken klein schneiden.
 Zwiebelstücke in der Pfanne andünsten, bis sie leicht braun werden. Den Backofen auf 200°C vorheizen.

3. Schinken, Zwiebeln, Petersilie und Sahne in einer Schüssel mischen, mit Pfeffer und Salz pikant würzen (falls die Füllung zu flüssig wird, am besten etwas Semmelbrösel dazugeben, die die Sahne dann binden).

4. Den Blätterteig ausrollen und mit dem geschlagenen Ei bestreichen. Blätterteig einmal längs durchschneiden, die Hälften in Quadrate aufteilen. Die Quadrate nochmal quer durchteilen, sodass Dreiecke entstehen.  

5. Etwas Füllung (ca. einen TL pro Hörnchen) auf die Grundseite jedes Dreiecks geben und die Dreiecke von der Grundseite zur Spitze hin aufrollen. Die Spitzen umbiegen und die Hörnchen auf ein Backblech mit Backpapier legen (Hörnchen nicht zu dicht beieinander legen, da der Blätterteig beim Backen stark aufgeht!). Hörnchen mit Ei bestreichen.

6. Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und backen, bis die Hörnchen goldbraun geworden sind. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Tipp: Nicht zu viel Füllung auf ein Dreieck legen, sonst könnt ihr sie nicht mehr richtig zusammenrollen. Die Füllung sollte auch nicht aus dem Hörnchen herausquellen.

Baklava- Röllchen
Zubereitungszeit: ca 20 Minuten
Backzeit: ca. 20 Minuten

Zutaten:
Füllung:
100 g Walnüsse, feingehackt
1 EL feiner brauner Zucker
1 TL Zimt, fein gemahlen
20 g zerlassene Butter

Teig:
2 Packungen Blätterteig, fertig ausgerollt
1 Ei

Zuckerüberzug:
1 EL Honig
2 TL brauner Zucker

Ofen auf etwa 200 ° C vorheizen.

1. Butter in einer Pfanne zergehen lassen.
Für die Füllung Butter, Walnüsse, Zucker und Zimt in einer kleinen Schüssel gut verrühren.

2. Blätterteig auf einem Brett ausbreiten und in kleine Rechtecke schneiden (ca. 7x 5 cm).
Mit geschlagenem Ei einstreichen.

3. Etwas Füllung (ca. 1 TL) an die kurze Seite jedes Rechtecks legen und einrollen. Die Enden des Röllchens leicht zusammendrücken.
Röllchen auf ein Backblech mit Backpapier legen und mit Ei bestreichen.

4. 1 EL Honig und 2 TL braunen Zucker mit etwas Wasser verdünnen und in einer kleinen Schüssel anrühren.

5. Im vorgeheizten Ofen backen, bis der Teig leicht braun ist. Herausnehmen und die Baklava- Röllchen mit dem Zucker-Honig-Gemisch bestreichen.
Zurück in den Ofen schieben und noch einmal einige Minuten backen, bis die Röllchen gold- bis dunkelbraun sind.

6. Herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Tipp: Die Baklavaröllchen nicht zu groß machen, sonst werden die beim Backen zu unhandlichen Rollen.

Pizza- Ecken
Zubereitungszeit: ca. 20 min
Backzeit: ca 20 min.

Zutaten:
2 EL Öl
4 Zwiebeln, in dünne Scheiben geschnitten
2 Blätterteige, fertig ausgerollt
90 g Pesto aus getrockneten Tomaten (also rote Pesto)
Oliven, fein gehackt oder 10 Anchovis, feingehackt
15g frische Basilikumblätter, fein geschnitten

1. Den Backofen auf 200° C vorheizen. Das Öl in einer Pfanne oder einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin dünsten, bis sie glasig und goldgelb geworden sind. Abkühlen lassen.

2. Jeden Blätterteig auf ein leicht gefettetes Backblech legen. Den Tomatenpesto gleichmäßig darauf verteilen und mit Zwiebeln bestreuen.

3. Anchovis bzw. Oliven ebenfalls gleichmäßig darauf verteilen und 20 Minuten backen, bis der Teig aufgegangen und goldbraun ist.

4. Etwas abkühlen lassen und in Quadrate schneiden. Warm oder zimmerwarm servieren.

Frühestens 2 Stunden vor dem Servieren backen.

Tipp: Anchovis sind nebenbei bemerkt kleine, würzige Sardellen, die man vor allem in Amerika sehr gern auf Pizza isst. Mit Oliven stattdessen schmecken diese Pizzaecken aber ebenso gut.

Tipps:
–    Fertigen, ausgerollten Blätterteig bekommt ihr handlich zusammengerollt in allen möglichen Supermärkten, beispielsweise im Kühlregal bei Aldi.
–    Beim Backen von Blätterteig unbedingt darauf achten, dass er nicht schwarz wird, also rechtzeitig aus dem Ofen retten, sonst wird er bitter und ungenießbar.
–    Den Ofen immer früh genug vorheizen.