Ferienseminar am 09. und 11. Okt.

Am 09. und 11. Oktober findet unser jährliches Ferienseminar zum Einstieg in den Journalismus statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen! In unserer Redaktion in SB jeweils von 10-15 Uhr.

05.02.2007
Die Vorherrschaft der Alten in den Bänken hat schon längst begonnen

„The best time of the year“ so wird in Sarah Conners Weihnachtshit „The best side of life“ die Zeit um den 24. Dezember beschrieben; aber nicht nur für zahlreiche Sänger boomt das Geschäft in dieser Zeit, sondern auch für die Kirche.

Die Besinnlichkeit der Adventszeit treibt immer mehr Menschen in die großen Gemäuer, bis hin zu dem vermeintlichen Höhepunkt des Kirchenjahres: der Heilige Abend. Der einzige Abend im Jahr an dem alle Kirchenbänke besetzt sind, der einzige Abend an dem es sich lohnen würde, den Klingelbeutel zu stehlen, der einzige Abend an dem es junge Leute in die Kirche zieht. Doch auch eine so große Gemeinde offenbart schnell ihre Schwächen und versagt regelrecht bei allem was nicht das „Vater Unser“ ist. Ein kirchliches Armutszeugnis!

Aber woher resultiert dieses Armutszeugnis? Die Kirche ist doch voll?

Ja schon, aber leider nur an Weihnachten, denn für den Rest des Jahres bildet die Generation ab 60 die absolute Majorität in den Kirchenbänken; die Frage ist nur wie lange verbleiben diese Kirchgänger noch, denn Leute unter 20 Jahren und im mittleren Alter, welche diesen Platz einnehmen könnten, findet man so gut wie nie. Die Kirche stirbt aus!

Aber warum haben alte Menschen die Vorherrschaft in der Gemeinde inne und junge Menschen wenden sich ganz und gar von ihr ab?

Die Antwort auf diese Frage ist vielschichtig und bedarf oft subjektiver Prüfung, aber einige Fakten liegen für jeden klar auf der Hand.

So zeigt sich, dass in der katholischen Kirche die Enzyklika „Humanae Vitae“ (25.Juli 1968), welche die Antibabypille verbietet, bis heute nicht als wiederrufen gilt, sich der Papst immer noch gegen Kondome ausspricht, obwohl jährlich weltweit Millionen Menschen an den Folgen von HIV sterben, auch Jugendliche in Deutschland. Da fragt man sich, wie man als Jugendlicher da einen Bezug zur Kirche aufbauen soll, wenn sie nur nach dogmatisierten Regeln handelt, fernab von den Ängsten und Nöten der Jugend. Aber nicht nur die hierarchische katholische Kirche fehlt hier, auch in anderen kirchlichen Bereichen wird die Jugendförderung viel zu wenig unterstützt.

Was daraus resultiert ist auf heutigen Straßen sichtbar: entmutigte Jugendliche, die einfach nur noch „vor sich hinleben“, Wideraufleben eines neuen nationalistischen Gedankengutes und viele weitere Ausschweifungen, die darauf schließen lassen, dass der Jugend von heute etwas fehlt. Es fehlt ihnen der Glaube, nicht unbedingt der Glaube an Gott, aber der Glaube, der sie Toleranz lehrt, der ihnen Kraft für ihren Alltag gibt und vor allem der Glaube, der sie hält, wenn niemand sonst für sie da ist. 

Insofern kann man nur hoffen, dass die Kirche zu den Jugendlichen findet, damit diese zum einzigartigen Gut des Glaubens finden können.

Denn die Amtskirche mag jetzt schon ein Auslaufmodell sein, das mit sicherer Wahrscheinlichkeit in spätestens 30 Jahren seinem Ende zugeht, aber den Glauben darf dieses Schicksal nie einholen.

 

 

Jan Klein

02.02.2007

Übersetzt hat das Wort eigentlich noch niemand, aber wenn man dem Duden Glauben schenken darf heißt es so viel wie „gute Gesundheit“.  Modernere Definitionen verbinden Wellness mit Wohlbefinden, Fitness und Sport, also eine Steigerung des geistigen, seelischen und körperlichen Wohlbefindens. Dabei ist es besonders in den letzten Jahren zur inflationären Verwendung des Begriffes „Wellness“ gekommen. Viele Badeanstalten, Kurhäuser oder Saunabetriebe schmücken sich mit dem schönen Wort „Wellness“, meistens um ihr Angebot aufzuwerten. Dabei sollte die Qualität aber im Vordergrund stehen. Also nicht überall, wo Wellness draufsteht ist, Wellness drin. Ein einheitliches Qualitätssiegel gibt es aber nicht. Hier muss man sich auf Reiseführer oder auf Mund zu Mund Propaganda verlassen. Dennoch nimmt die Bedeutung von Wellness in unserer rastlosen Gesellschaft stetig zu, überall in der Republik werden neue Einrichtungen in Betrieb genommen. Auch als Arbeitgeber wird die Wellnessindustrie zunehmen interessant. Private Berufsschulen bieten derzeit die Ausbildung zum Wellnesstrainer an. Einige Experten schätzen das Potential der Wellnessberufe auf über 5 Millionen Arbeitsplätze im Jahr 2020 sehr positiv ein.

Schaumbergbad Tholey

Das Schaumbergbad ist ein modernes Erlebnisbad im Norden des Saarlandes. Es wurde als erstes Erlebnisbad im Saarland gebaut und ständig modernisiert. Das Besondere am Schaumbergbad ist die Gestaltung des Bades im römischen Stil. Im Bad wird Wellness groß geschrieben. Das Angebot reicht von einer schönen Saunalandschaft mit vielfältigen Massageangeboten bis hin zum Whirpool in der Badelandschaft. Ein besonders schönes Erlebnis im Winter ist das Außenbecken. Hier kann man bei frostigen Temperaturen angenehm im heißen Wasser planschen und auch schon mal eine Schneeballschlacht veranstalten.

Nähere Informationen unter: www.schaumbergbad.de

Du willst Wellness einmal hautnah erleben?

Dann schick einfach eine E – Mail an gewinnspie[a]chilly-magazin.de und gewinne je drei Gutscheine zu 20,00 Euro für das Schaumbergbad in Tholey.

 

 

02.02.2007

Für eine neue Auflage des Erfolgsspiels Monopoly geht Hasbro ganz neue Wege. Die neue Ausgabe, die als Deutschland-Edition erscheinen wird, wird die Spielplanbelegung erstmals demokratisch übers Internet entschieden.

 
In einer Vorauswahl wurde die Bundesrepublik in 4 Gebiete aufgeteilt (Nord, Süd, Ost und West). Aus jeder dieser Zonen wurden neun Städte ausgewählt. Aus diesen 38 Städten können es jedoch nur 22 auf den Spielplan schaffen, deshalb läuft zur Zeit im Internet eine Abstimmung, in der die beliebtesten Plätze bestimmt werden. Die Stadt, die am Ende der Abstimmung die meisten Stimmen hat, wird den Platz auf der Schlossallee einnehmen. Die Stadt, die sich letztendlich auf Platz 22 befindet bekommt das Feld der Badstraße und schafft es als letzte auf das Monopoly-Brett.

 
Doch bereits in der ersten Abstimmungswoche wurde man auf ein Problem aufmerksam. Von allen 38 Städten stammte keine einzige Stadt aus dem Saarland. Nach einer erfolgreich gemeisterten Unterschriftenaktion, wurde Saarbrücken am 24.01.2007 nachträglich hinzugefügt und stieg von Null auf Platz 1 ein.

 
Um den Rang der Schlossallee ins Saarland zu holen, muss jedoch noch viel passieren. Deshalb heißt es jetzt wählen! Einfach auf www.monopoly.de gehen, sich anmelden und für Saarbrücken stimmen.

 
Übrigens: Abstimmen kann man einmal pro Woche.

29.01.2007
A Matter of Life and death

Schleyerhalle Stuttgart, 7.12.06: 15000 Menschen stehen dicht gedrängt in der riesigen Halle, bilden ein dunkles Gemisch aus Jugendlichen in fantasievollen Bandshirts, Altrockern und dem ein oder anderen, teilweise etwas deplaziert wirkendem Normalo. Die Luft dick und brühwarm, schwer von Zigarettenrauch. Ich stehe etwa 5 Meter von der Bühne entfernt und sehne mit verzweifelt nach einem Schluck Wasser. Neben mir führen mehrere Metaller ein angeregtes Gespräch über das neue Album.

In diesem Moment gehen die Lichter aus. Ein ohrenbetäubendes Geschrei und Gejubel erhebt sich und ich werde plötzlich von drängelnden Menschen etwa 2 Meter nach vorne geschoben. Ich finde mich an dem schweißverklebten Rücken eines langhaarigen Riesen gepresst wieder, als ich mich angeekelt befreien will, trifft mich ein verirrter Ellenbogen am Hinterkopf. Ich drücke mich zur Seite durch, weg von dem Riesen und ein freundlicher blickender Junge lässt mich vor. Ich atme erst mal durch. Die rauchige Luft lässt mich husten, ein Scheinwerfer blendet plötzlich meine Augen und das Verlangen nach frischem, klarem Wasser ist so groß wie nie zuvor.

In diesem Moment fängt sie Musik an und alles andere ist mit einem Mal vergessen. Aber was ist das eigentlich für eine Band, für die sich diese ganzen Menschen hier versammelt haben, was für ein Album?

Es handelt sich, wie der Titel schon sagt, um Iron Maiden. Wissenswert wäre, dass es sich um eine britische Band handelt, die 1975 gegründet wurde, aus 6 Mitgliedern besteht und recht großen stilistischen Einfluss auf viele der heutigen großen Metalbands hatte. Ihr Maskottchen heißt Eddie und ist mindestens genauso berühmt wie die Band selbst.

Doch was uns hier eigentlich interessiert ist die Musik. Seit 1980 wurden 13 Studioalben veröffentlicht. Das neuste ist „A Matter of Life and Death“, erschienen Ende August dieses Jahres. Es kommt relativ schlicht wirkend in dunkelgrün und grau daher, das Titelbild ist wieder einmal recht faszinierend: ein bewaffneter Eddie, der auf einem heranrollenden Panzer steht, ihm Hintergrund das zerstörte Schlachtfeld, vor dem Panzer mehrere abgerissen wirkende Soldaten, allesamt Skelette.

Die Musik, die uns innen erwartet, passt zum Cover: manchmal etwas düster, mal melancholisch, mal kraftvoll und viel tiefer, als es beim ersten Hören scheint.

Tatsächlich ist die Musik gegenüber dem Vorgänger, Dance of Death (erschienen 2003), melodischer geworden, erinnert höchstens hier und da an das Konzept von Stücken wie „Dance of Death“, dem Titelsong des letzten Albums, oder „Paschendale“. Was auffällt sind die oft außergewöhnlich kraftvollen Refrains, beispielsweise beim zweiten Track von „Matter of Life and Death“, „These Colours don’t run“, meist vor allem getragen durch Dickinsons Stimme, unterlegt von Bass und drei Gitarren. Darin erinnert das Album an gewisse Stücke von „Brave New World“, dem vorletzten Studioalbum, erschienen 2000. Damals klangen vor allem die Gitarren jedoch noch deutlich härter und spröder. Beim neuen Album sind die Klänge deutlich abgerundeter, was vor allem bei Tracks mit diesen wunderschönen, langsamen Eingangssequenzen, wie „The Reeincarnation of Benjamen Breeg“ auffällt. (Wer eigentlich Benjamin Breeg ist, ist übrigens bis heute ungeklärt.) Das gleiche gilt für Soli, die weniger aggressiv sind als beispielsweise bei Metallica oder Judas Priest, dafür melodischer.

Was mich persönlich an der Musik jedoch immer wieder fasziniert, ist diese unterschwellige Spannung, die hier und da unter den Riffs liegt, ansteigt und dann ganz plötzlich frei wird, wie beispielsweise im Anfang von „ The Longest Day“ und ganz besonders im Abschlussstück „The Legacy“. Darin geht es um Zerstörungen durch den Krieg, auch in den Seelen der Überlebenden: düster, dabei faszinierend und absolut gelungen.

Etwas simpler sind „Out of the Shadows“, das abgesehen von einem guten Refrain und einer recht schönen Schlusssequenz eigentlich nicht so viel zu bieten hat und „The Pilgrim“, das zwar einen genialen Anfang hat, aber ansonsten eher an Stücke vom „Fear of the Dark“-Album erinnert. Was auf dem Werk von 1992 noch überzeugend ist, hat man inzwischen einfach schon zu oft gehört.

Insgesamt ist „A Matter of Life and Death“ eine absolut lohnende Investition. Es gibt beim ersten Hören zwar kaum Stellen, die sich sofort richtig im Ohr festsetzen, aber je öfter man es hört, desto mehr erkennt man, dass das Gesamtwerk ein abgerundetes und gelungenes Album ist.

Die weite Reise nach Stuttgart anzutreten, um das ganze live zu erleben, hat sich dann übrigens auch noch absolut gelohnt. Es war zwar sehr anstrengend, aber die Musik und die Stimmung waren fantastisch und neben den Stücken aus dem neuen Album, das komplett durchgespielt wurde, verblassten die älteren Klassiker, die die Band am Ende noch zum Besten gab, sogar etwas.

 

Katharina Wenz