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12.07.2007
Kunstausstellung in Kassel geht in die 12. Runde

1955 wurde eine der bedeutendsten Kunstausstellungen von dem kasseler Künstler Arnold Bode ins Leben gerufen. In diesem Sommer findet nun noch bis zum 23.09. die zwölfte documenta statt.

Die Struktur der Ausstellung verändert sich jedesmal, denn alle fünf Jahre gibt es eine neue Leiterin, die ihren Charakter neu erfindet. 650.000 Besucher/innen bei der letzten documenta zeigen, dass dieses Konzept aufgeht.

Die diesjährige documenta stellt sich und ihrem Publikum die Fragen: „Sind die Menschen in der Lage trotz aller Unterschiede auf eine gemeinsame Zukunft zu bleiben?“ und „Wie müssen wir uns auf die Globalisierung vorbereiten?“.

Am 29.Juni meldete die Leitung der dokumenta dass bereits über 100.000 Besucher registriert wurden. Somit verspricht die Austellung auch dieses Jahr ein voller Erfolg zu werden.

11.07.2007
- Erster Teil –

Von Melbourne nach Barcelona„Wongar Australian House“Das „Wongar Australian House“ liegt ein wenig versteckt in Alt-Saarbrücken, nicht weit vom Schloss entfernt. Es ist gemütlich und ein bisschen eng, mit freundlicher, warmer Atmosphäre. Alles hier erinnert irgendwie an Australien, von den Holzstühlen mit dem Känguru darauf bis zu der Aborigineekunst an den bunt gestrichenen Wänden und der hölzernen Speisekarte. Die Karte ist nicht besonders groß, dafür umso vielfältiger. Es gibt Krokodilfleisch und Kamel, Salate und interessant klingende kalte Vorspeisen. So fällt die Wahl dann auch gar nicht leicht. Känguru oder Kamel? Oder Krokodil? Oder wäre das nicht vielleicht doch etwas arg exotisch?Zum Glück gibt es Platten auf denen man die verschiedenen Varianten ausprobieren kann.Das Essen braucht eine Weile, schmeckt dann aber auch sehr lecker. Das Fleisch ist ganz zart gebraten und gut gewürzt und vor allem die Fruchtsoße dazu schmeckt auch sehr interessant. Als Beilage gibt es Country Potatos, also selbst geschnittene, krosse und scharfe Pommes Frites. Der Salat ist auch frisch und gut angemacht: übrigens im Gegensatz zu den normalen Australischen Restaurantgepflogenheiten, nach denen der Salat immer unangemacht serviert wird. Anscheinend kann man auch noch exotischere Häppchen – z.B. Schlange – vorbestellen. Insgesamt ist man sich einig, dass sich das Warten gelohnt hat. Das hatte zuvor jedoch auch schon die nette und schnelle Bedienung ausgeglichen. Mit 15 – 23 Euro war das Essen nicht ganz billig, allerdings auch von sehr guter Qualität. Außerdem sind die Portionen sehr reichlich, zwei Platten reichen also locker auch für drei Personen. Die Vorspeisen sind auch um einiges billiger und klingen zum Teil auch schon recht interessant. Einige enthalten auch Schinken oder Filet. Entgegen des ersten Eindrucks gibt es auch vegetarische Teller, da allerdings keine all zu riesige Auswahl. Insgesamt lohnt das „Wongar Australien House“ durchaus einen Besuch – auch für nicht Australien-Reisende. Wer jedoch schon einmal in „Down-Under“ war, in dem werden hier viele gute Erinnerungen an das Land aufsteigen, vor allem was die lockere, gemütliche Stimmung angeht, die man in Deutschland leider immer seltener findet.  Wongar Australian HouseAltneugasse 19Saarbrücken(Parken am besten in der Franz-Josef-Röder-Straße oder auf dem Kirchvorplatz.)  Tel.: 0681/5897215 Das „Zapata!“Schon im Vorhof schlägt uns der verführerische Duft entgegen, der einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Durch den gemauerten Torbogen hört man Stimmen und Gelächter. Nähert man sich, findet man einen lauschigen Innenhof vor, mit Tischen zum draußen sitzen und den Eingang zum Restaurant „Zapata!“. Im Innern ist es ein wenig voll und laut, überall herrscht ausgelassene Stimmung. Kellnerinnen eilen mit voll beladenen Tabletts mit Cocktails und Essen zwischen den Tischen hindurch. Es riecht nach frischem Reis, scharfen Gewürzen, Meeresfrüchten. Irgendwie beschleicht einen das seltsame Gefühl, diesen kühlen, etwas regnerischen Saarbrücker Sommer verlassen zu haben und mitten in Spanien zu stehen. Wir finden einen kleinen Tisch und sind überrascht, als trotz des starken Betriebs schon nach wenigen Augenblicken eine Kellnerin vor uns steht um die Bestellung auf zu nehmen. Doch die Entscheidung fällt schwer. Einige Gerichte sind nur auf Spanisch bezeichnet, aber im Notfall hilft die Bedienung weiter. Es gibt viele Gerichte mit Meeresfrüchten (zum Beispiel Gambas, Arroz Negro), vegetarische Teigtaschen, aber auch Fleisch. Alles klingt irgendwie fremd; Wiener Schnitzel und Pommes findet man hier wohl kaum. Das Essen braucht dann eine Weile, schmeckt aber sehr lecker, wenn auch ungewohnt. Der schwarze Reis (Arroz Negro) ist anscheinend mit Tintenfisch eingefärbt.Alles ist super gewürzt und es scheint tausend verschiedene Geschmacksrichtungen zu geben, scharf, süßlich, noch schärfer, salzig, alles nebeneinander. Daneben gibt es eine riesige Auswahl an Tapas und Cocktails. Die Preise sind für so leckeres Essen echt in Ordnung, man kann mit etwa 6 – 10€ im Durchschnitt für einen Teller rechnen. Die Cocktails liegen zwischen 4€ und 7€. Das „Zapata“ ist wie ein kleines Stück Barcelona gut versteckt hinter dem Filmhaus; es gibt viel Stimmung, gemütliches Ambiente, freundliche Bedienung und gutes Essen und dieser Ort ist gerade zu ideal, um einen Abend im Kino zu abzuschließen. Die Tapasbar wurde übrigens vom „Feinschmecker 2003“ gekürt. Um sie zu erreichen, muss man in den Hof gehen, in dem das Filmhaus liegt, an eben diesem vorbei und durch den großen Torbogen.   ZapataMainzer Str. 866111 Saarbrücken Tel: 0681/375647

11.07.2007
Hamaz und Fatah – Palästina kommt nicht zur Ruhe

Militärisch gesehen ist die radikal – islamische Hamas klarer Sieger im Gazastreifen. Sie hatte in lang vorbereiteten, dreitägigen Gefechten mit ihren gut ausgebildeten und – dank dem Iran – gut ausgerüsteten Milizen die schwachen Fatah – loyalen Regierungs-, Miliz- und Polizeitruppen vernichtend geschlagen und aus dem schmalen Küstenstreifen Gaza vertrieben. Aber auch politisch gehen die Islamisten gestärkt aus dem Konflikt heraus: Nach ihrem Sieg bei den Legislativratwahlen 2006 haben sie nun endgültig die rivalisierenden Gemäßigten aus allen Ebenen der Obrigkeit vertrieben, das Gewaltmonopol an sich gerissen und die Macht über ein Drittel des palästinensischen Volkes erlangt . Ob der Sieg der Hamas ein Erfolg für das Volk der Palästinenser und ihre Sache ist, darf allerdings bezweifelt werden. Im Gegenteil: In den Straßen Gazas starben nicht nur unzählige Menschen, sondern auch die Hoffnung auf einen eigenen, souveränen Staat Palästina. Schließlich sind die Palästinenser jetzt nicht nur mehr geographisch getrennt, sondern auch ideologisch tief gespalten. Während im Westjordanland die gemäßigte Fatah mithilfe einer Notstandsregierung weiterhin Kompromisse mit Israel anstrebt, zielen die Radikalen in Gaza unbeirrbar auf einen islamischen Gottesstaat und die Vernichtung Israels ab. Dabei ist das Töten jüdischer Zivilisten durch Terroranschläge und Raketenangriffe nicht nur ein Mittel zum Erreichen ihrer politischen Ziele, sondern selbst schon Zweck. Langfristig gesehen ist die Hamasherrschaft also keine Option für das Wohl der Bewohner Gazas: Weder die internationale Gemeinschaft, noch Israel wird sich auf Gespräche mit Terroristen einlassen. Und militärisch werden sich die Islamisten niemals gegen die hochgerüsteten, modernen und erfahrenen Streitkräfte Israels durchsetzen können. Aber auch kurzfristig gesehen wird die Hamas nichts verbessern: Die ohnehin wirtschaftlich stark geschwächte Region ist völlig vom Wohlwollen der Israelis abhängig, welche den Warenverkehr, die Strom- und Benzinversorgung kontrollieren. Auch der internationale Geldstrom ist versiegt und wird für die Radikalen nicht wieder fließen. Außerdem: Sollte die Hamas ihre Milizen nicht unter Kontrolle bekommen, werden Israels Reaktionen wohl wieder härter ausfallen. Gelingt es den gemäßigten Kräften unter den Palästinensern nicht, den Einfluss und die Macht der Hamas im Gazastreifen zu brechen, wird der Frieden auf lange Zeit das Heilige Land meiden.

10.07.2007
Eine Nachwuchsband…jetzt schon ganz groß!

„Geil! Die sind einfach nur spitze“ und ,,Sie machen einfach die geilste Musik“… Worte, die man von jedem Jugendlichen hört, der das diesjährige Halberg Openair besucht hat.      Ob groß, ob klein… Nevada Tan hat sie dieses Jahr alle gerockt!Die sechsköpfige Band wurde dieses Jahr in Hamburg gegründet. Ihre erste Single ,,Revolution“ veröffentlichten sie am 30. März und machten sie zum bundesweiten Charthit! Ein weiterer großer Song und das passende Debütalbum blieben kurz darauf auch nicht aus: ,,Vorbei“ aus dem Album ,,Niemand hört dich“.Die Jugendzeitschrift BRAVO und der Musiksender VIVA unterstützen die Karriere der Jungs. Zu Anfang wurden sie nur mit leicht vermummten Gesichtern gezeigt und Portraits wurden im Mangastil abgedruckt. Genauso japanisch wie ihre Bilder ist auch der Bandname, der nicht ohne Bedeutung ist: Am 1. Juni 2004 tötete eine 11-Jährige Grundschülerin ihre 12-Jährige Klassenkameradin. Seit dieser Tat wurde sie aufgrund ihres Geschlechts und ihres Alters zu einem Internet-Phänomen. Nevada Tan war ihr Deckname, denn das japanische Gesetz verbietet es die Namen minderjähriger Täter zu veröffentlichen. Aber nach eigenen Aussagen der Band geht es ihnen nicht um die Tat als solche, sondern um die Gründe, die das Mädchen zu so einer Gewalttat verleitet haben. Dazu der Gitarrist der Band: ,,Wir haben den Namen ´Nevada Tan´ bewusst gewählt, um allen zu zeigen, was mit jungen Leuten heute passiert: Es interessiert sich doch niemand mehr für die Probleme von Jugendlichen! Niemand hört ihnen zu! Wir werden immer nur in Schubladen gesteckt und runter gemacht! Kein Wunder, dass manche Kids deshalb krass reagieren – auch wenn Gewalt natürlich niemals eine Lösung sein kann!“Nevada Tan sind Timo Sonnenschein (19), David Bonk (18), Jan Werner (18), Juri Schewe (20), Christian Linke (19), sowie Franky, Frank Ziegler (19). Sechs Jungs, sechs Freunde, die sich gegen das Unverständnis gegenüber ihrer Generation wehren. Anstatt ihrem Frust durch körperliche Gewalt Ausdruck zu verleihen, verpacken sie ihre Gedanken in Liedtexte und geben in feinster Nu Metal Manier Vollgas. Daher auch der Name ihrer Debütsingle: Revolution. Für alle richtigen Fans: Hier die Insider Facts über Nevada Tan!** Ursprünglich aus Neumünster in Schleswig-Holstein, nun leben und arbeiten sie in Hamburg. ** DJ Jan: „Wir sind große Manga-Fans. Wir wollten am Anfang nicht unsere wahren Gesichter zeigen, um eine gewisse Spannung zu erzeugen.“ ** DJ Jan verbarg sein Gesicht bisher hinter einer Maske. Über die Gründe reichten die Spekulationen der Fans von „sein Gesicht wurde bei einem Autounfall entstellt“ bis zu „Jan ist in Wirklichkeit Tom von Tokio Hotel.“ In BRAVO 25/2007 nahm er exklusiv für BRAVO seine Maske ab. ** Zu ihrer ersten Single existieren 6 Videofassungen. ** Rapper Timo schmiss die Schule während der 11. Klasse, weil er von seinen Mitschülern gemobbt wurde. Ab da machte er professionell Musik. ** Der Proberaum von Nevada Tan befindet sich in einem Luftschutzbunker im Hamburger Stadtteil Barmbeck. Eine Heizung gibt es nicht. Deshalb ist es dort selbst im Sommer nur wenig über null Grad Celsius! Weil die Verstärker und Instrumente so viel Strom verbrauchen, fliegt beim Zuschalten des Heizlüfters oft die Sicherung raus! ** Franky war in jüngeren Jahren ein Schläger. ** Alle hassen es, wenn in der Nähe geraucht wird. ** Viele Familienmitglieder von Christian wohnen in Australien. ** Drummer Juri war in der Schule richtig gut – sein Abischnitt beträgt 1, 5! **