Fotoseminar mit Dennis Keller|15.9

Am 15. September findet unser Fotoseminar für Einsteiger mit Dennis Keller von Ungekocht Geniessbar statt. In den Chilly-Redaktionsräumen (Mainzer Straße 30 in Saarbrücken, neben Kletterzentrum) | 10-15 Uhr Anmeldung unter: post@chilly-magazin.de

05.06.2007
,,Es ist doch immer ein bisschen Scheiße im Fleisch“

Mit Kolibakterien verseuchtes Burgerfleisch, illegale Arbeitskräfte und  hoher Zeitdruck ergeben den BIG ONE. Er ist der Verkaufschlager unter den Burgern in Richard Linklater’s neustem Film „Fast Food Nation“.
Don Henderson (Greg Kinnear), der „Erfinder“ dieses Burgers und Marketingchef der amerikanischen Fastfoodkette Mickey’s, stellt nach einem Befund von Kolibakterien in seinem BIG ONE fest, dass der Schein seiner Firma trügt. Er macht sich auf die Suche nach den Ursachen für den Kolibakterienbefall, gelangt bis zur verantwortlichen Fleischfabrik (UMP) und ihm wird klar, dass der Zeitdruck, der dort auf die Arbeiter ausgeübt wird, die Hauptursache ist für das verseuchte Fleisch ist. Schnell rotierende Fließbänder lassen den Arbeitern wenig Zeit die Innereien richtig herauszulösen, was bedeutet, dass auch öfters der „Darminhalt über das Fleisch fließt“.
Parallel zur Story von Don Henderson wird die Geschichte der Geschwister Coco (Ana Claudia Talacón) und Sylvia (Catalina Sandino Moreno), sowie von Sylvias Mann Raul (Wilmer Valderrama) erzählt. Alle drei sind illegale, mexikanische Einwanderer, die zum Teil in der besagten Fleischfabrik (UMP) Arbeit finden. Gefährliche Arbeitsbedingungen führen dazu, dass sich Raul schwer verletzt. Die Geschäftsleitung der Fleischfabrik kümmert dies wenig, denn vor der Tür wartet eine neue „Ladung“ illegaler Einwanderer, also potenzielle billige Arbeitskräfte.
Der Film ermöglicht einen Blick hinter die Fassade der riesigen Fastfoodketten, es ist jedoch schwer nachvollziehbar, dass sich ein solcher Skandal auch hinter den Türen von M.C.D oder B.K. abspielt, da eine rein fiktive Geschichte über eine erfundene Fastfoodkette erzählt wird. Jedoch überlegt man sich bei der ein oder anderen Szene, ob man den Fastfoodrestaurants in der Nähe in geraumer Zeit wirklich noch einmal einen Besuch abstatten soll.
Info Kolibakterien:
Kolibakterien sind Bakterien , die sich in der Darmflora von Mensch und Tier befinden. Nachweise von Kolibakterien in Wasser und Lebensmitteln lassen auf eine Verunreinigung mit Fäkalien schließen.

04.06.2007
Tanzprojekt in Saarbrücken

Am 27. April 2007 war es soweit: Das Schüler-Tanz-Projekt „Der Feuervogel“ feierte Premiere auf der Bühne des Saarländischen Staatstheaters. Die Protagonisten des Balletts sind rund 100 saarländische Schüler und Schülerinnen im Alter von 10 bis 16 Jahren, die aus allen Schulformen stammen. Geleitet und initiiert hat dieses sozialintegrative Tanzstück der britische Choreograf Royston Maldoom, der schon seit 30 Jahren überall auf der Welt mit Kindern arbeitete. Zu internationaler Berühmtheit führte ihn seine Zusammenarbeit mit Berliner Jugendlichen Ende 2002 und Anfang 2003, die in dem Dokumentarfilm „Rhythm is it!“ festgehalten wurde. Die Dokumentation begleitet die tanzunerfahrenen Jugendlichen und den Choreografen mit seinem Team (bestehend aus professionellen Tänzern) während des Entstehungsprozesses des Stückes „Sacre“ unter der musikalischen Leitung von Sir Simon Rattle. Beeindruckend ist nicht nur, auf welch hohem künstlerischen Niveau das Projekt umgesetzt wurde, sondern auch, was Royston Maldoom mit ihm bezweckt: Er will, dass die Beteiligten, gleich aus welchem Milieu sie stammen, zusammenkommen und gemeinsam für ihren Erfolg arbeiten und dabei keinen Unterschied zwischen sozialer Schicht, Herkunft oder Schulbildung machen. Des Weiteren möchte der Choreograf Selbstvertrauen vermitteln. Selbstvertrauen, das Jugendliche (besonders die aus der sozialen Unterschicht) unbedingt brauchen, damit sie Ehrgeiz entwickeln und den Platz im Leben einnehmen, den sie erreichen wollen und nicht den, der von ihnen auf Grund ihres Status erwartet wird. Der Umgang Maldooms mit den Schülern ist streng, um ihnen zu zeigen, dass ihnen nichts in den Schoß fällt, sie für ihre Ziele – egal ob in jeweiligem Tanzstück oder in ihrem Leben – mit Fleiß und Disziplin arbeiten müssen. Vor allem will Royston Maldoom demotivierten Jugendlichen, in einer für sie nicht allzu viel versprechenden Zeit, Hoffnung zurückgeben. Wenn einige der beteiligten Tänzer und Tänzerinnen nach dem Workshop beschließen, einen höheren Schulabschluss anzustreben oder auch nur weiter zu tanzen – wovon zwei Schüler in der Dokumentation sprechen – dann hat der britische Choreograf erreicht, was er wollte. Diese eindrucksvollen Absichten vor Augen, scheint die Grenze im Schaffen von Royston Maldoom zwischen Tanz und wahrem Leben zu verwischen. Und nun ist also Saarbrücken ausgewählt, Austragungsort des Schüler-Tanz-Projektes zu sein. Die am Stück Beteiligten wurden wie jedes Mal nicht nach professioneller Tanzausbildung oder Vorkenntnissen ausgesucht, einzig und allein sollten sie Interesse und Willen mitbringen. Nicht nur im Bereich des Tanzes konnten sich die saarländischen Schüler und Schülerinnen einbringen, sie waren auch im kreativen Bereich der Bühnen- und Kostümgestaltung und als Musizierende im Orchester gefragt. Bei dem Stück, das die Kinder in Szene setzen, handelt es sich um ein Ballett nach der Musik von Igor Strawinsky, das schon auf sämtlichen großen Bühnen der Welt zu sehen war. Der Inhalt des Stückes ist dem eines Märchens gleich: Es wird von einem Prinzen, einem Feuervogel, einem Zaubergarten, Prinzessinnen und Zauberern erzählt. Auf der Bühne des Staatstheaters wird es voraussichtlich nach der Premiere noch vier weitere Male zu sehen sein. 

03.06.2007
Rennspielserie geht in die nächste Runde

Nach Angaben von EA Games erscheint im Herbst der nächste Teil der legendären Rennspiel-Serie Need for Speed. Der mittlerweile elfte Teil trägt den Namen „Need for Speed: Pro Street“ und wird aktuell in Kanada entwickelt.

Ähnlich wie in den letzten Teilen „Carbon“, „Most Wanted“ und „Underground“ steht auch hier wieder das Tuning im Vordergrund.

„Ziel des Spiels ist es, das perfekt getunte Wettbewerbsauto zu bauen, an Showdowns in aller Welt teilzunehmen und in verschiedenen Disziplinen das eigene Können zu beweisen. So wird man sich einen Ruf im Wettkampf gegen die besten Streetracer der Welt erarbeiten können.“, so Larry LaPierre, Execute Producer bei EA.

Die Grafik soll sich im Vergleich zu den vorherigen Teilen nochmals verbessert haben und somit fast schon fotorealistisch wirken. Die Autosculpt-Technologie wurde ebenfalls weiterentwickelt und erlaubt nun die individuelle Anpassung eines Wagens in Bezug auf Leistung und Aussehen. Ein verbessertes Schadensmodell soll dem Fahrer mehr Können abverlangen, da sich Schäden negativ auf die Fahreigenschaften auswirken.

Need for Speed ProStreet erscheint im Herbst für PC und alle gängigen Spielekonsolen. Wie bei allen Spielen der NFS-Reihe erwarten wir auch hier eine Freigabe ab 12 Jahren.

Auf YouTube ist seit einigen Tagen bereits ein kleiner Trailer zu finden, den wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

02.06.2007
Gefährliches Propagandablatt in Umlauf gebracht

Die NPD – Saar hat ihre gefährlichen Aktivitäten im Jugendbereich ausgeweitet und gibt erstmals im Saarland, nachdem sie vor zwei Jahren eine Schulhof-CD verteilt hatte, eine Schülerzeitung heraus. In den Kampagnen der NPD, wie auch dieser, steckt eine große Gefahr. Die Partei gibt sich derzeit nach aussen offen und freundlich, was aber, wenn man sich das Programm der Nationalen und die Gesinnung der Parteimitglieder anschaut, nicht so ist. Die NPD möchte die Abschaffung unserer Demokratie erreichen und die Menschen in ihrer Freiheit beschränken. Die NPD verbreitet eine menschenverachtende Weltanschauung und ausländerfeindliche Parolen und Forderungen. Dieser Tatsachen muss man sich bewusst werden und dem Treiben dieser Partei durch Engagement und Zivilcourage entschlossen entgegentreten.

Die NPD versucht immer wieder durch heuchlerische Propaganda auf sich aufmerksam zu machen. Bei der Landtagswahl 2004 erreichte die NPD im Saarland vier Prozent der Stimmen und hatte dabei leider mit ihren dumpfen Parolen vor allem bei männlichen Erstwählern Erfolg.

Jetzt heißt es Gesicht zeigen für all das was unser Land, unsere Gesellschaft und unsere Demokratie auszeichnet. Gesicht zeigen für ein tolerantes und weltoffenes Saarland.

Die Schülerzeitung der NPD gehört daher nicht auf den Schulhof sondern in den Mülleimer!