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17.07.2007
Sat.1 droht zum billigen Abspielsender zu werden

Sat.1 droht zum gesichtslosen Abspielsender zu werden. Im Vorfeld der heutigen Hauptversammlung der Sendergruppe ProSiebenSat.1 hat Konzernchef de Posch bei Sat.1 vom Senderchef Alberti kräftig aufräumen lassen. Dem brutalen Sparkurs sollen weitgehend alle Informationsprogramme des Senders trotz guter Quoten zum Opfer fallen. Gestern war schon Schluss mit der Sendung „Sat.1 am Mittag“ und „Sat.1 am Abend“, was den Mitarbeitern erst nach der Sendung und teilweise über andere Medien mitgeteilt wurde.

Grund der plötzlichen Programmänderung ist eine angestrebte Gewinnmaximierung des Konzerns, der statt 21 bald 30 Prozent Rendite erwirtschaften möchte. Dazu will man sich insgesamt von 180 Mitarbeitern, vor allem mit kurzfristigen Verträgen, trennen. Bei Sat.1 sollen dabei mit rund 60 Jobs aus dem Nachrichten- und Informationsbereich fast ein Viertel der gesamten Senderbelegschaft verloren gehen.
Was das für den Fernsehzuschauer auf der heimischen Coach heißt, wurde gestern schon deutlich. Statt den Informationsformaten gibt es jetzt Wiederholungen der Sat.1-Gerichtsshows zu sehen. Lediglich die Nachrichten am Abend sollen erhalten bleiben.

Aufgrund der Neuorientierung steht nach Meinung der zuständigen rheinland-pfälzischen Landesmedienanstalt auch der medienrechtliche Status eines Vollformatsenders auf dem Spiel, der eine bevorzugte Einspeisung ins Kabelnetz garantiert. Scharfe Kritk an den Sat.1 Plänen kommt daneben auch aus den Journalistenverbänden und der Politik.

15.07.2007
Jugendstars in Völklingen

Was als Jugendfilm für fußballbegeisterte Jungs gedacht war, ist nun zum Zuschauermagneten für junge Mädels geworden: Sie sind cool und der Schwarm unzähliger Teenager. Und sie drehen Teile der fünften Folge ihres Kinofilms seit vergangenen Dienstag in Saarbrücken und Umgebung, unter anderem in Völklingen: Die „Wilden Kerle“. Jimi Blue, Wilson Gonzales und die anderen Jungschauspieler schlüpfen erneut in die coolen Charaktäre  des Filmerfolgs – und das auf saarländischem Boden. Der Kinofilm soll im Frühjahr 2008 in die Kinos kommen und er wird der letzte sein, wie Regisseur und Drehbuchautor Joachim Masannek am Rande der Dreharbeiten verriet.

14.07.2007
Tisch

Sechs Jahre lang arbeitete Microsoft an einer Neuentwicklung der „Multi-Milliarden-Dollar-Kategorie“. Am 30.05. wurde die neue Technologie dann präsentiert. Ein Computertisch im modernen Sinn. Der PC befindet sich im Innern des Tischs und die grafische Oberfläche wird über Rückprojektion auf die Tischplatte projiziert. Die Bedienung funktioniert über Handbewegungen, ähnlich wie im Kinofilm „Minority Report“. Aus dem Tisch „schauen“ fünf Infrarotkameras die die Handbewegung des Bedieners registrieren und im System umsetzen. Das besondere daran: Das Surface funktioniert mit Multitouch-Technologie. Das heißt dass der Computer mehrere Fingerbewegungen gleichzeitig erfasst und nicht wie ein Touchpad nur eine Bewegung registrieren kann. Anwendung findet dies zum Beispiel bei der Bildbetrachtung. Wenn die Bilder „auf dem Tisch liegen“, also auf der grafischen Oberfläche angezeigt werden, kann der Benutzer durch „Auseinanderziehen“ des Rahmens das Bild vergrößern. Das System basiert auf Windows Vista und die Darstellung erfolgt auf der 30-Zoll-Tischplatte.

Die Testphase soll in diesem Jahr bereits beginnen. Einige dieser Microsoft Surface-Tische werden Ende 2007 an Hotels und Casinos ausgeliefert über die man sich dann Pläne des Gebäudes ansehen kann. In der Vision von Microsoft wird damit gerechnet, dass sich das System auch in Bars und Kneipen durchsetzen wird. So wird auf dem Tisch eine Speisekarte abgebildet, aus der der Gast auswählt indem er seine Wahl in den Einkaufskorb zieht. Auch die Art des Bezahlens verändert sich. Sie erfolgt über eine Karte, die einfach auf den Tisch gelegt wird und sich über W-LAN, Bluetooth oder Wifi mit Surface verbindet. Der Käufer zieht dann die gekauften Symbole auf die Karte.

Weitere Informationen, sowie kleine Videos mit Anwendungsbeispielen gibt’s unter www.microsoft.com/surface

13.07.2007
Klöden und Winikurov starten trotz Sturz

Die beiden Astana-Fahrer Andreas Klöden und Alexander Winokurow sind bei der heutigen Etappe der Tour de France gestartet, obwohl beide gestern auf der Strecke von Chablis nach Autun in einen Sturz verwickelt waren und sich schwer verletzten. Klöden, der zweitplatzierte der Tour, verletzte sich am Steißbein, es wurde gestern bereits gemutmaßt, dass es gebrochen sei. Auch Alexander Winokurow traf es nicht weniger hart: Er musste an beiden Knien und am Ellenbogen genäht werden. Doch allen Meldungen zum Trotz starteten beide bei der heutigen sechsten Etappe. Es bleibt abzuwarten, wie die weitere, schon im Vorfeld skandalumwitterte Rundfahrt für die beiden weitergeht.