Fotoseminar mit Dennis Keller|15.9

Am 15. September findet unser Fotoseminar für Einsteiger mit Dennis Keller von Ungekocht Geniessbar statt. In den Chilly-Redaktionsräumen (Mainzer Straße 30 in Saarbrücken, neben Kletterzentrum) | 10-15 Uhr Anmeldung unter: post@chilly-magazin.de

08.06.2007
In 110 min in der Stadt der Liebe

Für 62 Euro kommt man ab dem 10. Juni 2007 in gut zwei Stunden bequem mit dem ICE vom Eurobahnhof Saarbrücken nach Paris. Zur Eröffnung der Strecke stellt die Bahn sogenannte „Schnuppertickets“ bereit, die für die einfache Fahrt in der Zweiten Klasse 19 Euro kosten. Diese Tickets gibt es nach Angaben der Bahn für Fahrten, die vom 10. Juni bis zum 31. August stattfinden, jedoch sind diese Tickets bereits ausverkauft. Doch die Preise sind nicht endgültig. Die französische Bahn SNCF verlangt für Hochgeschwindigkeitsfahrten auf ihrem Territorium bzw. grenzüberschreitende Fahrten in ICE oder TGV eine Reservierung. Diese Reservierung ist kostenpflichtig. Ebenfalls kostenpflichtig ist, wenn die Kunden ihre Tickets am Schalter kaufen und nicht die Online-Buchung oder die Automaten nutzen. Das schlägt dann mit 5 Euro zu Buche. In  Frankreich werden aber zu diesem Anlass die Bahnpreise geändert und teilweise günstiger, die Deutsche Bahn sieht hierfür jedoch keinen Anlass.

07.06.2007
am 6. Juli 2007

Das lange Warten hat für viele Fans ein Ende, „Unser Ding“ hat das Line-up für das 27. Halberg Open Air bekannt gegeben.  Am Freitag, dem 6. Juli sind ab 12 Uhr mit dabei: 

 

– Hardcut
– Small State
– Reminder
– Asher Lane
– Fertig,Los!
– Itchy Poopzkid
– debbie rockt
– Ian O’Brien-Docker
– Tommy the Clown
– Nevada Tan
– Max Buskohl & Empty Trash
– Boundzound

Zum ersten Mal in der Geschichte des Halberg Open Air treten ausschließlich Liveacts auf. „Wir wollen kein Playback. Das passt einfach nicht zu uns.“,erklärt Programmchef Christian Langhorst. Celina Fries und Frank Falkenauer von Unser Ding werden die Pausen zwischen den Auftritten füllen und durch das Programm des kostenlosen Festivals führen. Wem jedoch das Gekreische und Gedränge vor der Hauptbühne zu groß ist, der kann sich direkt nebenan im Funpark austoben. Dort macht unter Anderem wieder der Mädchen-BusStation, der euch mit aktuellen Schmink- und Stylingtipps versorgt. Außerdem könnt ihr in der Soccer-Arena euer fußballerisches Können unter Beweis stellen und Backstagepässe für das Festival abstauben. Für eine kühle Erfrischung zwischendurch sorgen der Granini-Truck, mit alkoholfreien Cocktails und die Milchshakes der Hochwald-Milchbar. Wie schon im letzten Jahr verkehren Shuttlebusse, die euch vom Römerkastell zum Halberg und zurück bringen.Trotz allem Spaß beim Festival und der Vorfreude auf die Ferien wird auf dem Halberg Sicherheit großgeschrieben. Auch bei der 27. Auflage ist kein Alkohol erlaubt, Glasflaschen und Spraydosen werden bei der Eingangskontrolle aussortiert. Doch dann werden die Sommerferien mit einer gut neunstündigen Party gebührend eingeläutet und der Halberg zum Beben gebracht. Laut Unser Ding wird das diesjährige Festival alles bisher da gewesene in den Schatten stellen. Weitere Infos findet ihr auf www.unserding.de

06.06.2007

Die Gewährleistung der Grundrechte, beispielsweise Versammlungs- oder Glaubensfreiheit ist für die meisten von uns selbstverständlich. Kaum einer hinterfragt, ob im wahren Leben wirklich alle gleich behandelt werden (Art.3 GG) oder ob alle Politischverfolgten im Sinne von Artikel 16a GG in Deutschland Asylrecht genießen.Der Kinofilm „GG19 – 19 gute Gründe für die Demokratie“ will genau darauf aufmerksam machen. Was bedeutet ein Satz wie „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ in der Realität und wie alltagstauglich ist unser Grundgesetz?Der Produzent des Films, Harald Siebler, hat sich gemeinsam mit 25 Drehbuchautoren und 19 Regisseuren mit der Grundlage unserer Demokratie befasst und beleuchtet kritisch deren aktuelle Gültigkeit. Darsteller in den 19 Kurzfilmen sind u.a. Anna Thalbach, Katharina Wackernagel, Anna Loos und Kurt Krömer.Ob die Idee staubtrockene Politik in Popcorn-Kino zu verwandeln geglückt ist, könnt ihr ab sofort im CineStar in Saarbrücken mitverfolgen.Weitere Infos und den Trailer zum Film findet ihr auf www.gg19.de

06.06.2007
Sicherheitstraining

Ein bunt gemischter Haufen sitzt zu-sammen. In einer kleinen Holzhütte am Waldrand. Vor allem junge Menschen, nur eine jenseits der 40, Männer und Frauen überraschend gleich stark vertreten, ins-gesamt ein dutzend. Sie alle sind Teilnehmer beim ADAC-Fahrsicher-heitstraining an der A623 nahe Saarbrücken.Was erwarten sich die zwölf vom Tag, der ihnen bevorsteht. Bei einer Kartenabfrage (man sieht, auch in der Hütte an der Grühlingstraße haben sich neo-pädagogische Einflüsse breitgemacht) soll jeder Teilnehmer seine Erwartungen auf ein gelbes Kärtchen kritzeln und am Schluss wird geschaut, ob die Erwartungen denn erfüllt wurden. „Ich will gucken, was geht und was nicht geht“, sagt einer. Der Trainer sagt: „Schreiben Sie ruhig drauf ‚was geht’!“. Die anderen wollen sich von ihrem Auto überraschen lassen, Sicherheit dazu gewinnen. Eine sagt ehrlicherweise, dass sie die Prozente bei der Versicherung drücken muss und darum heute hier ist. Der Trainer sagt, auch das ist sei ganz legitim. Der Mann heißt Rüdiger Haupt, ist 50 Jahre alt und seit 20 Jahren Trainer beim ADAC. Er sagt über sich selbst, er lache gern, und das sieht man ihm auch an. Er ist eine Frohnatur, wie man so schön sagt, ein kleiner, untersetzter Mann, der offensichtlich Spaß am Leben hat. Beim ADAC arbeitet er nur nebenberuflich, genau wie seine 15 Kollegen. Außerdem betreut er die Trainings aller saarländischen Feuerwehren. Und jedes Jahr macht er selbst eine Fortbildung mit. Es hat geschneit. Die Tannen sind weiß bedeckt, die Straßen auf der Fahrsicherheitsanlage liegen unter einer geschlossenen Schneeschicht. Schnee? In diesem Winter? Auch wenn man sich nicht mehr erinnern kann, ja den gab es tatsächlich.Jeder Teilnehmer fährt in seinem eigenen Auto, alles soll so realitätsnah wie möglich sein. Die Straßen, die durch die Anlage führen, sind nicht geräumt und schlängeln sich durch einen Wald bis zu den beiden Trainingsflächen, die selbst insgesamt 10.000 Quadratmeter groß sind. Die Straßen, über die die Teilnehmer jetzt fahren, können sonst von Fahrschülern genutzt werden, die sich mit ihren Eltern auf die Führerscheinprüfung vorbereiten wollen. Eine der Aufgaben, die an dem Tag auf uns wartet – ich hab es mir natürlich nicht nehmen lassen selbst teilzunehmen – ist ein Slalomkurs. Sieht recht einfach aus, die Schwierigkeit scheint darin zu liegen, dass wir auf Schnee die Übung machen sollen. Wie sich später herausstellt, hat die Übung mit Schnee nichts zu tun, sie wird nämlich auch im Sommer so gemacht. Es geht darum, die Augen auf die richtigen Stellen zu lenken und vernünftig zu lenken. Aber das hat uns ja niemand vorher gesagt.Zuerst fahren wir drei Runden, ohne zuvor genaue Instruktionen erhalten zu haben. Ich selbst fahre wie ich finde sehr erfolgreich. Ich habe die Hütchen, mit denen der Slalomkurs markiert ist, fest im Blick und spare nicht mit Lenkbewegungen. Ich kurbele wie ein Weltmeister und umfahre die Pylonen mit ordentlichem Sicherheitsabstand. – Natürlich total falsch, wie ich nachher erklärt bekomme. (Nur um das festzuhalten, ich war bei weitem nicht der einzige Trottel.)Wichtig ist, dass man seinen Blick nicht auf das Hindernis richtet, sondern auf die Lücke, durch die man fahren möchte. Hört sich logisch an, man muss es aber erst gesagt bekommen. Rüdiger Haupt meint, dass das auch erklärt, warum an Straßen, an deren Rand nur ein einziger Baum steht, trotzdem regelmäßig Autos genau an dem einen Baum hängen – weil die Fahrer auf den Baum starren und ein Bruchteil derer am Ende auch tatsächlich in ihn hinein fährt.Die nächste Lehre, die wir aus dieser Übung ziehen ist überraschender. Die Devise lautet: wenig Lenken, „Lenken wie auf Eierschalen“. Mehr als 40 Grad muss man das Lenkrad nicht einschlagen, Übergreifen braucht man nur zum Einparken. Wenn man nur früh genug anfängt zu lenken, kommt man um das Hindernis rum, zwar nicht mit vielen Metern Abstand, aber man kommt vorbei. Das gilt für die Pylonen auf dem ADAC-Trainingsgelände und das gilt für eine Massenkarambolage auf der Autobahn. Wäre man früher auf die Bremse gesprungen und mit zugekniffen Augen in die Autos hineingerast oder hätte das Lenkrad und sein eigenes Auto total verrissen, springt man heute auf die Bremse und lenkt ganz locker ein und fährt am Unfall einfach vorbei. Im nächsten Block geht es unterhaltsam weiter. Es geht um die Position des Sitzes im Auto. Trainer Haupt sitzt in seinem Honda und demonstriert, was er zu demonstrieren hat. Wir Schüler stehen um die geöffnete Fahrertür herum. Haupt springt auf die Pedale, schreit und tritt zu. Das was er zu sagen, macht er deutlich. Die richtige Sitzhaltung ist um Verletzungen bei einem Unfall zu vermeiden ganz entscheidend. Die Nackenstütze muss so hoch eingestellt sein, dass sie dort endet, wo auch der Hinterkopf endet, um im Rahmen ihrer Möglichkeiten optimal vor Brüchen der Halswirbelsäule zu schützen. Der Sitz darf weder zu nah, noch zu weit weg positioniert sein. Ist er zu nah am Lenkrad, kann der Fahrer in einer Gefahrensituation nicht schnell und frei genug am Lenkrad arbeiten, außerdem sollte man immer bedenken, dass bei jedem Unfall das Lenkrad explodiert. Der Airbag wird innerhalb von Millisekunden rausgeschossen (und hier ist tatsächlich Sprengstoff mit im Einsatz). Zu weit vom Lenkrad und damit auch von den Pedalen entfernt zu sitzen, ist genauso gefährlich. Bei einem Unfall geschieht folgendes: Kurz vor dem Aufprall, springt der Fahrer auf Kupplung und Bremse um noch so viel Bewegungsenergie wie möglich abzubauen. Sind in Folge der Entfernung zwischen Sitz und Pedalen die Beine durchgestreckt, ist das bei der Kollision extrem ungünstig. Angewinkelte Bein können beim Aufprall nachgeben; bei durchgestreckten Beinen muss erst etwas brechen, bevor etwas nachgeben kann. Zusätzlich wirkt diese Kraft durch das ganze Bein hindurch bis in die Hüfte und kann auch dort großen Schaden anrichten. Nachdem wir uns das eingeprägt haben geht es auf die Rutschbahn, allerdings nur mit einem Reifen. Die Fahrzeuge, die mit ABS unterwegs sind, erleben jetzt, zu was ihr Auto in der Lage ist. Die, die ohne fahren, aber auch. Bis 40 km/h kommen ABS-Autos problemlos mit solchen Straßenverhältnissen zurecht, das eine Rad auf der Straße, das andere auf dem Glatteisstreifen. Trainer Haupt lässt uns sogar während einer Fahrt die Hände vom Lenkrad nehmen, während wir bremsen, und trotzdem bleibt der Wagen in der Spur.  Stellen wir uns vor, beim Training geht etwas schief und ein Teilnehmer baut einen Unfall. Rüdiger Haupt erklärt, dass grundsätzlich jeder versichert ist, allerdings mit einer Selbstbeteiligung von 350 Euro. Haupt weist stolz darauf hin, dass der Übungsplatz im Saarland bundesweit durch die niedrigste Unfallrate glänzt. Aber „der Teufel ist ein Eichhörnchen“, sagt er.Wenn wir gerade beim Thema Versicherungen sind. Bei der eigenen Versicherung kann die Teilnahme am ADAC-Sicherheitstraining eine Menge bringen. Bei einem Mittelklassewagen kann das pro Jahr zwischen 300 und 350 Euro weniger Versicherungsbeiträge bedeuten, sagt Rüdiger Haupt.Ins Reich der Legenden ist allerdings die Geschichte zu verbannen, mit dem klassischen Fahrsicherheitstraining beim ADAC kann die Probezeit für Führerscheinneulinge verkürzt werden. Der ADAC bietet auch ein solches Programm an, mit Namen „Fahrsicherheit jetzt“, das allerdings nur in Zusammenarbeit mit der Fahrschule in der Fahrschulzeit durchgeführt wird und circa 250 Euro kostet. Vor der Bremsübung auf dem Glatteisstreifen haben wir erstmal „nur“ auf Schnee gebremst – aber zuerst sollten wir unseren eigenen Bremsweg schätzen. Die meisten lagen kräftig daneben und haben ihren Bremsweg viel zu lang geschätzt. In Wirklichkeit sind die Fahrzeuge früher zum Stehen gekommen als gedacht. Auch so gewinnt man Vertrauen in sein Auto und ihn die Elektronik, die mehr leisten kann, als man sich getraut hätte zu vermuten.Was wir aber auch festgestellt haben: Sobald man mit 70 und nicht mehr mit 50 fährt, sieht die Welt und der Bremsweg schon gleich ganz anders aus. Auch so lernt man mit Geschwindigkeit verantwortungsvoll umzugehen und erfährt, warum im Ort 50 und nicht 70 km/h erlaubt sind.Was auch niemand gedacht hätte. Nicht-ABS-Autos kommen auf Schnee schneller zum Stehen als ihre moderneren Pendants. Das liegt in erster Linie darin, dass die Reifen beim Blockieren heißer werden und den Schnee schneller schmelzen und dass sich ein Schneekeil zwischen Reifen und Straße schiebt. Der zentrale Vorteil beim ABS allerdings ist (bei Schnee oder ohne Schnee), dass das Auto manövrierfähig bleibt. Das liegt daran, dass die Elektronik im Auto versucht dass Blockieren der Räder beim Bremsen zu verhindern, denn nur mit drehenden Rädern kann beim Lenken eine Wirkung erzielt werden. Die Trainer setzten auf Praxis, auf „Learning-by-doing“ statt auf viel Theorie und mit neun Stunden Dauer und zahlreichen praktischen Übungen, einigen mehr als hier beschrieben, kann man sich nicht beschweren, an einem Tag zu wenig gelernt zu haben.Das Fahrsicherheitstraining beim ADAC kostet je nachdem ob man Mitglied beim ADAC ist oder nicht und ob man am Wochenende oder während der Woche kommen möchte zwischen 70 und 100 Euro. Ich habe beim Kurs mehr Vertrauen in mein Auto gewonnen, da es in extremen Situationen besser reagiert, als ich gedacht hätte. Ich habe erfahren, dass man im Prinzip kaum zu lenken braucht, wenn man nur früh genug damit anfängt und ich weiß jetzt, wenn ich zu schnell bin und es gefährlich wird, mache ich einfach eine Vollbremsung, auch wenn es mitten in einer Autobahnausfahrt ist – das funktioniert bestens, ich habs ausprobiert. Das alles kann man sich vom Fahrsicherheitstraining beim ADAC erwarten, nicht mehr und nicht weniger.