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Am Samstag, den 09. Dezember 2017 um 11:00 Uhr findet unsere Weihnachtsredaktionssitzung statt. Meldet euch jetzt an unter: post@chilly-magazin.de oder Telefon 0681/9681487. Euer Chilly-Team

01.12.2006
3 Tage Bund – 3 Tage zuschauen, wie andere sich im Dreck wühlen

Immer mehr Frauen wollen sich einer Grundausbildung bei der Bundeswehr unterziehen. Zwei Mädels (16) durften schon einmal 3 Tage  Bundeswehrluft in der Kaserne „Auf der Ell“ in Merzig  schnuppern…

 

Es ist 5 Uhr morgens und im Schlafraum herrscht Totenstille. Plötzlich hört man ein lautes „Aufstehen! Guten Morgen!“ durch das Zimmer rufen. Rund 20 junge Mädchen springen auf diese Kommando hin von ihren Feldbetten und haben nun ganze 10 Minuten Zeit, ihr Trainingsoutfit anzuziehen um gleich darauf die ersten Liegestütze und Sit Ups zu machen. Müdigkeit? Fehlanzeige. Alles geht so schnell das man gar nicht drüber nachdenken kann, ob man überhaupt müde ist oder nicht. Nun stehen 20 Minuten Laufen auf dem Plan. Halbwegs wach stellen sich alle in der Reihe auf und beginnen zu laufen. Schnell fragt man sich, wieso man sich so etwas als junges Mädchen antut, während andere gleichen Alters lieber vor dem Spiegel stehen und anderen Tätigkeiten nachgehen. „Da ist einfach mehr Action geboten, man macht viel Sport und bleibt dabei fit! Einfach kein normaler Bürojob!“ bekomme ich zu hören. Nach dem Frühsport hat man nun eine Stunde Zeit sich zu duschen, das Bett zu machen und zu frühstücken. Mahlzeiten gibt es dreimal täglich und zur Begeisterung aller ´“Praktikanten“ schmeckt das Essen sogar sehr gut. Die Anwesenheitskontrolle, wie man es von amerikanischen Soldatenfilmen kennt, erfolgt immer im Laufe des Tages. Die Freizeit kommt während des Tages auch recht kurz, denn alle werden am laufenden Band beschäftigt. Auf dem weiteren Programm steht eine Fahrt nach Zweibrücken. Dort durften sich die Mädels die Grundausbildung anschauen, die jeder absolvieren muss, der zur Bundeswehr möchte. Geboten wurden Bilder von Obergefreiten, die sich im Schlamm wälzen durften und über Parcours klettern mussten. Wie fühlt man sich denn bei so einem Anblick?

“Geschockt, wieso denn gerade im Schlamm?!“ „Na ja, man muss einiges in Kauf nehmen, anders geht es halt nicht.“ Höre ich zum Entsetzen beider Mädchen.

Die Nächste Station erfolgt bei den Sanitätern, die für die Bundeswehr genauso wichtig sind wie Soldaten. Von Pflastern bis Liegetragen durfte man alles bestaunen. Aber natürlich gibt’s beim Bund nicht nur die Übungen auf dem Trainingsgelände, genauso gibt’s die Auslandseinsätze, wo man nicht nur auf Pappgestelle schießt sondern auf lebendige Menschen. Die Vorträge über diese Einsätze waren besonders emotional und ergreifend.  Betroffene erzählten, wie sie ihre Zeit im Kongo oder Afghanistan überstanden, ohne Familie und Freunde und das Leben nur mit dem Nötigsten meistern mussten. Auch trugen sie zahlreiche Narben davon, die sie täglich an diese Zeit erinnern. Ein Mann erzählt, dass der Kontakt zwischen Soldaten und Familie nur schwer gehalten werden kann. Eigentlich dürfen die Daheimgebliebenen nicht wissen, wie es um ihren Freund oder Familienvater bzw. um die Familienmutter steht. Klingt zwar hart, aber damit möchte man nur vermeiden, dass das Leben zu Hause in Deutschland auf den Kopf gestellt wird. Manche Soldaten kommen nach langer Zeit zurück in die Heimat, andere wiederum kommen nie wieder. Man kann sich die Dinge nur im Kopf ausmalen. Aber die Bundeswehr verlangt nun einmal die Treue und die Bereitschaft, das Vaterland zu verteidigen und im Extremfall dafür sogar zu sterben. Schon ein wenig später konnte man in einer Art „Schießbudensimulator“ das Benutzen von Waffen üben. Nach einer kurzen Einleitung geht’s los, um die simulierten Gegenstände und Menschen auf der Leinwand abzuschießen. Was ist das für ein Gefühl eine Waffe zu tragen und im Notfall auf Menschen zu schießen?

 „Eigentlich üben wir ja nur am Simulator, aber es ist trotzdem beängstigend, wenn man daran denkt jemanden zu töten. Hoffentlich kommt es erst gar nicht so weit“ sind sich beide einig.

Sportlich geht’s weiter mit dem Sporttest. Jeder kann mittels dieses Tests selbst einschätzen, wie fit man ist. Den  Mädchen wurde ziemlich viel abverlangt: Standweitsprung, Bundeswehrliegestütze, Pendellauf und ein Ausdauertest, bei dem man in 12 Minuten möglichst weit laufen muss. Frauen haben es also nicht ganz so leicht wie die männlichen Kameraden, denn sie müssen die gleiche Leistung erfüllen! Viel zu oft werden sie von Männern belächelt nach dem Motto: „Schätzchen, trau dir nicht zu viel zu.“ Auch die zwei Mädels durften mit dieser Erfahrung Bekanntschaft machen

 „Als wir bei den Sanitätern waren, fragte einer ziemlich blöd, ob wir denn wirklich zum Bund möchten oder ob wir nur den Kameraden hinterherschauen wollen“

Die Meinung über Frauen bei der Bundeswehr ist also sehr unterschiedlich. Sie werden mittlerweile gerne dort aufgenommen, denn, was viele nicht wissen, werden die Frauen dort dringend gebraucht. Vielleicht ist das ein Grund, warum sie etwas mehr mit Samthandschuhen angefasst werden, wenn auch nur unbewusst! „Es kommt aber ganz auf den Ausbilder an“ wird mir erzählt. Mit weiblichen Reizen kann man hier leider nicht punkten. Durch die Uniform sieht man sowieso schon fast so aus wie die männlichen Soldaten. Also erkennt man gleich, dass hier absolute Gleichberechtigung herrscht. Es wird versucht, weibliche Soldaten wie männliche gleich zu behandeln. Auf die Frage hin, was Frauen also letztendlich besser könnten, stoße ich auf große Erheiterung „Alles!“ bekomme ich als Antwort. „Wir haben ein Ohr für Probleme anderer und sind ideale Seelentröster. Die Betten werden ordentlicher gemacht, auf den Stuben, wie unsere Zimmer heißen, herrscht einfach mehr Ordnung. Außerdem maulen wir nicht gleich so schnell rum, obwohl wir es ja körperlich schwerer haben. Angeschrieen werden Frauen genauso!“

Ist der strenge Ton also wirklich so, wie man ihn sich vorstellt?

„Jein, natürlich kriegt hier nicht jeder seine Extrawurst. Die Gefreiten bekommen ja einen strengeren Ton zu hören als wir. Schließlich sind wir nur 3 Tage hier und die Lust auf die Bundeswehr soll uns ja nicht vergehen. Nur durften wir es auch nicht mit der Lautstärke übertreiben. Aber einmal haben wir ordentlichen Tadel bekommen, als wir in unserer Stube etwas zu laut über die Betreuerin hergezogen haben, obwohl schon Bettruhe war. Tja und auf einmal steht die im Zimmer…“

Die Tage gingen schnell vorbei und abends saß man nach den Anstrengungen des Tages gemütlich zusammen im Gemeinschaftsraum. Die Kameradschaft wird als sehr wichtig eingestuft, denn ohne verliert man schnell sämtliche Lust. Die Kameraden motivieren sich zum Weitermachen, man muss sich vor allem auf sie verlassen können. Wer bei der Bundeswehr ist, wird sowohl körperlich als auch seelisch belastet. Auch wenn diese Belastung bei den Praktikantinnen nicht so schwer war, könnten diese sich eine Zeit ohne Kameradschaft hier nicht vorstellen. Abends konnte man selbst mit Ausbildern normal plaudern und lachen.

 „Die Uniformen flößen so etwas von Respekt ein! Ohne wirken sie gleich viel menschlicher“

Um 23 Uhr beginnt die Bettruhe, jeder muss sich nun von den Anstrengungen erholen.

Drei lehrreiche Tage sind zu Ende. Ein Fazit?

„Diese Tage haben uns bestätigt, dass wir wirklich zur Bundeswehr möchten. Wir sind jetzt mit größerer Überzeugung und Begeisterung dabei. Eine supertolle Erfahrung. Ich würde es selbst denjenigen empfehlen, die am Bund kein Spaß haben.

Jessica Masik

30.11.2006
Weihnachtsfeier

Liebe Redakteure und Redakteurinnen,

am 09.12.2006 findet um 11 Uhr in unserer Geschäftsstelle die nächste Redaktionssitzung statt.
Im Anschluss daran freuen wir uns zusammen mit Euch ein bisschen Weihnachtsstimmung verbreiten zu können.

Sagt bitte kurz, ob Ihr kommen könnt!

Liebe Grüße
Eure Chilly Redaktion

27.11.2006
- von Kristina Backes –

Der erste Advent steht vor der Tür, auch wenn die spätsommerlichen Temperaturen uns noch nicht so ganz in Weihnachtsstimmung schwelgen lassen. Doch langsam naht noch mal der Tag die Backbücher herauszukramen, denn es ist Plätzchenzeit. Um euch die süße Qual der Plätzchenwahl zu ersparen haben wir für euch hier zwei der zahlreichen Klassiker aus unserem persönlichen Erfahrungsschatz zur Verfügung gestellt. Vanillekipferl  Für etwa 80 Stück Zubereitungszeit: 45 Min.Kühlzeit: 2 Std.Backzeit pro Backblech: 12 Min. Du benötigst:                100 g geschälte Mandeln275 g Mehl90 g Puderzucker1 Msp. SalzMark von 1 Vanilleschote200 g kalte Butter, in Stücken2 Eigelbe außerdem: Butter fürs Blech                     150 g Zucker                      Mark von 1 Vanilleschote  Die Mandeln sehr fein malen und mit dem Mehl, dem Puderzucker, dem Salz, dem Mark der Vanilleschote mischen und mit den kalten Butterstücken auf der Arbeitsplatte mit einem großen Messer durchhacken. Dann die Eigelbe zufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Aus dem Teig 2 gleich große Rollen formen, in die Folie wickeln und 2 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.Beide Teigrollen mit dem Messer in etwa 80 gleich starke Scheiben schneiden. Die Teigscheiben auf der Arbeitsfläche zu Röllchen von etwa 6 cm Länge formen und die Enden jeweils spitz zulaufen lassen.Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen. Aus den Teigröllchen die typischen Hörnchen formen und auf ein gefettetes Backblech legen. Genügend Abstand halten, weil der Teig etwas auseinander läuft. Im Ofen auf mittlerer Schiene in etwa 12 Min. hellbraun backen.Den Zucker und das Vanillemark mischen und die noch warmen Kipferl darin wälzen.  Tipp: Du erhältst ein edles Geschenk, wenn du die Kipferl in dunkle Kuvertüre tauchst und sie schön verpackst!  Zimtsterne  Für etwa 40 StückZubereitungszeit: 1 Stunde Ruhezeit: 30 Min.Backzeit pro Backblech: 25 Min. Du benötigst: 3 Eiweiße200 g Puderzucker 1 Päckchen Vanillezucker400 g gemahlene Mandeln2 Tl gemahlener Zimt außerdem: Backtrennpapier fürs Blech Die Eiweiße steif schlagen, dabei den Puderzucker und den Vanillezucker nach und nach dazugeben. Etwa 1 Tasse von dem Eischnee abnehmen und kühl stellen.Unter den restlichen Eischnee 300 g Mandeln und das Zimtpulver heben. Den Teig zugedeckt etwa 30 Min. kühl ruhen lassen.Das Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 150° (Umluft 130°) vorheizenArbeitsfläche mit den restlichen Mandeln bestreuen und den Teig etwa 7 mm dick ausrollen. Einen Sternausstecher in kaltes Wasser tauchen, einen Stern damit ausstechen und auf das Backblech setzen. So fortfahren, bis der ganze Teig verbraucht ist. Die Sterne dünn mit dem restlichen Eischnee bestreichen.Die Zimtsterne im Backofen (Mitte) 25 Min. backen. Die abgekühlten Zimtsterne bewahrst du am besten in einer gut schließenden Blechdose auf.

27.11.2006
Ein neuer Tag&quot

Das neue Album der Band Juli steht in den Regalen und bricht schon jetzt alle Rekorde.Kein Wunder, denn die Fans mussten auch Jahre darauf warten, seitdem das letzte Album „Es ist Juli“ erschienen ist. Doch die Zeit und die Arbeit, die die Band investiert hat, haben sich auf jeden Fall gelohnt. Die erste Singleauskopplung „Dieses Leben“ schoss sofort in die Top- Five und auch sonst hat das neue Album alles, was man von Juli nicht anders erwartet.

Fazit: Das Kaufen lohnt sich.  Kristina Backes