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Max Barth im Interview

Max Barth ist ein Singer/Songwriter aus Wadern. Er ist 20 Jahre alt und versucht sein Glück auf vielen verschieden Wegen, mit Erfolg.

Hey Max! Schön, dass es heute mit dem Interview funktioniert hat. Ich komme auch schon direkt zur ersten Frage. Wie würdest du dich und deine Musik in drei Wortren beschreiben?
Hey! In drei Worten? Da hast du ja direkt die schwerste Frage an den Anfang geholt (lachend). Ich würde sagen: Laut, leise und energetisch.

Seit wann spielst du schon Gitarre und seit wann singst du dazu?
Ich habe mit ungefähr acht Jahren angefangen Gitarre zu spielen, glaube ich. Dann habe ich anfangs klassische Gitarre gespielt, so vier Jahre lang, aber das war dann nicht mehr „cool” genug. Dann habe ich angefangen elektrische Gitarre zu spielen. Von da an ging es wirklich nur noch bergab, nicht mehr so viel Schule, aber dafür habe ich mehr Gitarre gespielt. (schmunzelnd).
Mit dem Singen fing ich allerdings erst so mit 15/16, als ich merkte, dass hier in der Gegend niemand ist, der singen kann oder so singt, wie ich es mir vorstelle. Also dachte ich mir: Okay, dann musst du selbst singen. Das Singen hab ich mir dann selbst beigebracht. Ich bin zwar noch nicht da, wo ich gerne wäre, aber mal sehen, wohin mich mein Weg führt!
Wann hast du mit dem Songwriting begonnen?
Mit dem Songwriting fing ich so mit 15 Jahren an, als ich in einer Band war. Wir spielten immer nur Covermusik und haben uns dann dazu entschlossen, was eigenes zu machen. Wir haben viel ausprobiert und am Ende hatten wir dann den ersten Song.

Und jetzt spielst du ja in einer Konstellation zusammen mit den „The Backdraft”. Seit wann spielt ihr zusammen?
Wir spielen seit Februar 2009 zusammen. Da haben wir unser erstes Konzert in Wadern gespielt. Jetzt bin ich aber momentan in Hamburg, wo ich jetzt noch zu einer Band gekommen bin, mit der ich zusammen spiele.

Woher nimmst du die Inspirationen zu deinen Liedern und deinen Stücken?
Das ist mal eine gute Frage, die für Musiker immer sehr schwer zu beantworten ist. Oft werden Akkorde aneinander gereiht, wo die Leute wissen, dass es sich geil anhört. Aber bei mir ist es eher so, dass ich mir Musik fast acht Stunden am Tag angehört und daraus gelernt habe. So hat sich mein eigener Sound entwickelt. Die Inspiration kann ich nicht beschreiben. Es passiert einfach, wenn ich da sitze. Vor allem verarbeite ich darin Sachen, die mich beschäftigen.

Spielst du noch neben der Gitarre ein anderes Instrument?
Ja, also ich finde als Gitarrist sollte man alles sein: ein Pianist, Schlagzeuger, Bassist, einfach ein Musiker. All diese Instrumente spiele ich auch, zwar nicht perfekt, aber ich beherrsche sie.

Was denkst du persönlich über Casting-Shows?
Casting-Shows sind nicht das echte Musikleben! So ist es nicht, also jeder, der denkt du gehst in eine Show und machst dein Ding, liegt falsch. Ich war ja jetzt in einem Popkurs in Hamburg und da hab ich das Business schon selbst kennengelernt. Allerdings kenne ich es auch noch nicht gut genug. Ich kann nur sagen, wer in Casting-Shows mitmacht, hat das Prinzip von Musik nicht verstanden.

Du warst vor kurzem noch in Irland, welche Erfahrungen hast du dort gemacht?
Das war eine echt krasse Erfahrung. Und zwar gab es ja diese „Biernominierungs-Videos” und ich habe ein Video gemacht, in dem ich Musiker aufgefordert habe, Gitarre zu spielen statt Bier zu trinken. Das hat sich sehr schnell verbreitet und heute spielen Leute in Italien, England und überall Gitarre. Da bin ich sehr stolz drauf.
Ja der Robert Knight, der hat mir geschrieben, ob ich spontan einen Flug nach Dublin buchen könnte und er hat mich dann in ein Projekt aufgenommen, das heißt „Brotherhood of the Guitar” in dem er junge Gitarristen bis 21 Jahre sammelt und fördert. Er hat zum Beispiel mit Leuten wie Led Zeppelin oder Jimmy Hendrix gearbeitet und er weiß daher genau, was ein guter Gitarrist braucht. Und er möchte, dass diese jungen Talente gefördert werden und dass jedes Mitglied ein neues Mitglied findet.  Da habe ich gemerkt, dass es Menschen gibt, die an mich und meine Musik glauben.

Was ist dir am wichtigsten an der Musik?
Eigentlich alles! Musik ist mein Leben. Wenn ich morgens aufstehe, denke ich an die Musik und wenn ich abends schlafen gehe auch. Ich weiß nicht, wo ich ohne das alles jetzt wäre. Das ist meine Lebenseinstellung.

Welchen Tipp würdest du jungen Musikern geben, die den selben oder einen ähnlichen Weg einschlagen wollen wie du?
Als erstes mal, dass man sich traut und einfach spielt. Als ich angefangen habe, habe ich mit Leuten aus meiner Gegend gespielt. Es war nicht gut, aber wir konnten zusammen spielen und Erfahrungen sammeln. Dabei sollte jedoch immer der Punkt erkannt werden, ab dem es möglich ist,
nur Musik zu machen und davon zu leben oder ob es nicht möglich ist. Wenn nicht, sollte man sich immer eine Alternative bewahren, damit man frei ist.

Was war das Schwierigste bisher für dich?
Das Schwierigste ist, dass man sich selbst, egal was man macht, eingestehen kann, dass man nicht immer nur gut sein kann. Das ist oft ein Problem weil man denkt, dass man alles kann. Doch dann sieht man jemand anderen spielen und merkt erstmal, dass man nicht alles kann. Und das sollte man akzeptieren.

Um noch einmal auf den Punkt von eben zurück kommt, findest du es also wichtig, dass man sich ein zweites Standbein aufbaut?
Ja auf jeden Fall. Wenn du aus der Schule kommst und du bist der krasseste Gitarrist und kannst schon alles, was es aber eher nicht gibt, würde ich sagen, dass du keine Alternative brauchst.  Aber man sollte sich immer etwas nebenbei aufbewahren, um frei zu sein. Und wenn du frei davon bist, dir einen Kopf machen zu müssen, musst du dir was suchen was an der Seite der Musik ist, aber dir nichts schlechtes tut.  Wenn man Musiker sein will und man dann auch die Chance dazu bekommt, sollte man auch die Eier haben, die Chance zu packen und etwas draus zu machen. Aber eine Chance zu erzwingen, ist wirklich schlecht.

Was ist denn dein zweites Standbein?
Ich studiere Politik und Englisch auf Lehramt in Mainz. Das Studium ist echt voll schön und mir hat es auch super viel gebracht in eine andere Stadt zu ziehen. Da habe ich gemerkt, dass noch so viel Platz für Sachen ist, die man noch lernen kann. Man sollte in der Lage sein Charakterstärke zu zeigen, um zu sagen, ja im Moment ist es noch nicht so weit und es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt, um nur Musik zu machen. Wenn es sein soll, dann ergibt sich auch etwas.

Jetzt noch zum Schluss meine letzte Frage: Was wäre dir lieber, ein Konzert mit 1000 Leuten und niemand kennt dich und deine Musik oder eins mit 100 Leuten und jeder kennt dich persönlich und deine Musik und kann mitsingen?
Das ist auch eine gute Frage, aber sie ist auch schwierig zu beantworten. Wenn ich auf der Bühne stehe, dann muss ich zufrieden mit mir selbst sein. Ich mach die Musik zu 70 Prozent für mich und zu 30 Prozent für die Leute, die da stehen. Also ich würde niemals sagen, heute Abend spiel ich das Set, weil ich genau weiß, den Leuten gefällt das. Da habe ich meinen eigenen Kopf! Es ist mir egal, ob da drei Leute oder tausend Leute stehen, die mich kennen oder die mich nicht kennen. Ich möchte immer das Beste liefern und mit mir selber zufrieden sein. Egal wie viele Zuschauer da sind oder auch nicht. Wir haben gelernt, dass egal wer und wie viele uns zuschauen, ein Gig immer geil werden kann! Also würde ich sagen nicht keins von beiden, aber beides wäre gut.

Dann bedanke ich mich für deine Zeit und hoffe, dass man bald mehr von dir auf deinem weiteren Weg hört!

Foto: Max Barth

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Wirtschaftlicher Vorreiter – sozialer Nachzügler

Kaum ein Land ist wirtschaftlich so weit entwickelt wie die USA, doch dafür mangelt es an der sozialen Entwicklung. In keinem anderen Land ist die Wahrscheinlichkeit größer als in den USA, dass man seinen 50. Geburtstag nicht mehr erlebt. Das ergab die Studie der Nationalen Akademien, bei der die USA mit 16 anderen wohlhabenden Demokratien verglichen wurden – darunter Kanada, Australien, Japan, Deutschland, Frankreich, Spanien und Finnland. Der Report entstand unter der Federführung von Professor Steven Woolf von der Virginia Commonwealth University in Richmond im US-Bundestaat Virginia, für den das Resultat ebenso erschreckend war.
Doch was sind die Gründe hierfür?
Die Untersuchungen der verschiedenen Kategorien ergaben, dass die USA stets auf dem letzten Rang landeten oder nur knapp davor. So gibt es in den USA unter allen untersuchten Nationen „die höchste Kindersterblichkeit, die niedrigsten Geburtsgewichte, die größte Zahl an schweren Verletzungen, die meisten Morde, die höchste Zahl sexuell übertragbarer Krankheiten, die höchste Aids-Rate, die meisten Drogentoten, die größte Zahl von Menschen mit Fettleibigkeit und Diabetes, die meisten Todesfälle durch Verkehrsunfälle, die größte Zahl an Behinderten, die meisten Herz- und chronischen Lungenkrankheiten. Und – der Trend deutet sogar in Richtung einer weiteren Verschlechterung“. (welt.de 11.01.2013)
Doch wie kann dies möglich sein, wenn in keinem Land der Welt so viel Geld pro Einwohner in das Gesundheitssystem investiert wird, fragte sich Woolf. Folglich wird eine nationale Diskussion über die Ursachen gefordert.
Ein Punkt ist das Gesetz des Waffenbesitzes. 69 Prozent aller Morde werden mit Schusswaffen begangen. Ein weiteres grundlegendes Thema ist die Ernährung: Die Ernährung in den USA ist zu kalorienreich und wird bereits im Kindesalter konsumiert. Hierbei gibt es eine Korrelation zwischen dem Bildungsgrad und dem Gesundheitsbewusstsein.
Wissenschaftler vermuten, dass es auch an kulturellen Aspekten liegen könnte. Amerikaner, die bekannt sind als freiheitsliebende Menschen, schnallen sich seltener im Auto an, als beispielsweise Deutsche. Der American Way of Life eben.
Nur die Zahl der Raucher liegt niedriger, als in Vergleichsländern.

30.11.-0001
The American Way of Life

Kaum ein Land ist wirtschaftlich so weit entwickelt wie die USA, doch dafür mangelt es an der sozialen Entwicklung. In keinem anderen Land ist die Wahrscheinlichkeit größer als in den USA, dass man seinen 50. Geburtstag nicht mehr erlebt. Das ergab die Studie der Nationalen Akademien, bei der die USA mit 16 anderen wohlhabenden Demokratien verglichen wurden – darunter Kanada, Australien, Japan, Deutschland, Frankreich, Spanien und Finnland. Der Report entstand unter der Federführung von Professor Steven Woolf von der Virginia Commonwealth University in Richmond im US-Bundestaat Virginia, für den das Resultat ebenso erschreckend war. Die Untersuchungen der verschiedenen Kategorien ergaben, dass die USA stets auf dem letzten Rang landeten oder nur knapp davor. So gibt es in den USA unter allen untersuchten Nationen „die höchste Kindersterblichkeit, die niedrigsten Geburtsgewichte, die größte Zahl an schweren Verletzungen, die meisten Morde, die höchste Zahl sexuell übertragbarer Krankheiten, die höchste Aids-Rate, die meisten Drogentoten, die größte Zahl von Menschen mit Fettleibigkeit und Diabetes, die meisten Todesfälle durch Verkehrsunfälle, die größte Zahl an Behinderten, die meisten Herz- und chronischen Lungenkrankheiten. Und – der Trend deutet sogar in Richtung einer weiteren Verschlechterung“. Doch wie kann dies möglich sein, wenn in keinem Land der Welt so viel Geld pro Einwohner in das Gesundheitssystem investiert wird, fragte sich Woolf. Folglich wird eine nationale Diskussion über die Ursachen gefordert.

Ein Punkt ist das Gesetz des Waffenbesitzes. 69 Prozent aller Morde werden mit Schusswaffen begangen. Ein weiteres grundlegendes Thema ist die Ernährung: Die Ernährung in den USA ist zu kalorienreich und wird bereits im Kindesalter konsumiert. Hierbei gibt es eine Korrelation zwischen dem Bildungsgrad und dem Gesundheitsbewusstsein.

Wissenschaftler vermuten, dass es auch an kulturellen Aspekten liegen könnte. Amerikaner, die bekannt sind als freiheitsliebende Menschen, schnallen sich seltener im Auto an, als beispielsweise Deutsche. Der American Way of Life eben.

 

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Nicht nur cool

„Bubble-Tea“- ein Trend, der in den 1980er Jahren in Taiwan erfunden wurde, setzt sich nun auch in Deutschland durch: alleine in Saarbrücken gibt es zurzeit fünf solche Shops, welche etliche Teenager mit dem neuartigen süßen Teegetränk anlocken. Doch was genau ist so besonders an „Bubble-Tea“ ? Als Grundlage für das Getränk kann man als Konsument zwischen schwarzem Tee, grünem Tee oder Milch wählen und die jeweilige Geschmacksrichtung aussuchen, wobei es ein breitgefächertes Angebot gibt: neben fruchtigen Geschmäckern gibt es beispielsweise auch Minze.                 

 Nachdem nun die geschmackliche Basis für das Getränk geschaffen ist, besteht nun die Auswahl zwischen den sogenannten „Popping Bobas“, die im Mund zerplatzen oder den gummiartigen Kügelchen aus Tapioka, den sogenannten „Jellys“ .  Durchschnittlich bezahlt man für  das süße Teegetränk, bei dem man sich die Zuckerstufe auch selbst wählen kann, zwischen drei und vier Euro. So cool, wie „Bubble-Tea“auch klingen mag, dieses  süße Teegetränk ist nicht nur durchweg positiv: 0,4 Liter „Bubble-Tea“ beispielsweise enthalten bei maximaler Zuckerstufe satte 1000 Kalorien, was in etwa so viel ist wie 200 Gramm Chips; -zu viel wie Frau Schröter von der Verbraucherzentrale Saarland kritisiert. Wenn es unbedingt ein „Bubble-Tea“ sein muss, rät sie die niedrigste Zuckerstufe zu nehmen. Neben der extrem hohen Kalorienmenge bergen auch die Glibberkugeln ein hohes Risiko für Kleinkinder: aufgrund der geringen Größe der Kügelchen besteht demnach Erstickungsgefahr, wovor der Berufsverband deutscher Kinder-und Jugendärzte die Konsumenten warnt.                                                  

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass in China ein Weichmacher in Sirups nachgewiesen wurde, der für „Bubble-Teas“ verwendet wird, aber in Deutschland bislang noch nicht in den süßen Teegetränken gefunden wurde. Nach einer EU-Richtlinie darf dieser Weichmacher ab dem Jahr 2015 nicht mehr zulassungsfrei vermarktet werden. Inwiefern „Bubble-Teas“ tatsächlich cooler als normale Teegetränke sind, ist fraglich; aber definitiv kalorienreicher und unter Jugendlichen derzeit auf jeden Fall beliebter als eine altbekannte, legendäre Tasse Tee.

(Bild: liwe-photos Photography Liwe-photos Photography , Wikipedia)