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Medienkompetenz

Alles Google oder was?

 

Von der richtigen Recherche im Internet

Wann entdeckte Christopher Kolumbus Amerika? Was bedeutet E=mc2? und Wer komponierte La Traviata? Wer Antworten auf diese Fragen sucht, googelt „Kolumbus“, „E=mc2“ und „La Traviatta“ und erhält in Bruchteilen von Sekunden tausend Informationen zur Entdeckung Amerikas 1492, der Relativitätstheorie oder eben der Oper von Giuseppe Verdi. Was früher noch mühsam in Lexika nachgeschlagen werden musste, lässt sich im Internetzeitalter schnell und unkompliziert herausfinden. Die Recherche nach Informationen bei Google, Wikipedia und Co. birgt jedoch auch Gefahren. Wer erfolgreich im Internet recherchieren will, sollte deswegen einige Tricks beachten.

Anders als beim einem Buch oder einem Lexikon bleiben die Verfasser von Texten im Internet oft anonym. Wer was ins Netzt gestellt hat und welche Absichten er damit verfolgt, lässt sich im Internet meistens nicht verfolgen. Bei klaren Fakten, wie der Entdeckung Amerikas, mag das eher weniger wichtig sein. Geht es aber um kritische Themen, um Themen der Politik, der Geschichte oder der Forschung sollten Internetseiten ohne jegliche Angaben zum Verfasser bei der Recherche direkt außen vor gelassen werden.
Außerdem ist es empfehlenswert, eine Information immer mit mehreren Quellen abzusichern. Das kann nicht nur bei kritischen Themen, sondern auch bei reinen Fakten eine Rolle spielen. Zu schnell schleicht sich ein Buchstaben- oder Zahlendreher ein und aus der Entdeckung Amerikas 1492 wird plötzlich 1429. Anders als bei Büchern werden die Texte, die im Internet erscheinen, häufig nicht mehrmals Korrektur gelesen und auf Fehler überprüft.
Bei kritischen Themen ist die Recherche auf mehreren Internetseiten deswegen unabdingbar. Nur wer sich mehrere Meinungen ansieht, kann sich selbst ein Urteil bilden und läuft nicht Gefahr, das Problem aus einer vielleicht zu extremen Seite zu sehen und sich auf veraltete oder sogar falsche Informationen zu beziehen.

Viele Anbieter von Internetseiten gestalten ihren Homepages oft so, dass sie in der Hitliste der Suchmaschinen besonders weit oben landen. Die Reihenfolge der Suchergebnisse hat also nicht unbedingt mit der Wichtigkeit der einzelnen Ergebnisse zu tun, sondern damit, wie die Seiten programmiert sind. Deswegen lohnt es sich immer, nicht nur die ersten fünf Ergebnisse anzuklicken, sondern auch die auf den dahinter liegenden Plätzen. Oft verstecken sich dort nämlich erst die wirklich interessanten Informationen.
Viele Suchmaschinen arbeiten mit Kombinationen aus einzelnen Suchbegriffen. Je nachdem, ob „Kolumbus Amerika Entdeckung“ oder „Kolumbus und Amerika und Entdeckung“ eingegeben wird, können sich die Ergebnisse unterscheiden.

 

Das Ein-Mal-Eins der Suchmaschinen

Sind zwei Suchbegriffe durch „und“ oder „and“ verbunden, findet die Suchmaschine nur solche Seiten, in denen beide Suchbegriffe vorkommen.

Werden die Suchbegriffe mit „oder“ oder „or“ verbunden, findet die Suchmaschine entweder den einen oder den anderen Begriff bzw. beide zusammen.

Bei „nicht“ oder „not“ zwischen zwei Begriffen sucht die Suchmaschine nur nach Seiten, auf denen das erste, nicht aber das zweite Wort steht. Das kann nützlich sein, wenn man nach einer bestimmten Information sucht, die es aber auch noch in Verbindung mit einer anderen geben könnte. ??Mit der Verknüpfung „near“ können bei Suchbegriffen, die nahe beieinander stehen, sinnvolle Zusammenhänge hergestellt werden. ?