Neue "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

09.10.2015
Warum er so wichtig ist

Gewalt FussballDer faire Umgang untereinander ist eine grundlegende Haltung, die nicht nur im Sport wichtig ist. Auch im Alltag ist ein faires Verhalten angebracht. Doch gerade in vielen Sportarten ist ein fairer Umgang besonders wichtig. Oftmals geht es um den Sieg oder die Niederlage und schon der kleinste Fehler macht den Unterschied. In solchen Situationen die Nerven zu behalten ist auch für trainierte Profisportler nicht immer leicht. So ist es sehr oft wichtig einen inneren Leidfaden zu haben, an dem man sich trotzdem halten sollte.

Neben dem sportabhängigen Regelwerk sorgt auch dieser Umgang untereinander oft für Ordnung. Oftmals treten Regeln erst ein, wenn das faire Miteinander aussetzt, wie z.B. bei Handgreiflichkeiten zwischen einzelnen Spielern. Generell geht Fairplay aber auch über die normalen Regelungen hinaus. Es ist eine Einstellung den Mitmenschen gegenüber.

Der ehemalige deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker sagte einmal über das Fairplay: „Verlangt ist nicht nur die formelle Beachtung von Regeln. Nie werden geschriebene Regeln die menschliche Haltung des ‚Fair Play‘ ersetzen können. Der Sportler, der das Fair Play beachtet, handelt nicht nach dem Buchstaben, er handelt nach dem Geist der Regeln.“ Im Grunde sagt dieses Zitat nichts anderes, als dass das menschliche Miteinander im Leben bzw. im Sport nicht einfach nur an geschriebenen Regeln festzumachen ist. Es ist nur das Mindeste. Der Gedanke des Fairplays geht noch einen Schritt weiter. In keinem Regelwerk der Welt steht, dem Gegenspieler nach einem Foul aufzuhelfen. Man erhält keine direkte Strafe, wenn man die Hilfe verweigert. Aber dennoch tun dies viele Sportler einfach nur aus eigenem Antrieb heraus. Das ist der Geist des Fairplays, der die Menschen antreibt über das Minimum hinaus zu handeln.

Auch aus diesem Grund ist es schon in frühen Jahren gut einen Sport zu betreiben. Denn wenn man schon in jungen Jahren mit dem fairen Umgang untereinander vertraut gemacht wird, hat dies auch in vielen Fällen Einflüsse auf das soziale Verhalten im späteren Leben.

Doch gibt es im Profisport nicht nur Fairplay unter den Athleten. Auch sollten sich die Fans aller Sportler fair verhalten. Auspfeifen ist eine Sache, die man bei schlechten Spielen in fast jedem Fußballstadion findet. Doch gehört es sich nicht Affengeräusche gegenüber dunkelhäutigen Spielern zu machen und sie mit Bananen zu bewerfen. Gerade gegen solche Fälle hat der europäische Fußballverband UEFA die Aktion „Respect“ gestartet. Jeder Spieler hat seitdem das kleine Wort auf seinem Trikot. Dazu gab es auch einen Werbespot in dem verschiedene Fußballer „nein zu Rassismus“ sagen. Solche Aktionen sollen dabei helfen die Fälle rassistischer Anfeindungen zu verhindern.

Eine faire Grundhaltung gegenüber den Mitmenschen ist wie man sieht also nicht nur im Sport wichtig. Der Sport kann dabei helfen sich in besonderen Situationen besser zu verhalten. Man kann so auch für den Alltag sensibilisiert werden. Der Menschenverstand und das soziale Verhalten sind wichtiger als Gesetze, denn Gesetze werden nur benötigt, wenn das Verhalten der Menschen abweicht. Das gilt sowohl im Sport, als auch für den täglichen Umgang mit den Mitmenschen.

Foto: Redaktion