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04.01.2019
Der Tauchsport als Hobby

Von Deborah Aimionowane und Julie Braconnier

Schwerelos. Austariert. Um dich herum bunte Korallen und die unterschiedlichsten Fischarten. Über dir glitzert die glasklare Wasseroberfläche in der Sonne. Ja, so stellt man sich doch ein atemberaubendes Taucherlebnis vor. Eine idyllische Wasserlandschaft und ein Moment voller Frieden und Vollkommenheit. Doch was dahinter steckt ist harte Arbeit. Was dich als Taucher so alles erwartet und welche Herausforderungen einem begegnen, erfährst du jetzt.

Wenn du dich für den Tauchsport interessieren solltest, brauchst du vorerst keine speziellen Anforderungen zu erfüllen, um in einen Verein „reinzuschnuppern“. Dennoch wäre es vorteilhaft, wenn du bereits sicher schwimmst und keine hinderlichen Krankheiten – besonders am Herzen oder der Lunge – hast, denn diese könnten dir eine mögliche Absolvierung des Tauchscheins deutlich erschweren. Doch was macht dich schließlich zum Taucher?

Der Tauchschein, der bereits knapp erwähnt wurde, spielt hier eine wesentliche Rolle und sollte auf Basis von Interesse und Respekt dem Sport gegenüber angestrebt werden, wenn du das Ziel verfolgst, irgendwann selbstständig fremde Gewässer zu erkunden. Um diese Bescheinigung zu erhalten, folgen verschiedene Übungen in offenen Gewässern und auch ein theoretischer Teil, der in Form einer Prüfung bestätigt wird. Dies mag zunächst nach einiger Arbeit klingen, das Verständnis für den Umgang im Gewässer und das richtige Verhalten dort sind allerdings Faktoren, die man sehr schnell erlernen kann und einem womöglich teilweise selbstverständlich erscheinen.

Hinzu kommt, dass auch wenn der Tauchschein ein erstrebenswerter Bestandteil des Sports ist, das eigentliche Training immer wieder fortgeführt werden kann. Mit dieser Art des Trainierens ist einfach ein regelmäßiges Zusammenkommen im Schwimmbad gemeint, bei diesem ohne Druckluftflasche und komplette Ausrüstung geschnorchelt wird. Schnorcheln unterscheidet sich insofern vom „richtigen“ Tauchen, dass hierbei nur kurz unterhalb der Wasseroberfläche getaucht wird. Abgesehen davon gibt es auch verschiedene Ausbildungsstufen, so dass du dich auch nach dem Grundtauchschein weiterbilden könnt. Trotz der vielfältigen Organisationen, die solche Ausbildungen anbieten, wird der Tauchschein international gleich anerkannt und bietet euch somit die Möglichkeit, Meere, Seen, Flüsse, Teiche, Kanäle oder Bäche, rund um die Welt zu bestaunen.

Offensichtlich ist aber auch, dass der Tauchsport einige Risiken mit sich bringt, weshalb überhaupt eine Absolvierung des Tauchscheins nötig ist und vorab eine Untersuchung nach Tauchtauglichkeit, in welcher beispielsweise die verschiedenen Sinne getestet werden erfolgt. Überwiegt dennoch die Neugier und Faszination in dir, musst du berücksichtigen, dass für den Tauchschein auch die Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt wird, falls du noch nicht 18 bist. Das Tauchgewässer ist ein Ökosystem, in dem man als Taucher zu Gast ist, daher sollte man einige Dinge beachten, um das ökologische Gleichgewicht nicht zu stören. Seinen Tauchbuddy (=Tauchpartner) sollte man ebenfalls ermahnen sich an folgende Regeln zu halten. Tauche wie dein Schatten, hinterlasse keine Spuren! So lautet das ungeschriebene Gesetz unter Sporttauchern.

Die wohl wichtigste Grundfähigkeit für umweltverträgliches Tauchen ist dabei das richtige Tarieren. So nennt man in Taucherjargon das schwerelose schweben Unterwasser. Damit wird der ausreichende Abstand zum Gewässergrund gewährleistet, denn Sporttaucher dringen nicht in Schilf- und Wasserpflanzenbestände ein oder wirbeln Sediment auf. Man sollte Nist-, Laich- und Ruheplätzen fernbleiben sowie die Arten- und Naturschutzbestimmungen befolgen. Ebenso sollte das Harpunieren, Anfassen oder Füttern von wildlebenden Tieren im Gewässer unterlassen werden. Keine Verschmutzung des Tauchgewässers und ihrer Uferzone darf verursacht werden. Verantwortungsvolle Taucher sammeln und kaufen auch keine Tiersouvenirs. Wenn man sich an diese Vorgaben hält ist man ein umweltgerechter Taucher und auch nachfolgende Generationen können sich an einer unbeschädigten Unterwasserwelt erfreuen.

Aber auch der Klimawandel und dessen Folgen, beispielsweise die steigende Wassertemperatur oder Zyklone, die zerstörerische Wellen auslösen, bedrohen die Gewässer. Deswegen muss ein Jeder dazu beitragen, dass es langfristig Tauchgebiete mit intaktem Ökosystem gibt. Letztendlich ist festzustellen, dass Tauchen ein Hobby ist, welches durchaus seinen Reiz hat und bei dem enge Freundschaften mit fester Vertrauensbasis entstehen können. Aufgrund der Risiken ist das Tauchen aber nicht für jeden etwas, denn das Unterwasserdasein kann genauso Euphorie wie Panik auslösen. Die Hürden und Anforderungen die dich als Taucher erwarten müssen ernst genommen werden und sind nicht zu unterschätzen. Es wichtig, dass jeder Mensch, vor allem Taucher sich ihrer Verantwortung bewusst sind und folglich die Umwelt schützen. Also worauf wartest du? Tauche ab in eine unbekannte Welt und erlebe das Gefühl einer unbeschreiblichen Freiheit die zugänglich macht, was vorerst nie sichtbar schien. Mach auch Du den Tauchsport zu Deinem Hobby!