Macht mit bei Chilly!

Journalistische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Anmeldung unter post [at] chilly-magazin [dot] de, Telefon 0681/9681487 oder spontan vorbeikommen.

26.11.2015
Eine Stadt im Herzen Europas

2007-02-27_Bruxelles_Grand_placeBrüssel, das heißt Europa. Aber diese Stadt bietet doch noch sehr viel mehr.

Denn Brüssel ist eine sehr vielseitige Stadt. Man kann sowohl alte Prachtbauten als auch moderne Glasfassaden bewundern. Und das direkt nebeneinander. Ob man auf dem Grand Place abends etwas Essen geht und die prächtigen Zunfthäuser bestaunt oder im Europaviertel das Parlament und die Kommission besucht. In Brüssel kann man allerhand entdecken. Natürlich ist die Stadt durch die Niederlassung verschiedener europäischer Institutionen stark geprägt. Man trifft auf den Straßen kaum Männer, die kein Businessoutfit tragen und die Sprachenvielfalt ist auch nicht zu vernachlässigen. In Brüssel gibt es sowieso schon drei Amtssprachen -Französisch, Englisch und Flämisch- und dazu kommt noch, dass die meisten Bewohner der Stadt Deutsch sprechen. Dadurch, dass jedes europäische Land Gesandte in Brüssel hat, bringen diese ihre jeweilige Landessprache in die Stadt. Vor allem durch diese Menschen wird die Stadt multikulturell, sodass es viele spannende Kulturen zu entdecken gibt. Aber trotzdem hat Brüssel das Traditionelle nie verloren. Das sieht man vor allem, wenn man sich die teilweise wirklich schönen alten Häuser ansieht. Diese stehen häufig noch daher, da Brüssel in den Weltkriegen kaum zerstört wurde, sodass viele Kulturschätze noch erhalten sind. Aber in den 60er und 70er Jahren wurden viele Gebäude abgerissen, um anderen Platz zu bieten. Dieser Trend zeigt sich allerdings noch bis heute, da man kaum in eine Straße gehen kann, ohne dass man eine Baustelle sieht, an der etwas Neues gebaut wird. Aber neu ist auch nicht unbedingt ein Fehler. Das sieht man im Europaviertel sehr schön. Denn auch wenn Brüssel noch alte Gebäude hat, die Charme versprühen das neue „europäische“ Brüssel ist einfach sehr zentral und beeindruckend. Und das ist auch gut so, denn wer auch nur einen kleinen Funken Politikbegeisterung in sich trägt, wird in dieser Stadt seinen Spaß haben. Hier erlebt man, was Politik wirklich bedeutet und erfährt -teilweise sehr praktisch und spielerisch- wie Politik funktioniert. Ob bei einer Führung durch die Kommission, bei der auch die Wichtigkeit dieser Institution klar wird oder bei einem Rollenspiel im Parlamentarium (so heißt das Besucherzentrum des europäischen Parlaments), bei dem man in zwei Stunden am eigenen Leib erfährt, wie das Leben eines Parlamentsabgeordneten wirklich ist (Das ist leider nur für Gruppen möglich aber wer als Einzelperson das Parlament besuchen will, kann sich zu einer Führung im Parlamentssaal anmelden) Dabei merkt man sogar, dass Politik richtig spannend sein kann.

Aber Brüssel hat auch kulinarisch einiges zu bieten. Erst wenn man traditionelle belgische Pommes in einer Papiertüte durch die Straßen getragen und danach eine super leckere belgische Waffel verputzt hat, kann man wirklich sagen, dass man in Brüssel war. Und wem das an Kalorien noch nicht reicht, der kann sich in den vielen Schokoladengeschäften belgische Pralinen oder Macarons kaufen.

Also worauf noch warten? Brüssel ist allemal eine Reise wert. Und wirklich weit weg ist es von uns aus auch nicht. Also eventuell das nächste verlängert Wochenende nach Brüssel? Aber Achtung: packt bloß den Regenschirm ein, man weiß in dieser Stadt nie wirklich wie schnell es dann doch regnet.

Lena Holzer

Foto: wikipedia