Neue "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

08.03.2017
Die Spitzenkandidaten und aktuelle Umfrage – Teil 1

Noch zwei Wochen bis zur Landtagswahl im Saarland. Das Ergebnis der Wahl wird ein erster Trend für die im September anstehende Bundestagswahl 2017 sein.

Insgesamt werden 14 Parteien mit 370 Kandidaten ins Rennen gehen, an die 51 Sitze vergeben werden. Die aktuelle Sitzverteilung im Landtag sieht folgendermaßen aus:

Die CDU ist mit 19 Sitzen vertreten, die SPD mit 17, Die Linke mit 9, Die Piraten mit 4 un die Bündnis 90/ Die Grünen mit 2 Sitzen.

Alle 14 Parteien wählen Spitzenkandidaten, die für das Amt des Ministerpräsidenten bzw. Ministerpräsidentin für sie ins Rennen gehen.

 

Die Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2017 sind:

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU)

Für die CDU tritt, wie zur letzten Wahl die aktuelle Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer an. Sie regiert seit 2011 im Saarland und wurde im September mit 98,4 Prozent der Stimmen als CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl nominiert.

Die aus Püttlingen stammende Rechts- und Politikwissenschaftlerin war schon früh politisch, vor allem kommunalpolitisch, engagiert. Sie gehörte über 25 Jahre dem Stadtrat in Püttlingen an. Auch verschiedene Ministerien, wie das Kultusministerium sowie die Leitung des Arbeits- und Sozialministerium gehört zu ihrem Portfolio. Im Jahr 2000 wurde Annegret Kramp-Karrenbauer von dem damaligen Ministerpräsident Peter Müller zur ersten Innenministerin Deutschlands berufen. Kurz nachdem sie zur Landesvorsitzenden der CDU gewählt wurde, folgte die Wahl zur ersten Ministerpräsidentin im 2011.

Mit 22 Jahren heiratete sie ihren Ehemann und haben zusammen drei Kinder, weswegen sie sich, aufgrund eigener Erfahrungen, für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzt.
Internetauftritte:
www.kramp-karrenbauer.de
www.twitter.com/_A_K_K_
www.twitter.com/cdu_saar

 

Anke Rehlinger (SPD)

Die in Wadern geborene Anke Rehlinger ist die Spitzenkandidaten für die SPD. Ende 2013 wurde sie zur stellvertretenden Ministerpräsidentin sowie Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr nachdem Heiko Maas in die Bundespolitik wechselte. Somit tritt sie zum ersten Mal als Spitzenkandidatin für die Sozialdemokraten bei der Landtagswahl an.

Anke Rehlinger wuchs in Nunkirchen auf und sportlich sehr Engagiert. Seit 1996 hält sie den Landesrekord in Kugelstoßen und den Jugendrekord in Diskuswerfern seit 1995. Die seit 2005 zugelassene Rechtsanwältin, die allerdings ihre Anwaltstätigkeit in Losheim derzeit ruhen lässt, übernahm parallel ihre erste politische Funktionen. Zunächst auf Kreisebene, später auf Landesebene: beispielsweise als Vorsitzende der Frauen in der SPD im Kreis Merzig, stellvertretende Juso-Landesvorsitzende, stellvertretende Vorsitzend der SPD im Kreis Merzig-Wadern oder Vorsitzende des Stadtverbandes Wadern und später des Kreisverbandes Merzig-Wadern.

1998 wurde sie für die SPD aktiv, wo sie von 2011 bis 2012 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag war. Seit Mai 2012 übernahm Anke Rehlinger zum ersten Mal Regierungsverantwortung als Ministerin der Justiz und Ministerin für Umwelt und Verbraucherschutz.

Anke Rehlinger und die SPD setzen sich für die Rückkehr zum G9 Gymnasium ein.

Internetauftritt:
www.anke-rehlinger.de
www.twitter.com/ankerehlinger
www.spd-saar.de

 

Oskar Lafontaine (Die Linke)

Mit Oskar Lafontaine hat Die Linke einen Spitzenkandidaten, der schon seit Jahrzehnten in der Bundespolitik präsent ist.

Der gebürtige Saarlouiser begleitete in seiner politischen Karriere bereits viele Ämter. Er war Oberbürgermeister in Saarbrücken, Ministerpräsident im Saarland, Vorsitzender der SPD und Bundesfinanzminister. Seine politischen Ämter in der SPD legte er aus Kritik am rot grünen Regierungskurs von Gerhard Schröder im März 1999 nieder.
2005 wechselte Oskar Lafontaine von der SPD zu der neu gegründeten Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG), die ein Wahlbündnis mit der PDS im Juni 2005 einging.

Von 2007 bis 2010 war der Diplom-Physiker neben Lothar Bisky Parteivorsitzender der neugebildeten Partei Die Linke, aus welche er sich aufgrund einer Krebserkrankung zurück zog. Seit 2009 ist er der Spitzenkandidat der Linken bei den Landtagswahlen im Saarland und er führt die Fraktion im Landtag an.

Oskar Lafontaine und Die Linke setzen sich für höhere Löhne und Löhne, längeres Arbeitslosengeld, Abschaffung grundloser befristeter Arbeitsverträge ein.

Internetauftritt:
www.oskar-lafontaine.de
www.twitter.com/dielinkesaar
www.dielinke-saar.de

 

In Teil 2 werden die Spitzenkandidaten der FDP, Bündnis/90 Die Grünen und der AfD vor. Außerdem schauen wir auf die erst Hochrechnung, wie die aktuelle Stimmungslage im Saarland ist.

 

Bildnachweise: Gebäude Landtag: AnRo0002 / wikipedia.de; Annegret Kramp-Karrenbauer: CDU Saar; Anke Rehlinger: www.spd-saar.de/presse; Oskar Lafontaine: www.linksfraktion-saarland.de