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08.03.2017
Wie der Film aus den Achtzigern heute noch begeistert

Von Nina Baltes

Fünf Schüler, ein Samstagmorgen in einer US-amerikanischen Highschool, Nachsitzen. Fünf Schüler, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen aus verschiedensten Gründen einen Samstag in der Schule verbringen – doch nach langen Gesprächen erkennen sie, wie ähnlich sie sich eigentlich sind.

Das Drama unter der Regie von John Hughes wurde im Jahre 1985 veröffentlicht. Darin spielt unter anderem die Achtziger-Schauspielerin Molly Ringwald mit, welche bereits aus Klassikern wie Sixteen Candles oder Pretty in Pink bekannt ist.

Claire, John, Brian, Allison und Andrew sind eine Prinzessin, ein Rebell, ein Sportler, eine Verrückte und ein Streber und verkörpern die Stereotypen einer Highschool. Sie müssen den gesamten Vormittag unter der Aufsicht des verständnislosen und strengen Direktors nachsitzen und erhalten die Aufgabe, einen Aufsatz darüber zu schreiben, wer sie sind. Keiner von ihnen geht dieser Aufgabe nach, wie es von dem Direktor gewünscht ist, aber stattdessen beginnen sie, zu diskutieren. Jeder von ihnen wird nach und nach von den anderen kritisiert – alles, was sie einander schon immer einmal sagen wollten, kommt nun zum Vorschein. Auch wenn sie sich dies nicht von Anfang an eingestehen wollen, verbinden die Gespräche und Diskussionen über Eltern, Vorurteile, Ängste und Ansprüche der Gesellschaft an jeden Einzelnen die Fünf und schlussendlich freunden sie sich alle an, auch wenn sie wissen, dass sie zu diesen Freundschaften vor ihren eigentlichen Freunden nicht stehen werden.

Obgleich “The Breakfast Club” bereits über 30 Jahre alt ist, lassen sich die Themen und die Probleme der Fünf immer noch auf die heutige Jugend übertragen und stellen kritisch die Rolle der Gesellschaft in Bezug auf das Erwachsenwerden dar. Außerdem wird das moralische Verhalten der fünf Jugendlichen zueinander verglichen, was mich persönlich auch zum Nachdenken über mein eigenes Verhalten anderen gegenüber gebracht hat.

Der Film beinhaltet sehr viele bekannte Zitate, wie beispielsweise “Wenn du erwachsen wirst, stirbt dein Herz.”, was mir am besten gefallen hat, aber auch zahlreiche andere, die zum Nachdenken anregen.

Ich würde den Film “The Breakfast Club” allen empfehlen, die gerne Highschool-Filme schauen und noch dazu einen kritischen Blickwinkel auf die Gesellschaft wagen möchten. Außerdem würde ich empfehlen, den Film auf Englisch zu schauen, da die Originalsprache die Intention noch besser zur Geltung bringt.