Letzte "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

03.12.2018
Stress oder Besinnlichkeit?

Von Jenny N. & Mandy K. vom SBBZ in Sankt Wendel

Die angeblich besinnlichste Zeit des Jahres steht vor der Tür und zieht den Stress hinter sich her. Überfüllte Geschäfte, volle Weihnachtsmärkte und eine Liste jeder Menge zu erledigender Aufgaben und viel zu wenig Zeit. Als würde dies alles nicht schon ausreichen, quält die alljährliche Frage, was es an Weihnachten zu Essen geben soll zusätzlich alle Menschen, die das unglückliche Schicksal getroffen hat, an Weihnachten in der Küche zu stehen.
Die Ansprüche bezüglich des Essens am Weihnachtsabend sind in den letzten Jahren immer kurioser geworden. Gab es noch vor 20 Jahren in Deutschland „Kartoffelsalat und Würstchen“, steht heute ein 3-Gänge- Menü auf dem Plan, welches dafür sorgt, dass der „Koch des Abends“ schon Tage vor dem eigentlichen Fest durch Vorbereitungen an die Küche gebunden ist und die weihnachtliche Stimmung mit der Familie noch nicht mal am Heiligen Abend teilen und genießen kann.
Der Hauptgrund für den Sinneswandel bei den Deutschen ist vor allem, das in den letzten Jahren immer mehr ausgebreitete Konkurrenzdenken und die Beeinflussung anderer Kulturen. So findet man beispielsweise im Supermarkt tagtägliche exotische Lebensmittel, wie Granatäpfel, Quinoa oder Chiasamen. Diese Lebensmittel sind nicht nur untypisch für Deutschland, sondern haben auch den negativen Beigeschmack, dass sie extrem teuer und teilweise sehr gewöhnungsbedürftig sind.
Problematisch wird dadurch die Planung des Weihnachtsessens, da man einerseits das altgewohnte Essen sehr mag und schätzt, viele jedoch dem Trend der „neuen“ Küche folgen möchten. Durch dieses „ neue Ausprobieren“ kann der besinnliche Abend schnell zu einem Familienstreit ausarten, da man nicht immer dieselben Ansichten teilt. Denn wie noch viele Saarländer, vor allem in den ländlichen Gegenden so schön sagen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es egal ist, ob es nun „Kartoffelsalat und Würstchen“ oder ein 3-Gänge-Menü gibt, es doch im Endeffekt an Weihnachten vor allem um die gemeinsame Zeit mit der Familie geht. Das Weihnachtsessen sollte nicht der größte Aspekt in dieser eigentlich besinnlichen Jahreszeit sein, sondern nur ein Mittel, um den gemeinsamen Abend noch besser genießen zu können. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist: ein perfektes und außergewöhnliches Weihnachtsessen oder wirklich besinnliche Tage mit seiner Familie, was der eigentliche Grundgedanke von Weihnachten ist.