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13.11.2018
Jugendliche gestalten das Gedenken zum Ende des Ersten Weltkriegs im Rahmen des Projekts „100 Botschafter für den Frieden“ und der Jugendbegegnung „Youth for Peace“ – zwei Initiativen in enger Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich

Die Franzöische Botschaft und das Institut français Deutschland haben 100 Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, im Rahmen eines Projekts, an dem deutsche, französische und europäische Schulen beteiligt sind, „Botschafter für den Frieden“ zu werden. Dieses Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amtes und der Mission du Centenaire de la Première Guerre mondiale und wird in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und mit Unterstützung der Bildungsministerien der Bundesländer, des französischen Bildungsministeriums und der französischen Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (AEFE) organisiert.

Seit April diesen Jahres wurden aus Schulen in Deutschland, Frankreich sowie den Schulen des Netzwerks französischer Auslandsschulen in Europa 100 Schülerinnen und Schüler ausgewählt, die im Rahmen der Jugendbegegnung „Youth for Peace – 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg, 100 Ideen für den Frieden“ ihre Ideen für den Frieden vorstellen. Organisiert wird diese Jugendbegegnung vom DFJW und seinen Partnern unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amtes sowie der Mission du Centenaire. Insgesamt versammelt die Begegnung 500 Jugendliche aus 48 Ländern vom 14. bis 18. November in Berlin.

In den 100 Ideen für den Frieden, welche die 100 Botschafter nach Berlin bringen, spiegeln sich die großen Themen wider, die die Jugend aktuell beschäftigen. Diese Beiträge, die als Grundlage für die pädagogischen Workshops dienen, sprechen gesellschaftliche Themen an wie die Gleichstellung von Mann und Frau, die Integration von Migranten oder auch die interkulturelle Verständigung zwischen den Völkern. Im Mittelpunkt der zahlreichen Ideen steht dabei die Europabildung, sei es in Form von verpflichtenden Lehrinhalten in allen Schulen der EU, sei es durch die Förderung von Schüleraustausch oder Schulprojekten. Das politische und gesellschaftliche Engagement der Jugendlichen zeigt sich deutlich in dem Vorschlag, einen verpflichtenden europäischen Zivildienst einzuführen oder die weltweite Entnuklearisierung voranzutreiben – ein Thema, das auch die Umwelt betrifft. Die Umweltproblematik wird in verschiedenen Ideen aufgegriffen, beispielsweise schlagen die Jugendlichen vor, die Plastikproduktion mit 5% zu besteuern oder die Fördermittel für die Entwicklung von Infrastrukturen, die zur Produktion von nachhaltigen und erneuerbaren Energien beitragen, zu erhöhen.

Das Programm der „100 Botschafter für den Frieden“ in Frankreich und Berlin

Am 10. und 11. November reisen vier der 100 Friedensbotschafter nach Frankreich. Am 10. November nehmen sie an einer Begegnung zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron teil, die auf der Lichtung des Waffenstillstands nahe Compiègne stattfinden wird. Zwei der Botschafter mit deutscher Nationalität werden dort einen Text vortragen. Am 11. November werden die vier jungen Botschafter dem „Forum de Paris sur la Paix“ beiwohnen, um eine Reportage zu erarbeiten, die dann im Rahmen der Jugendbegegnung „Youth für Peace“ in Berlin vorgestellt wird.

Am 16. November kommen alle Friedensbotschafter zur internationalen Jugendbegegnung „Youth for Peace“ nach Berlin. Bei der Abschlussveranstaltung am 18. November im KOSMOS findet in Berlin eine Abschlussveranstaltung statt, bei der die Jugendlichen die Ergebnisse der Diskussionen der vorausgehenden Tage präsentieren und einem Gremium hochrangiger Politiker ihre Vorschläge für den Frieden überreichen.

Weitere Infos :
www.institutfrancais.de/100-botschafter
www.dfjw.org/ressourcen/youth-for-peace-100-jahre-nach-dem-ersten-weltkrieg-entwickeln-500-junge-menschen-aus-48-landern-ideen-fur-den-frieden.html