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22.11.2018
Meister der Erinnerung

Am 05. Juli 2018 ist der französische Filmemacher und Schriftsteller Claude Lanzmann im Alter von 92 Jahren in Paris gestorben. Der Meister der Erinnerung, der sein Leben lang gegen das Vergessen gekämpft hat, verlässt die Bühne. Weltberühmt wurde der französische Jude durch sein Opus Magnum Shoah, ein Meilenstein der Filmgeschichte. Selten wurde die Filmgeschichte dermaßen revolutioniert. Shoah ist ein hebräisches Wort. Es bedeutet: großes Unheil, Katastrophe. Ein fast zehnstündiger Dokumentarfilm, der das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte aufarbeitet, den Holocaust. Claude Lanzmanns Filmwerk erzählt von Leben und den Tod in deutschen Konzentrationslagern.
Der 1925 in Paris geborene Claude Lanzmann wurde schon in jungem Alter mit Antisemitismus konfrontiert. Er musste mit ansehen, wie Mitschüler auf Grund des jüdischen Glaubens und ihrer Herkunft verprügelt und beschimpft wurden. Um seinerseits einer Tracht Prügel zu entgehen, leugnete er einmal seine jüdische Herkunft. Dies sollte das letzte Mal sein, schwor er sich damals. (mehr …)

21.11.2018
„Halleluja“ in der Bliesgau-Festhalle

Mit ihrem Programm „Halleluja“ gastieren die beiden Liedermacher Simon und Jan am Samstag 30.03.2019 in der Bliesgau-Festhalle
Sie werden gefeiert als ,,runderneuerte Liedermacher“ (Kölner Stadtanzeiger) und ihre Videos im Netz werden hunderttausendfach geklickt. Sie haben sich die Bühne bereits mit Szenegrößen wie Stoppok, Keimzeit, Konstantin Wecker, Götz Widmann und den Monsters of Liedermaching geteilt.
Sie spielen Gitarre ,,wie junge Götter“ (Kölner Stadtanzeiger), werden gelobt für ihren ,,engelsgleichen Harmoniegesang“ (NWZ), ,,klare Sache: für die beiden kann es nur nach oben gehen“ (Neue Presse). (mehr …)

20.11.2018
Ein 100-jähriger Weg zu mehr Gleichberechtigung für Frauen in Deutschland

Vor 100 Jahren, am 12. November 1918, hat sich die Arbeit vieler engagierter Frauen ausgezahlt und das aktive sowie passive Wahlrecht wurden in Deutschland auch für Frauen eingeführt. Am 19. Januar 1919 konnten in Deutschland erstmals Frauen wählen und gewählt werden, dabei gingen 82 % der wahlberechtigten Frauen zur Wahl, 300 Frauen hatten sich selbst zur Wahl gestellt – tatsächlich gewählt wurden 37 von ihnen. „Auch heute ist die Zahl der Frauen in Parlamenten zu niedrig. Als ich 1994 in den Landtag gewählt wurde, waren wir dort in allen Fraktionen mit insgesamt 19 Frauen von 51 Parlamentariern vertreten. Heute sind es 16 Frauen in einem Parlament mit ebenfalls 51 Sitzen. Wir müssen Frauen wieder dazu animieren, ihre Interessen auch in der Politik zu vertreten.“
Ein in dieser Tendenz vergleichbares Bild zeichnet eine Studie im Auftrag der Gleichstellungsministerkonferenz. (mehr …)

19.11.2018
Ein gefährlicher Trend aus der Mitte der Gesellschaft

Hate Speech, zu Deutsch Hassrede, hat sich in den letzten Jahren zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem entwickelt. Selten wurden hasserfüllte Botschaften in solcher Vehemenz aus einer anonymen Masse heraus vorgetragen. Einzelne Personen sowie Gruppierungen nutzen unter dem Deckmantel der Anonymität des Internets das Recht der freien Meinungsäußerung weit über die juristischen Grenzen hinaus. Beunruhigend an dieser Stelle ist die Tatsache, dass es sich bei diesen Personen nicht nur um rechts- oder linksextrem Gesinnte handelt. Hassrede ertönt laut aus der Mitte unserer Gesellschaft. (mehr …)