Macht mit bei Chilly!

Journalistische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Anmeldung unter post [at] chilly-magazin [dot] de, Telefon 0681/9681487 oder spontan vorbeikommen.

13.11.2018
Jugendliche gestalten das Gedenken zum Ende des Ersten Weltkriegs im Rahmen des Projekts „100 Botschafter für den Frieden“ und der Jugendbegegnung „Youth for Peace“ – zwei Initiativen in enger Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich

Die Franzöische Botschaft und das Institut français Deutschland haben 100 Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, im Rahmen eines Projekts, an dem deutsche, französische und europäische Schulen beteiligt sind, „Botschafter für den Frieden“ zu werden. Dieses Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amtes und der Mission du Centenaire de la Première Guerre mondiale und wird in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und mit Unterstützung der Bildungsministerien der Bundesländer, des französischen Bildungsministeriums und der französischen Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (AEFE) organisiert.

Seit April diesen Jahres wurden aus Schulen in Deutschland, Frankreich sowie den Schulen des Netzwerks französischer Auslandsschulen in Europa 100 Schülerinnen und Schüler ausgewählt, die im Rahmen der Jugendbegegnung „Youth for Peace – 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg, 100 Ideen für den Frieden“ ihre Ideen für den Frieden vorstellen. (mehr …)

24.10.2018
Emilio Pomàrico und die Deutsche Radio Philamonie

Beim großen sinfonischen Auftakt der Reihe „Soiréen“ der Deutschen Radio Philharmonie am Freitag, 9. November, um 20.00 Uhr, in der Saarbrücker Congresshalle übernimmt der Dirigent Emilio Pomàrico den Taktstock. Das Konzert findet im Rahmen des Festivals „Classic for Neophytes“ der Musikfestspiele Saar statt und wird live auf SR 2 KulturRadio und EBU-weit im Hörfunk übertragen.
Emilio Pomàrico konfrontiert die 1. Sinfonie von Johannes Brahms mit den „Sechs Orchesterliedern“ von Arnold Schönberg – gesungen von der deutsch-britischen Sopranistin Sarah Wegener – und der „Musik für Orchester“ von dem mit nur 28 Jahren als Soldat im Ersten Weltkrieg gefallenen Komponisten Rudi Stephan. (mehr …)

19.10.2018
Macht mit bei der Jugendjury des 40. Filmfestivals Max Ophüls Preis!

Festivalleiterin Svenja Böttger und Dr. Carolin Lehberger, Direktorin der Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken, bieten auch in diesem Jahr filminteressierten Schüler·innen die Möglichkeit, sich im Rahmen des 40. Filmfestivals Max Ophüls Preis (14.01. – 20.01.2019) an der Jugendjury zu beteiligen.

Bewerbungsschluss ist Dienstag, der 13. November 2018.

Mit der Initiative möchten die Veranstalter junges Publikum an den deutschsprachigen Film heranführen und das Medium Film als Kulturgut erfahrbar machen. (mehr …)

15.10.2018
Eröffnung des 4. Bauabschnittes der Gedenkstätte „Gestapo-Lager Neue Bremm“

„Die Eröffnung des 4. Bauabschnitts der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm ist kein Schlussstrich für uns, sondern eine weitere wichtige Etappe in der Erinnerungsarbeit“, so Dr. Kurt Bohr, Sprecher der zivilgesellschaftlich engagierten Initiative Neue Bremm zur bevorstehenden Eröffnungsfeier am Sonntag, 21. Oktober 2018 um 15.00 Uhr auf dem Gelände der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm nahe der deutsch-französischen Grenze. Landtagspräsident Stephan Toscani, Ministerpräsident Tobias Hans, Bildungsminister Ulrich Commerϛon und Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz haben Redebeiträge für den Festakt auf dem Gelände an der Zinzinger Straße 9 in Saarbrücken zugesagt.
Durch die finanzielle Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Monika Grütters, der saarländischen Landesregierung, der Landeshauptstadt Saarbrücken, der Saarland Sporttoto GmbH und der Stiftung MESAAR wurde in den letzten Monaten der vierte und zunächst letzte Bauabschnitt auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo-Lagers in Angriff genommen. Wie bei den ersten Fundament-Einfassungen von ehemaligen Baracken des Männerlagers wurden mit Projektmitteln in Höhe von 43.500 € die Markierungen der bisher noch nicht erfassten Häftlingsbaracken für deutsche, französische und osteuropäische Häftlinge sowie das Krankenrevier und die Arrestzellen entsprechend durch Stahlrahmen und im Straßenverkehrsraum durch Stahlnägel gekennzeichnet.
Nahezu 20.0000 Häftlinge, vornehmlich aus Frankreich, aber auch aus südosteuropäischen Ländern wurden von 1943 bis 1944 in diesem Lager misshandelt, gequält und einer ganzen Reihe von Fällen auch ermordet. Nicht zuletzt durch die Forschungen von Elisabeth Thalhofer ist die „Entgrenzung der Gewalt“ zum Begriff geworden, die manche Inhaftierten als „Hölle von Saarbrücken“ bezeichnet haben und als schlimmer erlebten als der Aufenthalt in Buchenwald oder Mauthausen. Mit ihrem Engagement gelang es der Initiative Neue Bremm, die Gedenkstätte „Gestapo-Lager Neue Bremm“ nach einem jahrzehntelangen Prozess des Verdrängens und Vergessens nachhaltig ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und zu dokumentieren, welche Verbrechen in der Endphase des 2. Weltkriegs „vor aller Augen“ an der damaligen deutsch-französischen Grenze begangen wurden. Mit einem internationalen Architektenwettbewerb unter Leitung des bekannten Projektkünstlers Prof. Jochen Gerz (Paris) hatte die Initiative Neue Bremm den Beitrag „Hotel der Erinnerung“ der Architekten Roland Poppensieker und Nils Ballhausen konzeptionell und baulich auf den Weg gebracht.

Am 8. Mai 2004 konnte die Gedenkstätte in Anwesenheit des damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller, des stellvertretenden Landtagspräsidenten Kurt Schönen, zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik und Kultur offiziell der Öffentlichkeit übergeben werden. Weitere Baumaßnahmen, aber auch die Einrichtung einer Häftlingsdatenbank schlossen sich in den nächsten Jahren als Maßnahmen der Ausgestaltung an. „Mit der Kennzeichnung der noch ausstehenden Häftlingsbaracken wird die tatsächliche Dimension des Lagers deutlich, gerade bei Führungen von Schulklassen wird die optische Erfassung der Lagerflächen bedeutend erleichtert“, erklärt Dr. Burkhard Jellonnek, Leiter des Landesinstituts für Pädagogik und Medien und geschäftsführendes Mitglied der Initiative Neue Bremm.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 21. Oktober um 15 Uhr statt.

Die erforderlichen Anmeldungen für die Eröffnungsfeier im Hotel Mercure Süd auf dem Gelände der Gedenkstätte werden erbeten unter:

anmeldung [at] lpm [dot] uni-sb [dot] de.

Foto: Den Beginn der Bauarbeiten begleiteten (von links) der Sprecher der Initiative Neue Bremm, Dr. Kurt Bohr, Dr. Burkhard Jellonnek (Landesinstitut für Pädagogik und Medien) sowie der mit der Bauausführung beauftragte Architekt Oliver Brünjes. Copyright: Initiative Neue Bremm