Ferienseminar am 09. und 11. Okt.

Am 09. und 11. Oktober findet unser jährliches Ferienseminar zum Einstieg in den Journalismus statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen! In unserer Redaktion in SB jeweils von 10-15 Uhr.

15.10.2018
Eröffnung des 4. Bauabschnittes der Gedenkstätte „Gestapo-Lager Neue Bremm“

„Die Eröffnung des 4. Bauabschnitts der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm ist kein Schlussstrich für uns, sondern eine weitere wichtige Etappe in der Erinnerungsarbeit“, so Dr. Kurt Bohr, Sprecher der zivilgesellschaftlich engagierten Initiative Neue Bremm zur bevorstehenden Eröffnungsfeier am Sonntag, 21. Oktober 2018 um 15.00 Uhr auf dem Gelände der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm nahe der deutsch-französischen Grenze. Landtagspräsident Stephan Toscani, Ministerpräsident Tobias Hans, Bildungsminister Ulrich Commerϛon und Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz haben Redebeiträge für den Festakt auf dem Gelände an der Zinzinger Straße 9 in Saarbrücken zugesagt.
Durch die finanzielle Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Monika Grütters, der saarländischen Landesregierung, der Landeshauptstadt Saarbrücken, der Saarland Sporttoto GmbH und der Stiftung MESAAR wurde in den letzten Monaten der vierte und zunächst letzte Bauabschnitt auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo-Lagers in Angriff genommen. Wie bei den ersten Fundament-Einfassungen von ehemaligen Baracken des Männerlagers wurden mit Projektmitteln in Höhe von 43.500 € die Markierungen der bisher noch nicht erfassten Häftlingsbaracken für deutsche, französische und osteuropäische Häftlinge sowie das Krankenrevier und die Arrestzellen entsprechend durch Stahlrahmen und im Straßenverkehrsraum durch Stahlnägel gekennzeichnet.
Nahezu 20.0000 Häftlinge, vornehmlich aus Frankreich, aber auch aus südosteuropäischen Ländern wurden von 1943 bis 1944 in diesem Lager misshandelt, gequält und einer ganzen Reihe von Fällen auch ermordet. Nicht zuletzt durch die Forschungen von Elisabeth Thalhofer ist die „Entgrenzung der Gewalt“ zum Begriff geworden, die manche Inhaftierten als „Hölle von Saarbrücken“ bezeichnet haben und als schlimmer erlebten als der Aufenthalt in Buchenwald oder Mauthausen. Mit ihrem Engagement gelang es der Initiative Neue Bremm, die Gedenkstätte „Gestapo-Lager Neue Bremm“ nach einem jahrzehntelangen Prozess des Verdrängens und Vergessens nachhaltig ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und zu dokumentieren, welche Verbrechen in der Endphase des 2. Weltkriegs „vor aller Augen“ an der damaligen deutsch-französischen Grenze begangen wurden. Mit einem internationalen Architektenwettbewerb unter Leitung des bekannten Projektkünstlers Prof. Jochen Gerz (Paris) hatte die Initiative Neue Bremm den Beitrag „Hotel der Erinnerung“ der Architekten Roland Poppensieker und Nils Ballhausen konzeptionell und baulich auf den Weg gebracht.

Am 8. Mai 2004 konnte die Gedenkstätte in Anwesenheit des damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller, des stellvertretenden Landtagspräsidenten Kurt Schönen, zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik und Kultur offiziell der Öffentlichkeit übergeben werden. Weitere Baumaßnahmen, aber auch die Einrichtung einer Häftlingsdatenbank schlossen sich in den nächsten Jahren als Maßnahmen der Ausgestaltung an. „Mit der Kennzeichnung der noch ausstehenden Häftlingsbaracken wird die tatsächliche Dimension des Lagers deutlich, gerade bei Führungen von Schulklassen wird die optische Erfassung der Lagerflächen bedeutend erleichtert“, erklärt Dr. Burkhard Jellonnek, Leiter des Landesinstituts für Pädagogik und Medien und geschäftsführendes Mitglied der Initiative Neue Bremm.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 21. Oktober um 15 Uhr statt.

Die erforderlichen Anmeldungen für die Eröffnungsfeier im Hotel Mercure Süd auf dem Gelände der Gedenkstätte werden erbeten unter:

anmeldung [at] lpm [dot] uni-sb [dot] de.

Foto: Den Beginn der Bauarbeiten begleiteten (von links) der Sprecher der Initiative Neue Bremm, Dr. Kurt Bohr, Dr. Burkhard Jellonnek (Landesinstitut für Pädagogik und Medien) sowie der mit der Bauausführung beauftragte Architekt Oliver Brünjes. Copyright: Initiative Neue Bremm

11.10.2018
Wir gratulieren!

Das Festival PERSPECTIVES ist Preisträger des Prix de l’Académie de Berlin. Die Académie de Berlin zeichnet jedes Jahr eine Person oder eine Institution aus, die sich der Vertiefung der Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland widmet und die in den Bereichen Kunst, Kultur, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Bildung tätig ist. Ganz im Geiste Voltaires fördert und unterstützt sie den geistigen Austausch und Dialog zwischen Deutschland und Frankreich.
Mitglieder der Académie de Berlin sind Persönlichkeiten, die dem deutsch-französischen Austausch verpflichtet sind, darunter Anselm Kiefer, Nils Minkmar, Thomas Ostermeier, Patricia Oster-Stierle, Volker Schlöndorff, Wim Wenders und Ulrich Wickert. Die Funktion der Protectrice der Académie – der Schirmherrin – nimmt die Botschafterin der Republik Frankreich in Deutschland, Anne-Marie Descôtes, wahr.
Vorschlagsberechtigt sind ausschließlich die Mitglieder der Académie de Berlin. Jährlich werden mindestens drei Kandidaten vorgeschlagen. Die Mitglieder der Académie de Berlin treten zusammen, um den jährlichen Preisträger zu wählen. Der Preis der Académie de Berlin ist mit 10.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Tomi Ungerer, Stéphane Hessel und Luc Bondy.

09.10.2018
Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Antisemitismus

Prantl, Kailitz, Kazim, Speit und Guhl – Experten zu Gast:
Demokratie in Gefahr! Kulturforum der Sozialdemokratie, Arbeitskammer des Saarlandes und Stiftung Demokratie Saarland fragen nach den Auswirkungen rechter Bewegungen.

Deutschland im Herbst 2018: Rechtspopulisten, die mit Identitären, Reichsbürgern, gewaltbereiten Hooligans bis hin zu Rechtsextremen gemeinsame Sache machen. Fake News, Filterblasen und Algorithmen spalten die Gesellschaft weiterhin, Schuldzuweisungen an Geflüchtete und an die „Lügenpresse“ sind längst „salonfähig“.
Ist die AfD nur das Resultat von Wählerverdruss und Unzufriedenheit von Wutbürgern? Steckt dahinter am Ende nicht doch eine Partei, die den Systemwechsel anstrebt, indem sie die Demokratie ablehnt und so ihre existentiellen Rahmenbedingungen – die Verpflichtung auf das Grundgesetz, Anerkennung der Menschenrechte, Gewaltenteilung, Meinungs- und Pressefreiheit – in Frage stellen? Muss die Partei oder einzelne Exponenten vom Verfassungsschutz beobachtet werden? (mehr …)

05.10.2018
Frankfurter Messe auf dem Weg zum Global Player

Messen in Frankfurt gibt es seit rund 800 Jahren. Keimzelle der modernen Messe Frankfurt und wegweisend für den nachhaltigen weltweiten Werdegang des Unternehmens war die Frankfurter Exportmesse 1948 – ein Ereignis, das sich am 3. Oktober zum 70. Mal jährt. In wirtschaftlicher und psychologischer Hinsicht war die Wirkung dieser ersten Herbstmesse nach dem Zweiten Weltkrieg enorm – sowohl für die Ankurbelung des deutschen Außenhandels als auch für den Wiederaufbau und die Weiterentwicklung der Messe Frankfurt hin zu einem Marktführer der internationalen Messebranche. (mehr …)