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The American Way of Life

Kaum ein Land ist wirtschaftlich so weit entwickelt wie die USA, doch dafür mangelt es an der sozialen Entwicklung. In keinem anderen Land ist die Wahrscheinlichkeit größer als in den USA, dass man seinen 50. Geburtstag nicht mehr erlebt. Das ergab die Studie der Nationalen Akademien, bei der die USA mit 16 anderen wohlhabenden Demokratien verglichen wurden – darunter Kanada, Australien, Japan, Deutschland, Frankreich, Spanien und Finnland. Der Report entstand unter der Federführung von Professor Steven Woolf von der Virginia Commonwealth University in Richmond im US-Bundestaat Virginia, für den das Resultat ebenso erschreckend war. Die Untersuchungen der verschiedenen Kategorien ergaben, dass die USA stets auf dem letzten Rang landeten oder nur knapp davor. So gibt es in den USA unter allen untersuchten Nationen „die höchste Kindersterblichkeit, die niedrigsten Geburtsgewichte, die größte Zahl an schweren Verletzungen, die meisten Morde, die höchste Zahl sexuell übertragbarer Krankheiten, die höchste Aids-Rate, die meisten Drogentoten, die größte Zahl von Menschen mit Fettleibigkeit und Diabetes, die meisten Todesfälle durch Verkehrsunfälle, die größte Zahl an Behinderten, die meisten Herz- und chronischen Lungenkrankheiten. Und – der Trend deutet sogar in Richtung einer weiteren Verschlechterung“. Doch wie kann dies möglich sein, wenn in keinem Land der Welt so viel Geld pro Einwohner in das Gesundheitssystem investiert wird, fragte sich Woolf. Folglich wird eine nationale Diskussion über die Ursachen gefordert.

Ein Punkt ist das Gesetz des Waffenbesitzes. 69 Prozent aller Morde werden mit Schusswaffen begangen. Ein weiteres grundlegendes Thema ist die Ernährung: Die Ernährung in den USA ist zu kalorienreich und wird bereits im Kindesalter konsumiert. Hierbei gibt es eine Korrelation zwischen dem Bildungsgrad und dem Gesundheitsbewusstsein.

Wissenschaftler vermuten, dass es auch an kulturellen Aspekten liegen könnte. Amerikaner, die bekannt sind als freiheitsliebende Menschen, schnallen sich seltener im Auto an, als beispielsweise Deutsche. Der American Way of Life eben.