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15.01.2015
Tout es pardonné

Eine Woche nach dem Terroranschlag auf Charlie Hebdo ist die neue Ausgabe des Satire-Magazins erschienen. Und ausverkauft. Die ersten 700.000 gedruckten Exemplare, die am Mittwoch in Frankreich erschienen waren innerhalb weniger Minuten vergriffen. Schon in den frühen Morgenstunden standen die Menschen Schlange, um eines der begehrten Exemplare zu erwerben. Auf dem Titelbild ist eine Karikatur des Propheten Mohamed abgedruckt, der von dem Vorfall sichtlich betroffen, eine Träne nicht unterdrücken kann. In der Hand hält dieser ein Schild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“, jener weltweiten Solidaritätsbekundung die mittlerweile jedem bekannt sein dürfte. Überschrieben ist die Karikatur mit den Schriftzügen „ Tout est pardonné“, alles ist vergeben. Weitere Nachlieferungen des provokanten Satire-Magzins sind für Donnerstag, Freitag und Samstag angekündigt.

Für gewöhnlich erscheint Charlie Hebdo in einer Auflage von 60.00 Exemplaren. Mittlerweile wurde die Auflage auf 5 Millionen erhöht und soll in 25 Ländern erscheinen, darunter auch in der Türkei, wo das Satire-Magazin der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ beigelegt wird. Allerdings mit ausgewählten Karikaturen und ohne das oben genannte Titelbild. Die neue Ausgabe von Charlie Hebdo wird in acht Sprachen erscheinen. Eine deutsche Ausgabe ist nicht geplant. Am Wochenende wird das Magazin in den deutschen Kiosken erhältlich sein. Auch hierzulande darf mit einem Ausverkauf gerechnet werden.

Die große Solidarität für Charlie Hebdo dürfte den Gegner der freien Demokratie ein Dorn im Auge sein. In der aktuellen Ausgabe machen sich die Autoren über die Terroristen lustig, die vergangene Woche zwölf Menschen getötet haben. So vergnügt sich in einer Karikatur das Team von Charlie Hebdo im Himmel mit den für die Märtyrer versprochenen Jungfrauen. Verdutzt schauen die Terroristen drein. Charlie Hebdo lebt weiter. Der Bleistift wurde nicht gebrochen. Allerdings findet die neue Ausgabe von Charlie Hebdo nicht überall Zuspruch. So kritisiert der Iran die Mohamed Karikatur auf dem Titelblatt. Die Autoren würden die Pressefreiheit missbrauchen. Die IS verurteilt die Mohamed-Karikaturen. Die Veröffentlichung sei dumm. All das wird Charlie Hebdo nicht davon abhalten ihrer Meinungsfreiheit Ausdruck zu verleihen. Jetzt erst recht.

14.01.2015
2000 Tote bei terroristischen Anschlägen in Nigeria

Der grausame Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris am 7. Januar ist der Grund, weshalb wir uns seit einer Woche mit dem Thema Terrorismus, Islamismus und Rassismus intensiv beschäftigen. Die Folge des Terroranschlages war eine Flut an Solidaritätsbekundungen aus der ganzen Welt, Protestmärsche sowie öffentliche Schweigeminuten. Zwei Tage danach, wurden etwa 2000 Zivilisten wahllos bei einem Angriff der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria ermordet. Doch wo blieb der internationale Aufschrei? Der blieb aus. Lediglich der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, schloss in seiner Rede für die Opfer der Pariser Anschläge Worte für die ermordeten Opfer in Nigeria ein: „Gemeinsam müssen wir dafür kämpfen, dass wir uns niemals vom Hass der Terroristen anstecken lassen.“ Die Freiheit aller, in Europa und auf der ganzen Welt, müsse verteidigt werden. „Deshalb gedenken wir heute auch der zahlreichen Opfer der Fanatiker von Boko Haram in Nigeria.“

Während im muslimischen Norden Nigerias, in Baga, etwa 130.000 schlecht ausgerüstete und wenig ausgebildete Soldaten versuchen, den Terror tagtäglich zu bekämpfen, betreibt Goodluck Jonathan im christlichen Süden friedlich seinen Wahlkampf. Eine drastische Konsequenz sind zahlreiche Desertionen der Soldaten, sie wollen kein Kanonenfutter mehr für die Terroristen sein, die weitaus professioneller ausgerüstet sind. Doch Staatspräsident Jonathan scheint die dramatische Lage im Norden seines Landes zu ignorieren, sie gar tot zu schweigen, da er keine Kontrolle über die Situation mehr hat. In der Zwischenzeit flüchten tausende von Menschen in benachbarte Regionen. Schätzungen zufolge werden bislang zwischen 800.000 und 1,5 Millionen Flüchtlinge verbucht. Und das obwohl es dem Bundesstaat in Westafrika eigentlich gut gehen müsste. Schließlich ist Nigeria eine der größten Erdölnationen der Welt, doch dies scheint im Norden nicht anzukommen. Folglich ist eine Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage unabdingbar. Bundestagsabgeordneter Frank Heinrich traf mit seinen Worten den wunden Punkt: „Wir schielen. Wir sind als Öffentlichkeit, oft auch als Politiker schizophren, indem wir das eine hoch achten – die 20 Menschenleben aus Paris. Und auf der anderen Seite die gleiche Wertigkeit nicht den 2000 Menschen aus Nigeria beimessen. Das kriege ich gar nicht in Worte gefasst, wie mich das aufregt.“

Bild: PD-US-Military / wikipedia.de

13.01.2015
Trägerrakete schafft es nicht unversehrt zurück

Wie schon vergangene Woche berichtet, arbeitet die Firma SpaceX momentan an einer Trägerrakete, die statt in der Atmosphäre zu verglühen oder im Weltall als Raumschrott zu enden den Weg zurück zu Erde finden und dort auf einer Platform im Ozean kontrolliert landen soll.

Nachdem der Start, der für vergangenen Dienstag geplant war, wegen technischer Probleme zunächst verschoben werden musste, startete das Raumfahrzeug am vergangenen Samstag dann endlich zur ISS. Dabei ist der Flug der privaten, unbemannten Raumkapsel „Dragon“ zur ISS mittlerweile schon fast Routine. Dementsprechend kamen die mehr als 2 Tonnen Fracht auch sicher dort an und die Versorgung der Besatzung der Internationalen Raumstation ist sichergestellt.

Das Experiment die Trägerrakete sicher zu landen ist jedoch fehlgeschlagen, denn die „Falcon 9“ schlug leider zu hart auf. Schon vor dem Start hatte SpaceX angekündigt, dass eine solche Mission extrem schwierig wäre und dass die Erfolgschancen bei nur knapp 50% liegen. Dennoch selbst bei einer Erfolgsquote von „nur“ 50% wäre das ein gigantischer finanzieller Fortschritt, denn eine einzelne Trägerrakete koste schon mehr als 100 Mio. USD und war bisher nur für einen einzigen Gebrauch konzipiert. Danach war das Trägersystem verloren.

Der fünfte Flug der Dragon zur ISS brachte neben einigen Versorgungsgütern auch Schülerexperimente ins All. Sie sollten schon im Herbst vergangenen Jahres zur ISS gebracht werden, wurden aber zerstört bei einem Unfall, bei dem der Frachter explodierte. Zu Schaden kam dabei niemand, da das Gefährt unbemannt ist. Die Schüler hatten ihre Experimente dementsprechend im Vorfeld des Start neu bauen müssen.

Die NASA hat außerdem bekannt gegeben, dass die Dragon in einer modifizierten, neuen Version aber 2017 auch bemannt fliegen soll. So sollen zum ersten Mal in der Geschichte Astronauten von einer privaten Firma ins All gebracht werden.

12.01.2015
Farin Urlaub Racing Team on Tour

Das Farin Urlaub Racing Team geht ab Mai 2015 unter dem Motto „Es besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit“ auf Konzertreise. Nach der FURT-Clubtour im Herbst 2014 geht es damit wieder auf geräumigere Bühnen. Dabei sind die Songs des neuen Albums „Faszination Weltraum“ und natürlich die Hits, Geheimtipps und Lieblingslieder aus den anderen vier Alben und 13 Jahren Solokarriere Farin Urlaub.

 

Die Band lässt ausrichten, dass sie sich sehr auf diese Tournee freut.

Wer hat Lust, vorbeizukommen?

 

Das Farin Urlaub Racing Team auf Tour. Ab Mai 2015.

Es besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit.

 

11.05.2015 Siegen, Siegerlandhalle

14.05.2015 Köln, Palladium

16.05.2015 Würzburg, S.Oliver Arena

20.05.2015 CH-Zürich, Komplex 457 

22.05.2015 Saarbrücken, E-Werk

23.05.2015 Erfurt, Thüringenhalle

26.05.2015 Bremen, Pier 2

27.05.2015 Hannover, Swiss Life Hall

29.05.2015 Leipzig, Arena

30.05.2015 Hamburg, Sporthalle

02.06.2015 Münster, MCC Halle Münsterland

03.06.2015 Frankfurt, Jahrhunderthalle

05.06.2015 AT-Wien, Arena Open Air

06.06.2015 AT-Graz, Freiluftarena

08.06.2015 München, Zenith

11.06.2015 Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle

12.06.2015 Stuttgart, Schleyerhalle

 

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen startet am 13.09.2014 ab 09:00 Uhr. Auf www.farin-urlaub.de sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Bild: Olaf Heine; poppconcerts