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07.02.2015
Jetzt für Schülerstipendium bewerben!

START, die größte deutsche Förderinitiative für Jugendliche mit Migrationshintergrund, die Schlüsselqualifikationen für die schulische und berufliche Laufbahn sowie eine aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens vermittelt, schreibt im Saarland zum zehnten Mal Stipendienplätze aus. Unterstützt werden die START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH, die ASKO EUROPA-STIFTUNG und das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes dabei mit ideeller und finanzieller Hilfe u. a. von der Bank 1 Saar, der Europäischen Akademie Otzenhausen, der MTG Lager & Logistik GmbH, der SaarLB und der Stiftung Europrofession.

Bildungsminister Ulrich Commerçon betont: „Ich freue mich, dass nun bereits zum zehnten Mal mit dem START-Stipendium im Saarland gute Leistungen in der Schule und vor allem soziales Engagement von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gewürdigt werden. Das Stipendium ist ein wichtiger Beitrag zur Herstellung von Chancengerechtigkeit. Eine moderne und erfolgreiche Bildungspolitik setzt auf die Entfaltung besonderer Talente und Potenziale. Das START-Stipendium fördert Jugendliche, die durch ihre Kreativität und Innovationskraft die ganze Gesellschaft bereichern.“

Schulische und soziale Potenziale

Robert Hasse, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH, erklärt: „Wir wissen, dass viele Jugendliche mit Migrationshintergrund über ein großes Wissenspotenzial und sehr gefragte soziale Fähigkeiten verfügen. Jedoch gibt es für sie immer noch zu viele Zugangshürden zu unserem Bildungssystem. Bei den Abiturienten sind sie beispielsweise nach wie vor unterrepräsentiert. START fördert die Stipendiaten auf ihrem Weg zum Abitur oder Fachabitur, bestärkt sie in ihrem Engagement und unterstützt sie in ihrer weiteren Lebensplanung. Unser Ziel ist es, dass sie ihr Potenzial mit Hilfe des Stipendiums besser entfalten und in unsere Gesellschaft einbringen können.“

Das Programm unterstützt die Stipendiaten bis zum Abitur materiell und ideell. Die materielle Förderung umfasst monatlich 100 Euro Bildungsgeld, einen Laptop und Drucker sowie bei Bedarf weitere finanzielle Unterstützung, z. B. für Nachhilfe, Vereinsbeiträge, Computer- oder Sprachkurse, etc. Das Herzstück bildet die ideelle Förderung mit einem breit gefächerten Bildungsprogramm: Seminare u. a. in den Bereichen Kommunikation, Engagement, Persönlichkeitsbildung, Natur und Technik, Politik, Sport, Kunst und Musik, Ferienakademien und einen jährlichen SommerCampUs. Hinzu kommen Besuche von Kulturveranstaltungen, Exkursionen in Unternehmen, Vereine, öffentliche Einrichtungen, Arbeitsgemeinschaften, Workshops sowie Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung.

Was START für ihn bedeutet, erläutert Sharujan Premkumar, Stipendiatensprecher für die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland: „Das START-Stipendium bietet nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern in erster Linie auch eine ideelle Förderung, die mir bis jetzt sehr geholfen hat. Durch die zahlreichen Seminare habe ich viel außerschulisches Wissen und auch wertvolle Erfahrungen erlangen können. Dadurch habe ich mich auch persönlich sehr weiterentwickelt, genauso wie durch den Austausch mit meinen Mitstipendiaten und das Kennlernen vieler verschiedener Kulturen. START hilft nicht nur, die Steine auf meinem Weg zu entfernen, sondern auch, die Bausteine zu finden, die mir meinen Weg zeigen.“ Seitdem die Gemeinnützige Hertie-Stiftung 2002 das Programm in Hessen ins Leben rief, das seit 2007 die START-Stiftung gemeinnützige GmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung durchführt, konnten insgesamt etwa 1.950 Schüler von dem Programm profitieren. Aktuell werden rund 650 Schülerinnen und Schüler aus etwa 90 Herkunftsländern gefördert – davon 31 im Saarland. 36 Jugendliche haben seit der Programm-Einführung im Jahr 2005 im Saarland bereits ihr Abitur abgelegt.

Bewerben – wer und wie

Für den zehnten Jubiläumsjahrgang können sich motivierte Jugendliche mit Migrationshintergrund bewerben, die gesellschaftlich engagiert sind – also z. B. in einem Verein aktiv sind, Personen im privaten Umfeld unterstützen oder sich über den Unterricht hinaus in das Schulleben einbringen, und gut in der Schule sind. Bewerbungen können von allen Schulformen eingereicht werden. Zum Bewerbungszeitpunkt sollten die Schülerinnen und Schüler die 9. oder 10. Klassenstufe (bei Schulabschluss nach 13 J.) oder die 8. und 9. Klassenstufe (bei Schulabschluss nach 12 J.) besuchen.

Im ersten Schritt ist eine Kurzbewerbung gefragt, die vom 1. Februar bis 1. März 2015 online unter www.start-stiftung.de einzureichen ist. Bei überzeugenden Inhalten folgt eine ausführlichere Bewerbung. Die finale Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten wird nach persönlichen Gesprächen, die vor den Sommerferien stattfinden, getroffen. Die Aufnahme in das Stipendium erfolgt zum 1. August 2015.

Foto: START-Stiftung gGmbH

31.01.2015
Donnerstag, 05. Februar 2015 in Theley

Bereits zum sechsten Mal plant und organisiert die Gemeinde Tholey gemeinsam mit Kooperationspartnern eine Ausbildungsmesse. Bisher wurde die Ausbildungsmesse unter dem Namen „TopJob“ jeweils an drei Tagen durchgeführt und pro Messe von über 2000 Teilnehmern besucht.

„Aufgrund zahlreicher Anregungen von Betrieben, die an den bisherigen Messen teilgenommen haben, und den veränderten Bedingungen auf dem Ausbildungsmarkt wird die Ausbildungsmesse an die Bedingungen des Ausbildungsmarktes angepasst und eine neue Konzeption realisiert“, so Bürgermeister Hermann Josef Schmidt.

Unter dem Namen „Fit 4 Job“ wird die Ausbildungsmesse am

Donnerstag, 5. Februar,
von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr,
in der Gemeinschaftsschule/ERS „Schaumberg“
und der Sport- und Kulturhalle Theley

durchgeführt.

Wie Rudi Geßner, der Geschäftsführer der „Stiftung Kind und Jugend“, ergänzt, sollen die Jugendlichen dabei die Möglichkeit erhalten, sich direkt an den Betrieb zu wenden, bei welchem sie sich für eine Ausbildung interessieren.

Die Messe „Fit 4 Job“ wird auf drei Säulen basieren:

Bewerbungsgespräche:
Hier bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit zu direktem Kontakt mit den Unternehmen!

Messe:
Der klassische Bestandteil geht nicht verloren: Unentschlossene Jugendliche können sich an den Ständen von Unternehmen unverbindlich informieren.

Workshops und Vorträge:
Viele der ausstellenden Unternehmen stellen ihre Ausbildungsberufe innerhalb eines Vortrages vor. In den Workshops haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich Tipps für Bewerbungsgespräche zu holen oder einen Etikettekurs zu besuchen, denn der erste Eindruck ist oft entscheidend. Außerdem können unter fachkundiger Anleitung Bewerbungsunterlagen erstellt oder überarbeitet werden.

Eine weitere Neuerung ist das „Online-Tool“: Unter www.ausbildungsmesse-fit4job.de können Jugendliche sich für Bewerbungsgespräche, Vorträge und Workshops anmelden!

Infos und Anmeldung: www.ausbildungsmesse-fit4job.de

Foto: Gemeinde Tholey

30.01.2015
Dirk Nowitzki

„Der perfekte Wurf“ ist sein Markenzeichen. Im Rückwärtsfallen den Ball in Richtung Korb werfen. Einen Moment lang dem Ball nachschauen, mit den Augen der Flugbahn folgen und sehen wie der Ball einschlägt.

Dirk Nowitzki ist momentan mit Abstand der beste deutsche Basketballer, vielleicht sogar der beste deutsche Spieler aller Zeiten. Der mittlerweile 36 Jahre alte Power Forward der Dallas Mavericks gilt außerdem als absolutes Idol, nicht nur hier in Deutschland, sondern vor allem auch in seinem Team und in den USA.

Nun kommt „Nowitzki. Der perfekte Wurf“, eine Dokumentation über sein Leben, in die deutschen Kinos. Sie zeigt den deutschen Ausnahme-Basketballer privat und skizziert seinen sportlichen Werdegang noch einmal zusammengefasst in 105 Minuten.

In dem Film werden nicht nur seine Familienangehörigen und Freunde aus Würzburg interviewt, sondern auch amerikanische Sportjournalisten, die eine andere Perspektive auf ihn richten. Sie schildern seine Entwicklung in Amerika genauer. Auch der Besitzer der Dallas Mavericks, Mark Cuban, berichtet von Nowitzkis Anfängen in der NBA.

Der Film zeigt auch die besondere Beziehung zwischen Nowitzki und seinem persönlichen Trainer Holger Geschwindner. Dieser entdeckte den jungen Ausnahmesportler und trainierte ihn. Er hat Dirk zu dem gemacht, was er heute ist. Die Beziehung zwischen den beiden wird bildlich als „der verrückte Professor und Frankenstein“ beschrieben. Geschwindner war es auch, der für Dirk die ersten Kontakte nach Amerika aufbaute und ihn für den „Nike SummitHoop“ 1998 anmeldete. Diesen schloss er mit einer herausragenden Leistung ab und sein Punkterekord hielt sogar bis vor ein paar Jahren. Nachdem er dann auch in der U-22 Europameisterschaft für Deutschland herausragend spielte, wurde er als erster Deutscher unmittelbar, also ohne vorher auf einem amerikanischen College gespielt zu haben, 1998 an 9. Stelle im NBA-Draft gepickt.

Er kam zu dem damals mittelmäßigen Team der Dallas Mavericks. In seinem ersten Jahr tat sich Nowitzki unglaublich schwer und litt unter einem hohen Erwartungsdruck. Doch schon in der zweiten Saison verbesserte er sich enorm und wurde zu einem Führungsspieler seines Teams. Er hatte damals auch einen großen Anteil daran, dass die Mavericks nach 11 Jahren wieder einmal in die Playoffs einzogen.

In den nächsten Jahren zeigte Nowitzki weiter hervorragende Leistungen und schaffte es 2006 mit Dallas in die NBA Finals. Dort scheiterte er jedoch an den Miami Heat.

In der folgenden Saison spielte er als erster Europäer im NBA-All-Star-Team des Westens und wurde am Ende der Saison sogar zum wertvollsten Spieler der regulären Saison (MVP) gewählt.

Die darauffolgenden  Jahre verliefen eher durchwachsen bis zu der Erfolgssaison 2010/11. Nach der bitteren Niederlage 2006 kamen die Mavericks erneut in die NBA Finals, erneut gegen die Miami Heat. Nachdem Miami das erste Spiel recht deutlich gewinnen konnte, schaffte es das Team mit einer unglaublichen Aufholjagd das zweite Spiel zu gewinnen und die Serie auszugleichen. Diese Finalspiele wurden auch in vielen Kneipen in Deutschland verfolgt, unter anderem in Würzburg, Dirks Heimatstadt. Das dritte Spiel dann ging erneut an Miami und so lag Dallas mit Nowitzki erneut hinten. In den nächsten beiden Spielen aber gelang es seinem Team die Serie an sich zu reißen und so flogen sie mit einer 3:2 Führung nach Miami, wo sie die erste Chance hatten die NBA Finals zu gewinnen. Diese konnten die Mavericks auch direkt nutzen und Nowitzki gewann als erster Deutscher den NBA-Titel und wurde darüber hinaus auch zum besten Spieler der Finalserie gewählt (Finals MVP).

Nowitzki spielt heute immer noch für die Dallas Mavericks und hat dort noch einen Dreijahresvertrag. Nach der Erfüllung dieses Vertrages wird er vermutlich seine Karriere beenden und aller Voraussicht nach in die Hall-of-Fame eintreten.

Wer mehr über unseren besten Basketballer erfahren möchte, der sollte sich den Film „Nowitzki. Der perfekt Wurf“ ansehen und erfährt dort nicht nur mehr über seine Karriere, sondern sieht auch seinen beeindruckenden Charakter und seine bemerkenswerte Einstellung, die ihm dabei geholfen hat das zu werden, was er heute ist.

Der Film zeigt nicht nur die Magie des Sportes Basketball. Er zeigt auch einen herausragenden Menschen mit einer Lebenseinstellung, die heute bei vielen vergeblich gesucht wird.

Ein Artikel von Jan Kronauer

Bild: Keith Allison

29.01.2015
Griechenland weicht von europäischer Linie ab

Die Regierung in Griechenland steht. Die linksgerichtete Partei von Tsipras ist eine Koalition mit der rechtspopulistischen Anel eingegangen. Ideologisch liegen beide weit auseinander. Als würde hierzulange die Linke mit der AfD koalieren.  Einziger gemeinsamer Nenner ist die strikte Ablehnung der Sparpolitik und der europäischen Integration. Die Griechen scheinen es ernst zu meinen was den radikalen Wechsel betrifft.

Dieser verursacht Reaktionen. Die Aktienwerte brechen ein, Rating Agenturen drohen mit einer Herabstufung der Bonität des Landes. Regierungschef Alexis Tsipras will trotz Warnungen an dem strikten Sparkurs Griechenlands nicht festhalten. Weiterhin will er den Abbau des 320€ Milliarden schweren Schuldenberges neu gestalten und wieder mehr Staatsbedienstete einstellen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schließt derweil einen Schuldenschnitt für das verschuldete Griechenland aus. Er versucht Athen zur Zusammenarbeit mit Brüssel zu überzeugen. „Griechenland muss Europa respektieren“, so Juncker. Er schließt einen Schuldenerlass aus. „Das werden die anderen Länder der Eurozone nicht akzeptieren.“ EU-Parlamentspräsident Martin Schulz wird heute nach Athen reisen, um mit der neu gewählten Regierung zu sprechen. Hierbei bezieht er eine eindeutige Stellung. „Ich habe keinen Bock, ideologische Debatten zu führen mit einer Regierung, die gerade mal zwei Tage im Amt ist. Was wir brauchen, das sind pragmatische Lösungen. Das werde ich ihm(Tsipras) vorschlagen“. Schulz möchte mit Tsipras nicht nur über finanzpolitische Lösungen sprechen. Er wird auch über die Stellung Griechenlands zu Russland-Sanktionen sprechen. Athen steht den Russland-Sanktionen kritisch gegenüber.  Theoretisch könnte Griechenland weitere Sanktionen gegen Russland blockieren. Schulz verurteilt diesen außenpolitischen Alleingang der neuen Regierung. Dies könne nicht der Weg sein. Das Verhältnis zwischen Griechenland und der Europäischen Union ist zweifelsohne angespannt. Was erwartet Griechenland von der EU? Und was erwartet die EU von Griechenland? Man darf eine Interessante Reise des EU-Parlamentspräsidenten nach Athen erwarten. Wird Martin Schulz Tacheles reden?

 

Bild: Wikipedia