Neue "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

06.04.2019
Interkulturelles Seminar für Jugendliche am 23. März

Samstag Vormittag, 10 Uhr bei der IHK des Saarlandes. Das frühlingshafte Wetter lädt dazu ein den Tag draußen zu verbringen. Dennoch, 13 junge Leute aus dem Saarland und aus Lothringen treffen sich zum interkulturellen Vorbereitungsseminar, um sich auf ihr Praktikum im Nachbarland vorzubereiten. Die Kolleginnen vom Goethe Institut, die das Seminar im Auftrag des INTERREG-Projekts Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung (FagA) durchführen, verstehen es durch verschiedene Übungen die Jugendlichen miteinander in Kontakt und zum Reden (in der Nachbarsprache) zu bringen.
Eine überdimensionale Landkarte der Grenzregion Saarland-Lothringen liegt auf dem Boden. Darauf verschiedene Artikel, die die Teilnehmer versuchten den beiden Ländern passend zuzuordnen. Dadurch kommt man ins Gespräch miteinander, beispielsweise darüber, ob man beim Frühstücksei den Löffel benutzt oder das Ei mit einem Stück Baguette („mouillette“) „austunkt“. Eine Teilnehmerin hält einen Spielzeug Polizeiwagen in der Hand; wie ist das mit der Polizei in den beiden Ländern? Ein lothringischer Teilnehmer berichtet daraufhin von einem kleinen Unfall im Saarland, zu dem er die Polizei rufen musste. Aber nett seien sie gewesen, die Polizisten. Ein zusammengeknüllter gelber Sack liegt auf der Landkarte. Wie wird es in Frankreich mit dem Recycling gehandhabt, gibt es eigentlich Pfandflaschen in Frankreich?
Etwas später. Ein Würfelspiel an wechselnden Tischen mit wechselnden Regeln bringt die Jugendlichen dazu darüber zu diskutieren, wie man sich wohl am besten beim Praktikum im Nachbarland verhält. Ist es besser die eigenen Angewohnheiten durchzuhalten oder ist es günstig erst einmal zu beobachten, wie bestimmte Dinge im neuen Betrieb im anderen Land gehandhabt werden? Auch die Themen Stereotype und Vorurteile kommen zur Sprache; sind wirklich alle Deutschen immer pünktlich? Annika hat letztes Jahr ein Praktikum in einer Pâtisserie in Nancy gemacht. Begeistert berichtet sie von dieser Erfahrung. Mit dem Konditormeister sei sie immer noch in Kontakt. Er hätte ihr sogar eine Ausbildung angeboten. Die anderen TN nutzen die Gelegenheit Annika Fragen zu stellen. Wie war das mit der Unterkunft während des Praktikums? Wie komme ich am ersten Tag eigentlich zum Betrieb? Eine Teilnehmerin bemerkt nach dem Seminar, sie würde ebenfalls, wie Annika, während ihres Praktikums im foyer des jeunes filles übernachten.
Lachende Gesichter nach dem Seminar, manche Jugendliche tauschen Telefonnummern aus.
Die jungen Leute sind sich einig, etwas Unsicherheit bleibt beim Gedanken an das Praktikum im Nachbarland, aber das Seminar hat viele Fragen geklärt und man freut sich auf spannende neue Erfahrungen.

Foto: Fachstelle für Grenzüberschreitende Ausbildung / http://www.vausnet.de