Letzte "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

21.01.2015
2. Internationales Deutschlandforum

Im Jahr 2013 fand das 1. Internationale Deutschlandforum (IDF) zum Thema Lebensqualität und Fortschritt statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete diesen Montag nun das 2. Internationale Deutschlandforum und lud hierfür über 150 Wissenschaftler, Unternehmer, „Innovationsaktiven“ und „Experten für soziale Innovation“ ein. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutieren in dieser Woche zum Thema „Was Menschen wichtig ist – Innovation und Gesellschaft“. Ziel der Bundeskanzlerin ist es, mit dieser Dialogveranstaltung ein Format für den „interdisziplinären Austausch über weltweit relevante Zukunftsfragen“ zu schaffen.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier sagte zum Auftakt: „Wir wollen ein Netzwerk für globales Lernen schaffen – das ist der Wunsch der Kanzlerin.“ Als Kernbereiche nannte der Chef des Kanzleramtes den Klimawandel, Umweltschutz, den demographischen Wandel, Meeresverschmutzung sowie die voranschreitende Digitalisierung. So stellt sich laut Bundesregierung nun folgende zentrale Frage: „Wie entstehen in einer Zeit komplexer Herausforderungen und digitaler Möglichkeiten Innovationen für mehr Lebensqualität?“ Auch die Ressourcenknappheit ist ein zentrales Problem unserer heutigen und zukünftigen Generationen, für die es neue Lösungsansätze zu finden gilt. Zum Expertenkreis gehören unter anderem John Kao, Vorsitzender des Instituts für Large Scale Innovation (ILSI) in San Francisco und Geoff Mulgan, Geschäftsführer von Nesta (National Endowment for Science, Technology and the Arts). Die Stiftung fördert Ideen zur Steigerung von Lebensqualität in der Gesellschaft und berät zahlreiche Regierungen zum Thema „soziale Innovation“. Ebenfalls mit von der Partie sind Alessandra Orofino, Geschäftsführerin und Mitgründerin der Online-Plattform „Meu Rio“. Sie versucht politische Themen für Menschen jeden Alters und jeder sozialen Schicht zugänglich und verständlich zu machen. Mikko Kosonen ist Präsident des Finnischen Innovationsfonds „Sitra“, der nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlstand fördert. Nicolás Shea, Gründer eines Wirtschaftsförderungsprogramms der chilenischen Regierung, ist ebenso Mitglied der Diskussionsrunden im Kanzleramt in Berlin sowie noch viele weitere.
Am Montag wurden Themengruppen festgelegt, die sich mit unterschiedlichen Themen intensiv befassten: Gesellschaftliche Voraussetzungen für Innovationsfähigkeit; Soziale Innovationen als gesellschaftliche Chance; Bedeutung des digitalen Wandels für Innovationsfähigkeit; Zukunft braucht ganzheitlichen Lösungen sowie Rolle der Politik im Zusammenspiel der Akteure. Am zweiten Tag diskutierten die Teilnehmer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema „Wie entstehen in einer Zeit komplexer Herausforderungen und digitaler Möglichkeiten Innovationen für mehr Lebensqualität?“ Bundeskanzlerin erklärt in einem Interview, wieso dieses Forum so wichtig ist: „Das Besondere ist, dass wir uns treffen mit spannenden Persönlichkeiten aus dem Ausland und gucken, wo kann Deutschland von anderen noch etwas lernen. Denn es ist heute in einer Zeit, in der es vor allen Dingen auch darum geht, seine Entdeckungen, seine Erfindungen und seine Kreativität möglichst weit zu verbreiten, sehr wichtig auch die Mittel und Möglichkeiten zu lernen, wie andere das tun, auch auf spannende Ideen sich zu konzentrieren und aufzupassen, dass man nicht im eigenen Saft schmort.“

Bild: Holger Weinand / wikipedia.de