Letzte "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

07.09.2015
Die neuen Smartwatches erobern den Markt

IMG_4744[1]Obwohl es Handyuhren schon in sämtlichen Detektivgeschichten zu bestaunen galt und sie von Microsoft schon 2003 vorgestellt wurden, ist die Technikwelt seit der letzten Produktvorstellung von Apple unruhig:

„Die Apple Watch ist ein neues Kapitel in der Beziehung zwischen Mensch und Technologie. Sie ist das persönlichste Produkt, das wir je entwickelt haben.“, so erläuterte Apple-Chef Tim Cook am neunten März die neuste Innovation des Unternehmens in San Francisco.

Die Apple Watch konnte seit dem 10. April in vielen Modellen, Farben und Größen vorbestellt werden. Im Prinzip wurde das herkömmliche Ziffernblatt einer normalen Armbanduhr durch ein Display mit Touchfunktion ersetzt. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt das Design als Mischung aus Taschenrechner und Pulsmesser.

Für viele Fans ist die Apple Watch schon jetzt eine der spannendsten neuen Kinder der Applefamilie überhaupt. Sie soll das bessere Koordinieren von Terminen ermöglichen, einen schnelleren Zugriff auf Apps sowie auf sonstige Funktionen des obligatorischen iPhones ermöglichen, neue Kommunikationsarten schaffen, ein umfassender Begleiter für Sport und Fitness werden, Fotos und Videos aufnehmen und die Uhrzeit präzise darstellen können.Eine normale Apple Watch soll ab 400 € im Apple Store verkauft werden. Wer jedoch eines der Modelle aus der Watch Edition besitzen möchte, muss schon mal bis zu 18.000 € investieren. Diesen Preis begründet Apple mit der Tatsache, dass sich das Unternehmen als Luxusmarke verstehen möchte.

Die beiden Konkurrenten Sony und Samsung bieten aber schon seit Jahren günstigere Alternativen. Für eine sogenannte Smartwatch muss man bei Sony zwischen 59 und 230 € bezahlen, bei Samsung sind es knappe 400 €.

Ein Ende der Diskussion zwischen den Befürwortern von Apple und den Unterstützern von Android ist also auch hier nicht in Sicht.

In einem Punkt sind sich die Kritiker dieser modernen Alleskönner jedoch einig: Diese Uhren können maßgeblich zur Überwachung des Trägers beitragen und die unbemerkte Ton- und Bildaufnahme anderer Menschen vereinfachen. Schon in vielen Detektivgeschichten galt die Handyuhr als Spionage-Gadget. Auch die Schulen haben noch keine Antwort auf die Frage gefunden, ob die Benutzung auf dem Schulgelände erlaubt werden soll und die Uhr eingeschaltet mitgeführt werden darf. Bedenklich sei es, dass Bild- und Tonaufnahmen so einfach und unbemerkt wie noch nie gemacht werden können und schnell in sozialen Netzwerken verbreitet werden könnten. Zusätzlich würden die Schüler mehr zu Täuschungsversuchen animiert und im Unterricht abgelenkt werden. Auch an meiner Schule gibt es ein striktes Handyverbot.Trotzdem scheint es, als hätten unsere Lehrer noch keine Antwort auf die neuen Smartwatches gefunden. Im Unterricht werden Video- und Tonaufnahmen gemacht oder soziale Netzwerke benutzt. Diese Tatsache wurde anscheinend noch nicht bemerkt, ignoriert oder zwischen Handyeinsammelaktionen auf dem Pausenhof vergessen. Doch ist solch eine Uhr nicht sogar eine größere Gefahr als ein offensichtlicheres Handy?
Diese Frage muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Eine Apple- oder Smartwatch kann sicherlich nützlich für den ein oder anderen sein. Gerade die „Apple Watch Sport“ mit integriertem Pulsmesser und Schrittzähler wird viele begeistern. Doch ob der mangelnde Datenschutz und der doch sehr hohe Preis die Uhr wirklich wert sind, bleibt fraglich.

Bild: Redaktion