Neue "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

16.09.2015
Landesschülervertretung Saar fordert bessere technische Ausstattung

„Wir wollen den Status quo nicht mehr hinnehmen!“, so der Vorsitzende der Landesschülervertretung Florian Weimann, in der aktuellen Stellungnahme der Landesschülervertretung zum Thema technische Ausstattung an Schulen. In einer Zeit, in der jede größere Stadt im Saarland freies W-LAN anbietet, sitzen saarländische Schülerinnen und Schüler oft ganz ohne Internet da. „Das Gezanke um das richtige Schulsystem bringt alles nichts, wenn nicht mal die Grundlage für einen, an die heutigen Standards angepassten Unterricht gegeben ist.“ So fordert der Vorstand der Landesschülervertretung Saar (LSV) nach Ihrer ersten Sitzung zu Beginn des Schuljahres 2015/2016 eine grundlegende Ausstattung von Schulen mit technischen Geräten und den damit einhergehenden Breitbandausbau. „Es ist kein Geheimnis das die meisten Schulrechner im Saarland noch mit Windows 98 ausgestattet sind. Was alleine schon ein Unding ist, wird durch das sehr begrenzt oder gar ganz fehlende Internet noch gesteigert. Wir haben einen technischen Stand an vielen Schulen, der der Welt, in der wir leben, schlichtweg nicht gerecht wird.“ so Weimann. „Wir wissen von Schulen, an welchen beispielsweise die Arbeit mit dem Internet einen ganzen Morgen untersagt wurde, damit die Internetleitung stabil genug ist, für ein Videotelefonat mit der Ministerpräsidentin. Das hört sich vielleicht an wie ein Witz, ist aber im Saarland bittere Realität. Wir wollen Internet und am besten sogar W-LAN für Schüler, das funktioniert.“ Einen weiteren Dorn im Auge der LSV findet sich in der knappen Zahl an technischen Hilfskräften für Schulen. „Lehrer alleine können kein ganzes Schulnetzwerk aufrechterhalten, das wissen wir. Dafür gibt es technische Hilfskräfte. Dennoch müssen sich oft drei oder vier Schulen einen Techniker teilen, für den die Wartungs- und Pflegearbeiten an einem Schulort mit beispielsweise über 1000 Schülern einfach zu viel werden.“. Erste Lösungsansätze sind laut LSV bereits vorhanden, so könne man, das durch das LPM vertriebene System Moodle besser nutzen: „Die Lösung für viele kleinere Probleme gibt es ja bereits. So ist die Anschaffung teurer Software nicht unbedingt nötig, wenn wir vorhanden Ressourcen nutzen. Die Plattform Moodle vom LPM ist hierfür bestens gemacht. Unser Ziel wäre es, jedem Schüler die Nutzung einer Schulmail zu ermöglichen, was nebenbei bemerkt auch schon hervorragend an einigen wenigen Schulen im Saarland funktioniert. Diese Schulen zeigen, dass es möglich ist vom technischen Fortschritt zu profitieren und machen allen anderen Schulen was vor, die über die Umsetzung klagen.“ So sieht die Landesschülervertretung in dem Mangel an technischem Fortschritt an Schulen nicht nur ein bildungspolitisches Problem. „Wir müssen alle gemeinsam umdenken! Es hilft nichts wenn das Land und die Kreise die Mittel bereitstellen und einzelne Schulleitungen blockieren, genauso hilft es nicht wenn die aktivste Schulleitung von Land und Kreisen ausgebremst wird. Wir wollen das sich jetzt was tut und dazu brauchen wir alle!“. Weimann weiter: „Bevor wir über die Umsetzung sprechen muss erstmal allen klar werden, welche Chance das digitale Klassenzimmerer für Schulen und die Gesellschaft als Ganzes bringt. Ein Werbestand auf Parteitagen und Messen mit modernster Technik für den Klassensaal bringt nichts, solange diese Technik nicht auch an Schulen ankommt. Erst wenn wir es schaffen unsere „technikfeindliche“ Einstellung zu ändern, was sich zum Beispiel im Handyverbot widerspiegelt, schaffen wir es auch nach vorne zu sehen und den Fortschritt für Fortschritt zu nutzen. Andernfalls werden wir nur weiter von Bildungssystemen anderer Länder überholt.“ Im Großen und Ganzen fordert die LSV demnach nicht nur Ausstattung mit funktionierender Technik, sondern auch ein offeneren Umgang mit dieser. „Wir stehen nun vor einer Aufgabe, die nur gemeinsam zu lösen ist. Wir als Schüler sind bereit. Jetzt hängt es am Land, an den Schulträgern und an den Schulen. Wir wollen zeitgemäße Bildung und ein Ende der „Technischen Farce!“

Im Netz: www.glsv-saar.de