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07.02.2019
Positive Weiterentwicklung durch mehr Mittel gesichert

Nach Jahren der Konsolidierung sehen die Universität des Saarlandes und die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes wieder positiv in die Zukunft. Beide Hochschulen erhalten mit neuen Ziel- und Leistungsvereinbarungen ab 2020 deutlich mehr Mittel. Darüber hinaus wird das Land zur Entlastung ab 2021 die Kosten für die Tarifsteigerungen in voller Höhe übernehmen. Hinzu kommen Hochschulpaktmittel, bemessen nach der jeweiligen Zahl der Studienanfänger.

„Ziel war es, die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit beider Hochschulen zu festigen und ihre Rolle für die Innovationskraft im Saarland zu stärken. Wir haben eine solide und zukunftsorientierte Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung in Lehre, Forschung und Technologietransfer geschaffen“, so Ministerpräsident Tobias Hans.

Der Globalhaushalt der Universität des Saarlandes wird einschließlich der Festlegungen des Koalitionsvertrages ab 2020 um 13,5 Mio. € und in 2021 um 16,5 Mio. € aufwachsen. Hinzu kommen eine deutliche Erhöhung der Mittel für Forschung und Lehre im klinischen Bereich der Medizinischen Fakultät um zunächst eine und in 2021 zwei Mio. € sowie Tarifsteigerungen und Hochschulpaktmittel.

Heute unterzeichneten Ministerpräsident und Wissenschaftsminister Tobias Hans und der Präsident der Universität des Saarlandes (UdS), Prof. Manfred Schmitt, die Ziel- und Leistungsvereinbarung für die Jahre 2019 bis 2021. Damit wurde nach konstruktiven Beratungen ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der saarländischen Hochschullandschaft gesetzt.

Mit der neuen Ziel- und Leistungsvereinbarung haben sich Land und UdS auf substantielle und zukunftsorientierte Ziele für die Bereiche Lehre und Forschung, Kooperation mit den übrigen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen im Saarland sowie für den Technologietransfer geeinigt.

Die Universität wird durch gezielte Maßnahmen die Qualität der Lehre weiter verbessern und die Aufnahmekapazitäten für Studierende stabil halten. Außerdem wird sie ihre Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskompetenz in den Profilbereichen Informatik, Lebenswissenschaften und Europa stärken und insbesondere neben der Informatik ihren Schwerpunkt NanoBioMed auf Exzellenzniveau intensivieren. Sie wird die bisher sehr erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln fortführen und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Digitalisierungsstrategie sowie den Ausbau des Technologietransfers weiter erhöhen.

Grundsätze für finanzielle Leistungen des Landes an die Hochschulen

Mit der neuen Ziel- und Leistungsvereinbarung wurden auch die Leistungen des Landes an die UdS für die kommenden Jahre festgelegt. Diese beinhalten unter anderem zielgerichtete Festlegungen, wie z.B. ein Strategiefonds für Drittmittel, Mittel zur Verbesserung der Studieneingangsphase und solche zur Flankierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Als weiteres Element ist die Verständigung auf Grundsätze einer sogenannten „Leistungsorientierten Mittelvergabe“ anzusehen. Danach wird die UdS über ein gesondertes Budget von jährlich 1 Mio. € verfügen, das leistungsorientiert durch das Land bei Zielerreichung freigegeben wird. Die UdS kann somit jährlich bis zu 600.000 € zusätzlich erhalten wenn sie bei guten Studienanfänger- und Absolventenzahlen sowie der Einwerbung von Drittmitteln erfolgreich ist.

Fazit des Ministerpräsidenten:

„Ich freue mich, dass es nach schwierigen Jahren wieder gelungen ist, den Blick in die Zukunft zu richten. Das Land hat große Anstrengungen unternommen, damit die Universität wichtige Weiterentwicklungsschritte in Forschung, Lehre und Technologietransfer engagiert angehen kann. Der Globalhaushalt wird wieder aufwachsen und ab 2021 sollen auch die mit den Tarifsteigerungen verbundenen Mehrausgaben vom Land übernommen werden. Damit haben wir gemeinsam mit der Universität die Weichen für eine insgesamt zukunftsorientierte und nachhaltige Entwicklung der Universität gestellt und gleichzeitig deren Bedeutung für den Strukturwandel im Saarland gewürdigt.“

Fazit des Universitätspräsidenten:

„Mit der heute unterzeichneten Ziel- und Leistungsvereinbarung und dem für die Jahre 2019 bis 2021 in Aussicht gestellten Finanzrahmen wird die Universität erstmals seit vielen Jahren wieder die Möglichkeit haben, sich in Forschung und Lehre zukunftsgerichtet weiterentwickeln und in ihren Schwerpunkt- und Profilbereichen auch moderat wachsen zu können. Die aktuellen Zusagen des Landes werte ich persönlich als ein deutliches Zeichen der Wertschätzung aller bisherigen Leistungen der Universität und gleichermaßen auch als ein klares Bekenntnis des Landes für eine künftige Weiterentwicklung der Universität als führendes Forschungs- und Wissenschaftszentrum und treibende Innovationskraft im Saarland und in der Region.“

Fazit Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard:

„Die Ziel- und Leistungsvereinbarung steckt einen ambitionierten Rahmen für die htw saar ab. Für wesentlich halte ich dabei die vereinbarten zukunftsorientierten Entwicklungsmöglichkeiten für die htw saar, also die Weiterentwicklung im Lehr- und Forschungsangebot mit Blick auf den künftigen Bedarf der saarländischen Wirtschaft. Digitale Transformation ist ein Stichwort. Hier eröffnen sich Chancen für alle Fakultäten, unabhängig davon, dass zunächst die Ingenieurwissenschaften im Mittelpunkt stehen.

Klar ist aber auch, dass die Entwicklungen an rechtliche, bauliche und finanzielle Voraussetzungen geknüpft sind, die wir nicht alleine in der Hand haben und teilweise auch von Entscheidungen auf kommunaler oder Bundesebene abhängen. Das werden wir mit der Staatskanzlei gemeinsam angehen.

Ich freue mich auch, dass die weitere Stärkung der guten Kooperation mit der Universität des Saarlandes sehr einvernehmlich vereinbart wurde – dies ist ein zentraler Baustein der saarländischen Wissenschaftslandschaft.“