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25.10.2019

Von Fabius Leibrock

Weltweit gehen tausende Schüler, Studenten und sogar Eltern auf die Straße, um sich für mehr Klimaschutz stark zu machen. Allen voran Greta Thunberg, sie gilt als Begründerin der „Fridays for Future“-Bewegung, seit sie vor ihrem Parlament in Stockholm im August letzten Jahres angefangen hat zu streiken. Auch nach einigen hundert Protesten in Deutschland ist nicht Schluss: Freitags wird weiterhin während der Unterrichtszeit gestreikt, trotz Schulpflicht. Gerade dieser Punkt ist es, der auf den freitäglichen Streik aufmerksam gemacht hat. Doch streiken alleine reicht nicht.

Unsere Konsumgesellschaft ist alles andere als umweltbewusst. Meere und Strände sind vermüllt, das qualvolle Verenden von Fischen und Vögeln durch Fischernetze und Plastikteile ist längst Alltag geworden, sodass wir davon kaum noch Notiz nehmen. Problemkind Nummer eins ist Plastik, doch längst nicht unser einziges Problem. Auch der übermäßige Lebensmittelwegwurf und der Anstieg an Treibhausgasen zählen dazu. Gegen Letzteres wehren sich seit einigen Monaten Jugendliche auf der ganzen Welt. Auch im Saarland fanden bereits etliche Klima-Demonstrationen unter dem Namen „Fridays for Future“ statt. „Denn wofür sollen wir lernen, wenn es für uns gar keine Zukunft gibt?“, so Jakob Basel, Mitorganisator der „Fridays for Future“-Proteste in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung Ende Januar. Eine Meinung, die jedoch nicht jeder teilt.

Kann man sich auch anderweitig für mehr Klimaschutz engagieren? Im Folgenden ein paar Tipps und Vorschläge, wie man den Alltag ein bisschen klimaneutraler gestalten kann.

 

Es gibt ein Leben nach Google

Im Februar dieses Jahres hatte die Suchmaschine „Google“ einen Marktanteil von 90,22% (Quelle: statista.com) und ist somit die am häufigsten genutzte Suchmaschine der Welt. Neben der „bunten“ Suchmaschine gibt es viele weitere, wie beispielsweise „Ecosia“. Vor rund zehn Jahren wurde sie mit dem Motto „Die Suchmaschine, die Bäume pflanzt“ gegründet. „Wie alle anderen Suchmaschinen auch, generieren wir unsere Einnahmen über Werbeanzeigen.“, so Génica Schäfgen, Managerin von Ecosia in Deutschland in einem Interview mit dem Magazin „Die Farbe des Geldes“. Doch es gibt einen wesentlichen Unterscheid zwischen den beiden Suchmaschinen. „Ecosia“ verwendet zwar, genau wie Google, die Einnahmen, um laufende Kosten zu stemmen, Überschüsse des Unternehmens fließen jedoch in Baumpflanzprojekte. Laut eigenen Angaben habe die Berliner Suchmaschine bereits über 50 Millionen Bäume pflanzen lassen, alle 1,1 Sekunden käme ein neuer Baum hinzu. ecosia.org & „Ecosia Browser“ als App zum Download

 

Klimaschutz macht vor dem Essen nicht halt

Nicht nur das private Jetten und Autofahren stößt eine Menge CO2 aus. Auch Die CO2-Bilanz beim Verzehr fremdländischer Produkte fällt schlecht aus. Anders als bei der Suchmaschine gibt es für Exotisches keine echten Alternativen. Importierte Ware aus weit entfernten Ländern verursacht durch lange Transportwege das für das Klima schädliche CO2, abgesehen davon entpuppe sich zu früh Geerntetes häufig als geschmacksarm, so das Bundeszentrum für Ernährung BZFE. Daher sollten wir lieber regionale Erzeuger unterstützen und uns auf heimische Nahrungsmittel umstellen. Mehr Informationen zum nachhaltigen Konsum auf bzfe.de.

 

Jetzt handeln

Zum Schutz der Umwelt gilt ab 2021 ein EU-weites Verbot von Einwegbesteck, Wattestäbchen, Strohhalmen und anderen Einwegartikeln aus Plastik. Außerdem sollen bis 2029 90% aller Kunststoffflaschen getrennt gesammelt werden. Doch schon jetzt könnten Verbraucher Plastik boykottieren und auf Alternativen setzen. So kann man beim Einkauf seine eigenen Einkaufstaschen verwenden, anstatt Einweg-Plastiktüten aus dem Geschäft zu verwenden und diese anschließend womöglich auch noch wegzuwerfen.
Und auch der geliebte Döner vom Dönerladen um die Ecke ist weiterhin genießbar: Das nächste Mal einfach eine wiederverwendbare Box mitbringen! Das entlastet nicht nur das eigene Gewissen, die angebotene Alufolie im nächsten Mülleimer entsorgen zu müssen, sondern auch die Umwelt.

Die „Fridays for Future“-Protestaktion erregt auf neue Art große mediale Aufmerksamkeit für den Klimaschutz, doch freitags streiken allein reicht nicht. Wer im Alltag für mehr Klimaschutz mithelfen will und sich einmal seinen eigenen täglichen CO2-Verbrauch vor Augen führen möchte, kann dies mittels eines Punkterechners von eingutertag.org tun.