Letzte "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

28.06.2016
Jugendliche aus Deutschland, Finnland, Italien und Rumänien beschäftigen sich mit Jugendarbeitslosigkeit

1 Brorschüre erstellt von Teilnehmenden des Preisträgerseminars August 2015Der Schulabschluss in der Tasche und nun? Ausbildung, Studium oder erst mal ein Orientierungsjahr? Diese Fragen stellen sich in Europa jedes Jahr mehrere hunderttausend Schülerinnen und Schüler. Doch in vielen europäischen Ländern ist es für viele junge Menschen momentan sehr schwer, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden.

Mit diesem Problem haben sich junge Erwachsene aus Deutschland, Finnland, Italien und Rumänien eine Woche lang in der Europäischen Akademie Otzenhausen beschäftigt. Mobilität als Allheilmittel gegen Jugendarbeitslosigkeit! Ist diese von der europäischen Ebene propagierte Lösung wirklich realistisch?

Arbeitslosigkeit ist in Europa ein anhaltend drängendes Problem. Über 23 Millionen Menschen in der EU sind arbeitslos, fast sechs Millionen Jugendliche ohne berufliche Perspektive. In einigen europäischen Ländern liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50%.

Vor diesem Hintergrund wird auf europäischer Ebene eine größere Mobilität der Arbeitnehmer gefordert. Wer in seinem eigenen Land keine Arbeit findet, soll ins Ausland gehen. Am besten in ein Land, in dem Fachkräftemangel herrscht. So die Theorie. Doch die Praxis sieht anders aus: Nur 2,5 % der Arbeitnehmer sind tatsächlich mobil.

Vor allem in Rumänien und Italien sind die Jobs knapp und die Perspektiven für junge Erwachsene schlecht, gaben die Teilnehmenden aus den entsprechenden Ländern an. Die Teilnehmenden aus Rumänien und Italien glaubten zum Großteil, dass sie nach dem Schulabschluss keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden werden. Auch ein Studium vor allem an einer deutschen Universität war zumindest für die rumänische Gruppe eine Option.

Doch ein Auslandsaufenthalt will gut geplant sein. Welche Probleme auftauchen können, aber auch welche Chancen sich auftun, haben die Teilnehmenden während der Woche erarbeitet.

Wer in ein anderes Land geht, trifft nicht nur auf neue Menschen und eine unbekannte Sprache, sondern auch auf eine andere Kultur. Dass es dabei zu kulturellen Missverständnissen kommen kann, haben die Teilnehmenden am eigenen Leib erlebt. Bei einem fiktiven Ausflug auf die Insel Albatros wurde den Teilnehmenden bewusst, dass man Verhaltensweisen nicht immer nur vor dem Hintergrund seiner eignen Kultur sehen sollte. Während einer Kompetenzbörse diskutierten die Teilnehmenden zudem über Fähigkeiten, die bei einer internationalen Bewerbung weiterhelfen. Doch all dieses Wissen nützt nichts, wenn man keine Stelle im Ausland findet. Nach einiger Recherche fanden die Teilnehmenden einige Möglichkeiten, um die Welt zu entdecken.

Wer mehr über interkulturelle Kommunikation, berufliche Qualifikationen und Programme für einen Auslandsaufenthalt erfahren möchte, für den haben die Teilnehmenden einen Reader mit Flyern, Videos und Links zusammengestellt. Einfach mal durchklicken: www.eao-otzenhausen.de/fileadmin/user_upload/EAO/Impressionen/2016_PDFs/A_Toolkit_for_Going_Abroad.pdf