Neue "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

24.06.2015
Reduktion der CO2-Emissionen um 40% bis 2020

Scholven_PowerplantBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wollte den Betreibern alter Kohlekraftwerke einen Klimabeitrag abverlangen. Doch zahlreiche Proteste und Einschätzungen von Experten ziehen Sigmar Gabriel einen Strich durch die Rechnung. Renommierte Juristen kamen zu dem Ergebnis, dass die geplante Klimaabgabe sowohl gegen das Europarecht als auch gegen das deutsche Verfassungsrecht verstößt.

Ziel des Bundeswirtschaftsministeriums war es, ein Instrument für die Reduktion von CO2-Emissionen zu entwickeln um das angestrebte Ziel der Bundesregierung, nämlich den CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 um 40% zu reduzieren, zu erreichen.

Ursprünglich sollten die alten Kraftwerke 22 Millionen Tonnen CO2 bis 2020 einsparen. Dies löste jedoch massive Proteste von Unternehmen, Gewerkschaften und Wirtschaftspolitikern aus. Vor allem in den Braunkohleländern Nordrhein-Westfalen und Brandenburg sowie bei der Gewerkschaft IG BCE, Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. IG BCE-Chef Michael Vassiliadis war sich sicher, dass die Klimaabgabe, so wie sie ursprünglich geplant war, „zu einer flächendeckenden Stilllegung von Kohlekraftwerken und damit zu einem Dominoeffekt und einem Strukturbruch vor allem in den Kohlerevieren führen würde“.

Nun sollen laut Ministerium alte Kraftwerke nur noch 16 Millionen Tonnen CO2 bis 2020 einsparen. Die fehlenden sechs Millionen Tonnen sollen nun durch eine jährliche Förderung in Höhe einer halben Milliarde Euro für umweltfreundlichere Kraft-Wärme-Koppelungskraftwerke kompensiert werden. Diese Förderung soll in einem Zeitraum von vier Jahren erfolgen. Mithilfe von Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen werden gleichzeitig mechanische Energie und Wärme gewonnen. Die mechanische Energie wird anschließend in Strom umgewandelt.

Das Klimaschutzkonzept des Saarlandes

Der Ministerrat des Saarlandes beschloss 2008 ein Klimaschutzkonzept mit dem Ziel, 20 Prozent des eigenen Stromverbrauchs bis 2020 aus erneuerbaren Energien zu decken. Dieses Konzept umfasst insgesamt 48 Maßnahmen.

Zu den Maßnahmen gehört zum Beispiel im Rahmen der Energiewirtschaft die Erneuerung des Kraftwerkparks in Deutschland. Das Umweltbundesamt errechnete, dass durch Erneuerungen 30 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden können.

Zudem soll der Ausbau von Biomasseanlagen ausgebaut und gefördert werden. Im Saarland sind derzeit neun landwirtschaftliche Biogasanlagen installiert.

Die Förderung des ÖPNV und die Steigerung seiner Attraktivität ist eine weitere zentrale Zielsetzung der Landesregierung.

Dies sind nur einige wenige Beispiel für den Beitrag des Saarlandes zum Klimaschutz. Weitere Informationen findet ihr unter: http://ee-waerme-info.i-ner.de/images/4/4f/Klimaschutzkonzept_Saarland_2008-2013.pdf

 

Mittlerweile ist es unumstritten, dass wir Menschen das Klima negativ beeinflussen. Wir müssen uns nun der Herausforderung stellen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern um unabsehbaren Gefahren entgegenzuwirken. Dies gilt auch für alle Saarländerinnen und Saarländer, obgleich unser Anteil am globalen Ausstoß von schädlichen Gasen nur etwa ein Tausendstel beträgt. An dieser Stelle ist nicht nur die Politik gefragt, sondern vor allen Dingen der Bürger, sei es in der Rolle als Autofahrer oder Hausbesitzer.

 

Bild: Sebastian Schlüter / wikipedia.de