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24.03.2017
Im Fokus: SPD Saar

Das Leitbild der SPD Saar lautet „gleiche Bildungschancen für alle“. Die Partei möchte allen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen den bestmöglichen Bildungsweg garantieren, unabhängig von der sozialen Herkunft. Wie das funktionieren soll, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Punkt 1: Frühkindliche Bildung

In diesem Punkt sind sich die Parteien einig: Krippenplätze müssen ausgebaut und Kitaplätze gesichert werden. Neben der Quantität muss natürlich auch die Qualität stimmen, so die SPD Saar. Hierfür muss zunächst die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher verbessert werden.

Zudem steht die Partei dafür ein, dass Bildung von der Krippe bis zur Weiterbildung beitragsfrei sein muss. Dies soll nicht nur für die Schule und Uni gelten, sondern auch die Gebühren für Krippen und Kitas sollen zunächst gesenkt und am Ende abgeschafft werden.

Punkt 2: Schule – mit mehr Freiheit zu mehr Innovation und Zufriedenheit

Ganztagsschulen sind stark im Trend und das Saarland ist hierfür bundesweit ein Musterbeispiel für Qualität. Doch besteht immer noch keine echte Wahlfreiheit zwischen Ganztagsschulen und Halbtagsschulen mit Nachmittagsbetreuung. Das möchte die SPD ändern, damit Eltern hier selbst wählen können. Dies gilt ebenso für Gymnasien. Die Partei setzt sich dafür ein, dass eine Wahlfreiheit gegeben ist, da schließlich jeder selbst am besten weiß, ob für ihn G8 oder G9 geeignet ist. Doch der ganze Reformprozess soll nicht von oben nach unten ablaufen, sondern von unten nach oben. „Die SPD wird nach den Wünschen und Forderungen von Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Verbänden, Hochschule und Wirtschaft bei der Reform der Oberstufe Rechnung tragen.“

Des Weiteren möchte die SPD den kontinuierlichen Ausbau von Kindertagesstätten und Schulen zu inklusiven Bildungsstätten weiterhin unterstützen. Hierfür bedarf es einer „effektive[n] Ausstattung mit multiprofessionellen Teams, die den besonderen pädagogischen Förderbedarfen der Schule gerecht werden.“ „Schluss mit Ausgrenzung und Exklusion“, heißt es im Wahlprogramm der SPD Saar.

Zudem soll das Programm „Gesunde Schule Saarland“ weiterhin gefördert werden. „Gesunde Schulen fördern die gesunde Lebensweise ihrer Schüler_innen. Mit Präventionsangeboten und der Förderung eines gesunden Mittagessens wollen wir die Schulen weiter unterstützen.“ Eine gesunde Schule bedeutet zugleich eine demokratische Schule. „Eine Stärkung der Mitbestimmungsarbeit an Schulen und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Eltern und Schülern_innen zur Schulentwicklung macht Demokratie vor Ort erlebbar und erfahrbar.“ Insbesondere sollen Kompetenzen im Bereich der Menschenrechts- und Toleranzerziehung verstärkt werden. Doch gute Schulen brauchen vor allem gut ausgebildete Lehrkräfte, die angemessen entlohnt werden. Dies soll ein Schritt sein um die Flucht der Lehrer in andere Bundesländer zu mindern.

Punkt 3: Digitale Bildung und Medienbildung

Die Entwicklung von Medienkompetenz in der Schule ist unabdingbar und muss mit dem Lehrplan verzahnt werden. Dies gilt für alle Fächer und alle Klassenstufen. Die SPD zielt darauf ab, „in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes, [den] Studienseminaren und dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien die medienpädagogische Grundbildung als verpflichtenden Teil der Aus- und Fortbildung des frühkindlichen, schulischen und außerschulischen pädagogischen Personals aus[zu]bauen und damit den kompetenten und verantwortlichen Einsatz digitaler Medien durch Pädagoginnen und Pädagogen über alle Bildungswege hinweg stärken.“

Punkt 4: Mehr Teilhabe durch allgemeine Bildung

Ein wichtiger Bestandteil ist die Förderung der politischen Bildung. Hierfür leistet die Landeszentrale für politische Bildung einen bedeutenden Beitrag.

Grundbildung bedeutet zudem nicht nur lesen und schreiben können, dahinter verbirgt sich viel mehr. Aus diesem Grund hat die SPD „einen Grundbildungspakt geschlossen und zehn Grundbildungszentren eingerichtet, um die Grundbildung der Menschen besser zu fördern. Auf Bundesebene wurde eine Dekade der Alphabetisierung ausgerufen.“ Die Partei möchte „die Grundbildung zu einem Schwerpunktthema der nächsten Jahre machen. Zur Grundbildung zählen auch weitere Grundfertigkeiten wie z. B. kulturelle, musische und gesundheitliche Bildung.“

Punkt 5: Hochschulen:  Zukunft der Hochschulen.  Zukunft unseres Landes.

Hochschulen nehmen einen bedeutenden Stellenwert in einem Bundesland ein, denn sie sichern den Fach- und Führungskräftenachwuchs, sie sind Arbeitgeber und ein positiver Faktor um dem demografischen Wandel zu begegnen. Deshalb fordert die SPD: „Die Landeshochschulentwicklungsplanung darf nicht getrieben sein von Sparzwängen, sondern muss sich auf gemeinsame Qualitätsziele für Wissenschaft und Forschung verständigen.“ Doch in erster Linie muss die Qualität der Lehre verbessert werden, denn sie ist der Garant für ein erfolgreiches Studium. Hierzu gehören fachlich hochwertige Vorlesungen und Seminare, vertiefende Angebote wie Tutorien und Arbeitsgemeinschaften, aber auch die Möglichkeit einer interdisziplinären Bildung. Und wer kann beurteilen, ob die Lehre gut ist oder nicht? Natürlich die Studenten selbst. Und aus diesem Grund möchte die Partei die studentische Mitbestimmung stärken.

Ferner fordert die Partei auch im Hochschulbereich Chancengleichheit für alle, sprich Studierenden aus Nichtakademiker-Familien muss der Zugang zur Hochschullehre erleichtert werden. Hierzu gehört auch die strikte Ablehnung von Studiengebühren, die nur eine Hürde für viele junge Menschen darstellen.

Das vollständige Wahlprogramm findet ihr hier: https://www.spd-saar.de/landtagswahl/unser-regierungsprogramm-2017-2022/