Neue "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

20.03.2017
Im Fokus: Bündnis 90/Die Grünen

Motivplakat der Grünen

Wir wissen, dass es sehr viel Zeit und Mühe kostet sich im Detail das Wahlprogramm jeder einzelnen Partei durchzulesen. Deswegen haben wir die für euch relevanten Themen herausgefiltert.

Eins steht fest: Bildung ist das A und O, wenn man im Beruf erfolgreich sein möchte. Doch leider macht es immer noch häufig den Anschein, dass erfolgreiche Bildung und beruflicher Erfolg davon abhängen, wie viel die Eltern verdienen und welchen sozialen Hintergrund man hat. Deswegen sagen die Grünen: „Die Teilhabe an Bildung ist eine Frage der Gerechtigkeit. Wir wollen sicherstellen, dass alle Kinder und Jugendlichen ihr Recht auf Teilhabe an Bildung und Ausbildung wahrnehmen können und jeder seinen Fähigkeiten und Leistungen entsprechend einen optimalen Bildungsabschluss erreichen kann.“ Doch die Realität zeigt uns, dass es wesentlich schwieriger ist, als die Politik sich das vorstellt, da schließlich sehr viele Faktoren mitspielen. Deswegen fragen wir uns: Wie will die Partei das anstellen?

Punkt 1: Frühe Bildung – Wichtige Weiche für die Zukunft unserer Kinder

Die richtige Weichenstellung bereits vor Schuleintritt soll der erste Schritt sein. Und zwar durch den „Dreiklang von Bildung, Betreuung und Erziehung in den Kindertageseinrichtungen“. Das Hauptaugenmerk soll auf die frühkindliche Sprachförderung sowie auf Maßnahmen zur Gesundheits- und Umwelterziehung und zur nachhaltigen Entwicklung gerichtet werden. Um eine „professionelle, auf hohem Ausbildungsniveau basierende, pädagogische Betreuung“ zu gewährleisten, soll auch der Fachkräftemangel behoben werden, indem Heilerziehungspfleger gleichwertig mit Erziehern arbeiten. Zudem soll das Angebot an qualifizierten Kitaplätzen erweitert werden, da vor allem Kinder aus bildungsfernen Schichten oder Kinder von Alleinerziehenden von vorschulischer Förderung profitieren.

Punkt 2: Lehr und Lernbedingungen in der Grundschule verbessern

Grundschulen, die den Grundstein für die weitere schulische Laufbahn legen, stehen heutzutage vor besonders schwierigen Herausforderungen: Inklusion, Integration von Flüchtlingskindern und der Umgang mit bildungsbenachteiligten Kindern. Hierfür wollen die Grünen die Rahmenbedingungen verbessern, indem zum einen Klassen verkleinert und zum anderen Unterrichtsausfall durch den Ausbau der Lehrerfeuerwehr vermieden werden. Um Flüchtlingskinder zu berücksichtigen, will die Partei zudem bereits in der Grundschule Ethikunterricht einführen. Außerdem soll die Sprachkompetenz von Grundschulkindern gefördert werden. Zunächst soll gewährleistet werden, dass alle Kinder die deutsche Sprache beherrschen. Daneben soll der Französischunterricht ausgebaut werden um eine „konsequente Hinführung zur Zweisprachigkeit mit Französisch als Verkehrssprache neben Deutsch“ zu erreichen. Ferner setzen sich die Grünen für gebührenfreie Ganztagsgrundschulen ein, damit Eltern Beruf und Familie besser vereinbaren können.

Punkt 3: Gleichwertigkeit von Gemeinschaftsschule und Gymnasium

Durch Förderprogramme möchte die Partei die Wiederholer- und Schulabbrecherquote verringern. Zudem sollen auch an den weiterführenden Schulen die Klassen kleiner werden mit maximal 25 Schülern pro Klasse. Außerdem soll auch hier die Lehrerfeuerwehr ausgebaut werden, sodass „kein Unterricht mehr bis zur 6. Stunde ausfällt und alle Unterrichtsstunden bis dahin gehalten bzw. vertreten werden.“

Hubert Ulrich, Fraktionsvorsitzender

Punkt 4: 9-jähriges Gymnasium neben G8-Gymnasium anbieten

Punkt 5: Mehr gebundene Ganztagsschulen und Schulsozialarbeit

Die Grünen möchten, „dass alle Eltern, die dies wünschen, eine gebundene Ganztagsschule wohnortnah wählen können.“ Dies soll insbesondere auch für Gymnasien gelten. Des Weiteren fordert die Partei „an jeder Schule mindestens eine feste Schulsozialarbeiterstelle“, damit Lehrer mehr professionelle sozialpädagogische Unterstützung erhalten.

Punkt 6: Berufliche Schulen – alle Abschlüsse sind möglich

Punkt 7. Gute Rahmenbedingungen für inklusive Schulen

Die Grünen streben an, „dass mehr Förderschullehrkräfte aller sonderpädagogischen Fachrichtungen sowie qualifizierte Eingliederungshelfer den Regelschulen zur Verfügung stehen.“ Außerdem soll die Qualifikation der Integrationshelfer durch Weiterbildungsmaßnahmen verbessert werden.

Punkt 8: Schule als Haus des Lernens

Punkt 9: Bildung für nachhaltige Entwicklung

„Kinder und Jugendliche sollen lernen eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen und ihr Handeln danach zu beurteilen, inwiefern dadurch auch nachfolgende Generationen und globale Probleme betroffen sind.“ Nachhaltige Bildung muss hierfür mit politischer Bildung verbunden werden.

 Punkt 10: Digitale Bildung

In der heutigen Zeit, ist es unabdingbar, dass Schulen mit modernen funktionsfähigen Medien ausgestattet sind und diese vor allem auch im Unterricht zum Einsatz kommen. Alle Schulformen müssen mit dem digitalen Fortschritt mitgehen.

Punkt 11: Gute Schulen – Gute Personalausstattung  

Die Grünen sind gegen Stelleneinsparungen und für eine Ausstattung der Schulen mit qualifiziertem Lehrpersonal.

Punkt 12: Ausbau der Weiterbildung

Ausbau von Weiterbildung im Sinne der Idee des lebenslangen Lernen. Es ist wichtig, sich auch im Erwachsenenalter weiterbilden zu können. Hierfür fordert die Partei „eine vielfältige Weiterbildungslandschaft mit unterschiedlichen Anbietern. Dazu gehören die Volkshochschulen, die berufsbildenden Schulen, die Hochschulen, die freien Träger und die Bibliotheken.“

Punkt 13: Das Saarland als Hochschul- und Wissenschaftsstandort

Der saarländische Hochschul- und Wissenschaftsstandort „steht heute in einem zunehmend härteren internationalen Wettbewerb um Studierende und Dozenten, um Forschungsaufträge und Fördermittel.“ Doch die saarländischen Hochschulen mit ihren unterschiedlichen Profilen haben bewiesen, dass sie sich im Wettbewerb mit anderen Hochschulen durchsetzen können, besonders im Bereich Informatik, Nanotechnologie, Biowissenschaften, Medizin und im Europaschwerpunkt. Was genau die Partei in diesem Punkt ändern oder verbessern möchte, geht aus dem Programm nicht hervor.

Barbara Meyer-Gluche

Punkt 14: Exzellenz und Hochschulautonomie

Punkt 15: Statt Sparkurs – Bessere Finanzierung

Die Grünen sind klar gegen den Sparkurs der Landesregierung im Hochschulbereich und möchten die Grundfinanzierung stärken.

Punkt 16: Studienbedingungen verbessern

Sprich: „Studienbegleitende Tutorien, ein nutzerfreundliches Bibliotheksangebot, moderne Technikausstattung und Räume sowie ein gutes Betreuungsverhältnis zwischen Hochschullehrenden und Studierenden.“ Außerdem soll es für die Beschäftigten über die befristeten Verträge hinaus eine Perspektive geben und generell die befristeten Verträge verringert werden.

Punkt 17: Öffnung der Hochschulen – Chancen der Digitalisierung nutzen

Die Partei möchte die Präsenzlehre mit einer Onlinelehre verknüpfen. Für Studierende sollen sich dadurch mehr Möglichkeiten eröffnen, die Universität hingegen könnte auf diese Weise Kosten sparen. Wie genau das funktionieren soll, scheint noch unklar.

Punkt 18: Innovationsstrategie für Strukturwandel – Internationalisierung

Punkt 19: Beendigung des Sanierungsstaus an Hochschulgebäuden

Punkt 20: Erhalt des Botanischen Gartens an der Uni

 

Das komplette Programm findet ihr hier: http://wahrheit.saarland/programm/

Kandidatenfotos: Erik Marquardt www.erik-marquardt.de