Letzte "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

15.08.2015
Anhaltender Trend bei Facebook und Instagram

20150407_191145Das Urheberecht – ein weites Feld, auf dem sich die wenigsten von uns wirklich auskennen.
Plagiatsaffären bei wissenschaftlichen Arbeiten oder Skandale um den illegalen Download von Musik, Filmen etc. tauchen in den Medien bereits zur Genüge auf.
Doch nun scheint es auch denjenigen an den Kragen zu gehen, die für ihre Mitmenschen bei Facebook ohne Hintergedanken ihr wahnsinnig leckeres Mittagessen posten. Schließlich laden auch Heidi Klum & Co Essenspost in sozialen Netzwerken hoch. Die Entwicklung dieses Kults kann aber juristisch gefährlich werden.
So warnt die Zeitschrift „Finanztest“ eindringlich vor dem Veröffentlichen, vor allem von edlen Speisen aus Sternelokalen. Hier ist der Koch gleichzeitig auch der „Schöpfer“ eines Kunstwerks, das durchaus urheberrechtlich geschützt sein kann.
Für die meisten ist es nur schwer vorstellbar, dass das Fotografieren und Teilen von Mahlzeiten im schlimmsten Fall Abmahnungen in Höhe von mehreren Hundert Euro zur Folgen haben könnten. Dennoch entschied der Bundesgerichtshof im November 2013 anders: Mit einem Urteil wurde der Urheberschutz nämlich auf „angewandte Kunst“ ausgeweitet.
Zum Glück ist bisher kein Fall bekannt, bei dem ein Koch oder Gastwirt jemanden auf Verletzung seiner Urheberrechte verklagt hat. Außerdem bleibt noch unklar, wie praxisrelevant dieses Vorgehen überhaupt ist.
Vorsicht sei dennoch bei folgenden Facebook – und Instagramposts geboten: zum einen bei aufwendiger japanischer oder koreanischer Küchentradition, zum anderen wenn der Inhaber Aufnahmen ausdrücklich verbietet, also auch über das Hausrecht!
Wer in den Netzwerken aber positiv über das Essen berichtet und dadurch zum Food-Blogger wird, wie z. B. „Andre mampft“ in Saarbrücken, braucht sich vor den Gastronomen wohl nicht zu fürchten. Im Idealfall trägt das vielleicht auch zur Hebung des gastronomischen Niveaus bei.

Foto: Redaktion