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13.04.2019
Filmemacher waren zu Gast im Landtag des Saarlandes

Im Rahmen der Programmreihe Bürgernaher Landtag lud das saarländische Parlament zusammen mit der Saarland Medien GmbH die hiesige Filmbranche ein, um aktuelle Projekte vorzustellen und die Situation des Saarlandes als Filmstandort zu diskutieren. Landtagspräsident Stephan Toscani begrüßte an die 100 Filmemacher und betonte die Bedeutung des Films als wichtiges narratives Instrument zur Überlieferung der eigenen, saarländischen Geschichte und Identität. Er verwies außerdem auf die überregionale Ausstrahlung zahlreicher Veranstaltungen.

Beispielhaft nannte er das Filmfestival Max Ophüls Preis: „Durch dieses facettenreiche und zukunftsträchtige Festival wird Saarbrücken einmal im Jahr zur wahren Pilgerstadt für Filmfans.“ Außerdem würdigte er den grenzüberschreitenden Videowettbewerb Créajeune bei dem sich „die Jugendlichen stets durch großen Ideenreichtum, hohe Motivation und Sichtweisen auszeichnen.“

Anschließend hob Uwe Conradt, Saarland Medien Geschäftsführer, hervor wie viele herausragende Filmschaffende, die zu den besten der Welt gehören bzw. gehörten, aus dem Saarland stammen, er betonte die Bedeutung des Standortfaktors Film und zeigte Perspektiven zur Hebung des Potentials auf:

„Bilder und Emotionen tragen jeden guten Film, ob im Kino oder im Fernsehen. Der Produktionsstandort Saarland profitiert von unverbrauchten und teilweise einzigartigen Drehmotiven und der Offenheit und Herzlichkeit, mit der Saarländerinnen und Saarländer Dreharbeiten begegnen. Erfolge wie die Ansiedlung der erfolgreich gestarteten ZDF-Krimireihe `In Wahrheit´, aber auch Kinofilme wie die Produktion `Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers´ zeigen, dass Film ein exzellentes Medium ist, um ein positives Bild des Saarlandes zu transportieren. Das Saarland ist ein echter Filmstandort, gebaut auf den Stärken des Landes, zu denen leider nicht die Finanzkraft zählt. Wie sehr könnte das Land von Film profitieren, wenn wir selbstbewusst an unsere eigene Kraft glaubten und die Mittel investierten, die es bedürfte, um das Saarland auch für die ein oder andere größere Produktionen attraktiv zu machen.“

Die anwesenden Filmmacher gaben zu verstehen, dass die filmischen Möglichkeiten im Saarland bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind, das bundesweite Interesse an Filmprojekten aus dem Saarland aber zunimmt, wie die Resonanz der Branche in den letzten Jahren zeigte. Um aber das volle Potential ausschöpfen zu können, sei man auf weitere Unterstützung des Landes angewiesen. Wer ernten wolle, müsse auch säen und düngen – dies gelte auch im Filmbereich.

 

Foto: SLM/Carsten Simon