Letzte "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

27.08.2017
Wie wird gewählt

Die 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages neigt sich langsam dem Ende zu. Einige altgediente Parlamentarier werden den Bundestag verlassen und nicht erneut kandidieren während einige Neue beitreten werden. So etwa Tom Koenigs (Bündnis 90/Die Grünen), der zugunsten eines Generationswechsels auf sein Amt verzichtet: „Ich bin 73 Jahre alt und finde, es ist die richtige Zeit aufzuhören und einer jüngeren Generation Platz zu machen. Wir brauchen neue Ideen, neue Gesichter und Impulse, und wir brauchen einen Generationenwechsel.“

Die wichtigste Aufgabe des Bundestages ist die Gesetzgebung. Er wählt zudem den Bundeskanzler und kontrolliert die Regierung. In Plenardebatten werden wichtige politische Themen diskutiert und unterschiedliche Standpunkte vorgetragen. Bei der Bundestagswahl werden die Abgeordneten für den Deutschen Bundestag gewählt, die das gesamte Volk vertreten. Der Deutsche Bundestag besteht aus mindestens 598 Sitzen. Von den Abgeordneten werden 299 nach Kreiswahlvorschlägen in den Wahlkreisen und die übrigen nach Landeswahlvorschlägen (Landeslisten) gewählt. Dieses Jahr findet die Wahl am 24. September statt. Gemäß Artikel 39 des Grundgesetzes wird der Bundestag auf vier Jahre gewählt.

Das Wahlrecht beruht auf dem Prinzip der personalisierten Verhältniswahl. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Mischwahlsystem. Dies bedeutet, dass Elemente der Verhältniswahl und Elemente der Mehrheitswahl miteinander kombiniert werden. Jeder Wähler hat dafür zwei Stimmen: Erststimme und Zweitstimme. Die Erststimme dient der Wahl eines lokalen Wahlkreisbewerbers, während die Zweitstimme über die Mandatsverteilung zwischen den Parteien nach dem Prinzip der Verhältniswahl entscheidet. Bei Verteilung der Sitze auf die Landeslisten werden nur Parteien berücksichtigt, die mindestens 5 Prozent der im Wahlgebiet abgegebenen gültigen Zweitstimmen erhalten (Fünf-Prozent-Hürde) oder in mindestens drei Wahlkreisen einen Sitz errungen haben (Grundmandatsklausel). Sofern eine Partei in einem Bundesland nach den Erststimmen schon mehr Direktmandate gewinnt, als ihr im Rahmen der Unterverteilung nach Zweitstimmen insgesamt an Mandaten zugewiesen sein werden müssten, verbleiben diese Sitze der Partei als sogenannte Überhangmandate. Diese kommen zur regulären Sitzzahl im Bundestag hinzu.

Zur diesjährigen Bundestagswahl treten 4.828 Kandidatinnen und Kandidaten an, darunter 1.400 Frauen. Dies verkündete am Dienstag der Bundeswahlleiter Dieter Sarreither. 48 Parteien waren zur Bundestagswahl zugelassen, 42 treten tatsächlich an. 34 Parteien davon mit 272 Landeslisten und 8 mit Kreiswahlvorschlägen. 16 nehmen zum ersten Mal an einer Bundestagswahl teil. Die meisten Bewerberinnen und Bewerber der Landeslisten kommen von der SPD mit 475, gefolgt von der CDU mit 425, der FDP und der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiativen (Die Partei) mit jeweils 336, Bündnis 90/Die Grünen mit 274, der AfD mit 235, der Freien Wähler mit 217, der Linken mit 194, der MLPD mit 183, dem Bündnis Grundeinkommen (BGE) mit 170, der V-Partei – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer mit 161, den Piraten  mit 138, der ÖDP mit 122, der NPD mit 101, der Deutschen Mitte mit 92, der DKP mit 90 und der CSU mit 74.