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06.12.2018
Saarbrückens besondere Seite Teil 3

„Der unterbrochene Wald“ alias Rabbiner-Rülf-Platz

Doch nicht nur die in Saarbrücken und europaweit verlegten Stolpersteine sollen an die Opfer des NS-Regimes erinnern, sondern auch das Mahnmal „Rabbiner-Rülf-Platz“, das drei Jahre nach den ersten verlegten Stolpersteinen eingeweiht wurde. Von der Saar aus über die Treppen zum Rabbiner-Rülf-Platz hin, erstrecken sich 40 unterschiedlich große Stelen aus Bronze, die die Form von abgesägten Birken aufweisen und an die circa 1500 saarländischen Juden erinnern, die während der NS-Zeit ermordet wurden.
„Erinnerung braucht Dialog“, so äußerte sich die Oberbürgermeisterin Charlotte Britz zur Einweihung des Rabbiner-Rülf-Platz. Schaut man sich heute an, wie belebt der Platz ist, kann man ohne Zweifel sagen, dass dieser Dialog dynamisch und täglich stattfindet und sei es nur, wenn man auf den Stelen klopft, um den wunderbaren Klang zu hören, den sie ertönen lassen. „Der unterbrochene Wald“, so haben der Darmstädter Bildhauer Prof. Ariel Auslender und Fabian Luttropp das Mahnmal betitelt und schließlich auf den Punkt gebracht. Neben den zarten japanischen Schnurbäumen, die mit auf dem Platz stehen, stellt dieser „Wald der Erinnerung“ einen harmonischen Kontrast dar. Mit vielen und großen Sitzgelegenheiten auf dem Rabbiner-Rülf-Platz kann man sich ruhig ein paar Minuten gönnen und sich erinnern oder einfach nur entspannen, wenn man will.