Neue "Chilly" erschienen!

„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war.“ Mit diesen Worten des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez möchten wir uns verabschieden und euch für die langjährige Treue danken. Ab sofort findet ihr die neue Ausgabe des Chilly Magazins an vielen weiterführenden Schulen sowie an ausgewählten Orten im Saarland!

08.07.2015
Was ihr als Schüler beachten solltet

800px-Día_del_trabajador_(8683652093)Bald beginnen die großen Ferien, die nicht bloß nur dazu genutzt werden, Erholung zu tanken und Urlaub zu machen. Es ist ebenso eine tolle Gelegenheit für viele das Taschengeld ein wenig aufzubessern. Doch wo finde ich einen Job, der für Schüler geeignet ist? Und was muss ich dabei beachten? Darf ich jeden Job machen? Chilly hat sich für euch schlau gemacht.

Zunächst einmal wollen wir klären, was das Gesetz überhaupt regelt:

Kinderarbeit ist grundsätzlich verboten. Laut Gesetz sind Kinder all diejenigen, die das 15. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Ab dem 13. Lebensjahr darf allerdings leichten und geeigneten Tätigkeiten nachgegangen werden, beispielsweise Zeitungen austragen, Nachhilfe geben oder Gartenarbeit. Diesen Arbeiten darf höchstens zwei Stunden am Tag nachgegangen werden, in der Landwirtschaft drei Stunden, jedoch nur außerhalb der Unterrichtszeit und nur von 6:00 bis 18:00 Uhr. Des Weiteren ist die Zustimmung eines Elternteils notwendig.

Jugendliche (über 15 Jahre alt und nicht älter als 17 Jahre) dürfen arbeiten, aber bestimmte Bedingungen müssen eingehalten werden: Während der Schulferien darf maximal 4 Woche im Jahr gearbeitet werden und die Tätigkeit muss geeignet sein. Die Arbeitszeit beträgt 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche, jedoch nicht an Wochenenden oder Feiertagen. Eine Ausnahme bildet hier die Gastronomie oder Jobs im Altersheim. Für Jugendliche, die nicht mehr der Vollzeitschulpflicht unterliegen, gilt die Beschränkung von 4 Wochen nicht.

Jugendliche ab 16. Jahren: im Gaststätten- und Schaustellergewerbe, in mehrschichtigen Betrieben, in der Landwirtschaft sowie Bäckereien/Konditoreien gelten andere Zeitgrenzen, aber zwischen zwei Arbeitstagen müssen mindestens 12 Stunden Freizeit liegen und an Samstagen/Sonntagen sowie Feiertagen dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden. Ausnahmen sind Krankenhäuser, Altenheime, und so weiter. Verboten sind jedoch Tätigkeiten, die die physische und psychische Leistungsfähigkeit übersteigen oder die Jugendliche sittlichen oder gesundheitlichen Gefahren (Hitze, Kälte, Lärm oder Umgang mit gefährlichen Stoffen) aussetzen. Es sei denn, diese Arbeiten sind für das Erreichen des Ausbildungsziels notwendig, dann dürfen diese unter Aufsicht einer fachkundigen Person ausgeübt werden.

Wer mehr über das Gesetz erfahren möchte, kann dies hier tun:

www.gesetze-im-internet.de/jarbschg/index.html

Wo kann ich einen Job finden?

Am besten durchforstet ihr die Stellenanzeigen lokaler Zeitungen oder haltet Ausschau nach Aushängen an Ladentüren. Ihr könnt auch direkt in einem Café o.ä. nachfragen. Das Internet kann euch hierbei auch helfen, jedoch solltet ihr Obacht walten lassen, denn nicht jedes verlockende Angebot ist auch seriös! Oftmals wird einem das Blaue vom Himmel versprochen. Alarmsignale sind Aussagen wie „Viel Geld in kurzer Zeit verdienen“ oder „Leichter Nebenverdienst von zu Hause aus“. Ebenfalls abschrecken sollte es, wenn als Kontakt eine teure 0190er-Nummer angegeben ist. Die Finger lassen solltet ihr in jedem Fall von allem, wo vorher Geld gezahlt oder eine Leistung erbracht werden muss.

Eine sehr seriöse Seite ist zum Beispiel die der Bundesagentur für Arbeit. Hier könnt ihr auch Jobs für Schüler finden:

www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/ZwischenSchuleundBeruf/JobsundPraktika/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI485619

 

Foto: Gobierno de la Ciudad de Buenos Aires