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| Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt |
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Jugend forscht |
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Johannes Kolb
(18. August 2012)
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Ka-Wump! So muss sich eine gute Arschbombe anhören. Montag 10 Uhr: Moritz Schu und Wolf Weber sind im Fechinger Schwimmbad und springen vom Dreimeterbrett ins Wasser. Die entstehende Fontäne filmen sie sowohl unter- als auch über Wasser- sogar in Zeitlupe. Doch jetzt mal ganz langsam: Was haben Arschbomben mit „Jugend forscht“ zu tun? Und warum dürfen Moritz und Wolf an einem ganz normalen Montag ins Schwimmbad gehen, während sich alle anderen Schüler in der Schule quälen? Bei der Aktion „Jugend forscht“ geht es darum, dass Jugendliche in wissenschaftlicher Arbeitsweise Dinge erfinden, verbessern und erforschen. Moritz und Wolf untersuchten in ihrem Projekt „Wie man Badegäste nass macht“ eben sehr genau, wie man, äähm…nun ja, Badegäste nass macht. Darin waren die beiden so gut, dass sie dieses Jahr Landessieger in der Kategorie Physik wurden- eine echte Ehre. Sie dürfen jetzt am Bundeswettbewerb teilnehmen, der mit 1500
Euro
Preisgeld dotiert ist. 1965 wurde das Projekt „Jugend forscht“ von dem damaligen Stern-Chefredakteur Henri Nannen in Deutschland gegründet. Vorbild dafür waren sogenannte „Science Fairs“ in den USA. Diese Idee fand sofort großen Anklang, aber nicht nur bei naturwissenschaftlich interessierten Jugendlichen. Große Unternehmen witterten die Chance, bei den jährlichen Wettbewerben vielversprechende Nachwuchstalente zu entdecken. Auch heute noch ist es nicht gerade von Nachteil, wenn man in eine Bewerbung schreiben kann, dass man bei „Jugend forscht“ teilgenommen, vielleicht sogar gewonnen hat. Denn „Jugend forscht“ ist überall in Deutschland bekannt und hoch angesehen, dementsprechend weiß jeder Personalchef: Wer da mitmacht, hat etwas drauf. Aber lasst euch nicht abschrecken: „Jugend forscht“ ist nicht nur für Genies, Streber und künftige Überflieger. Wer Spaß und Interesse am Tüfteln hat, ist dort gut aufgehoben. Außerdem herrscht auf den Wettbewerben eine sehr sympathische, freundliche Atmosphäre, es geht nicht nur darum zu gewinnen. Wie so oft ist der Weg das Ziel, denn es kann viel Spaß machen, ein „Jugend forscht“-Projekt zu gestalten. Zum Beispiel während der Schulzeit Arschbomben, oder fein ausgedrückt: Splashdiving, erforschen. Wenn ihr Interesse habt, bei der nächsten Runde „Jugend forscht“ oder „Schüler experimentieren“ (bis einschließlich 14 Jahre) mitzumachen, sucht euch ein interessantes Projekt und meldet euch damit bis zum 30. November 2012 in einer der zehn Kategorien an. Diese sind: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Interdisziplinär, Mathematik/ Informatik, Physik, Technik, Umwelt und
Euro
pa in zehn Jahren. Genug Möglichkeiten für jeden Tüftler, auch die abstrusesten Projekte unterzubringen. Jedoch sind Projekte, die junge Forscher oder andere gefährden strengstens verboten. Das heißt, man darf nicht mit gefährlichen radioaktiven Stoffen, Sprengstoff oder Drogen experimentieren. Muss ja auch nicht unbedingt sein. Auch gewaltverherrlichende Projekte sowie Waffen- und Militärtechnik sind nicht gerne gesehen. Ganz wichtig ist zudem, dass ihr euch bei euren Forschungen an das Tierschutzgesetz haltet und nicht die Umwelt vergiftet, was eigentlich auch selbstverständlich sein sollte. Zum Abschluss noch ein paar Beispiele, die zeigen sollen, dass uns „Jugend forscht“ auch im täglichen Leben umgibt. Man könnte vieles nennen, ich beschränke mich auf drei Projekte: So wurde in „Jugend forscht“ von Schülern ein wirksames Mittel gegen Mundgeruch entdeckt, ein intelligentes Assistenzsystem für Autos entwickelt oder ein billiges Düngemittel erfunden, das weder stinkt, noch die Umwelt belastet. Nur eine kleine Auswahl der Spitzenideen der Wettbewerbe der letzten Jahre. „Jugend forscht“ ist eine richtig gute Chance für junge Wissenschaftler, und man kann jedem raten, der Ideen und Interesse hat, sich für die nächste Runde bis November anzumelden. Und keine Idee ist schlecht, wenn ihr das Richtige daraus macht. Dem Genie sind keine Grenzen gesetzt!
(Bild:Gerd Altmann / pixelio.de)
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