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 Hoffnungsträger bleiben auf der Strecke
Kapitulation der Migrantenherberge San Juan Diego in Mexiko
Chilly Redaktion (15. August 2012)

Jährlich kommen hunderttausende von Migrantinnen und Migranten aus den mittel- und südamerikanischen Ländern in die Vereinigten Staaten mit der großen Hoffnung auf bessere Lebensverhältnisse. Da sie ohne Visum illegal versuchen über Mexiko in die Staaten zu gelangen, werden sie oftmals von den mexikanischen Einwanderungsbehörden inhaftiert und in ihr Land zurückgewiesen. Das erste Ziel war somit stets die Herberge San Juan Diego in Lechería (Huehuetoca, Mexiko), die ihnen Unterkunft, Schutz und Nahrung bot. Doch nun musste diese zwangsweise nach Morddrohungen geschlossen werden und die Hoffnungsträger bleiben, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Strecke.

Über einen längeren Zeitraum hinweg beschwerten sich Einwohner dieser Gegend aufgrund stets ansteigender Gewalt in der Umgebung und protestierten folglich mit Gewalt und Morddrohungen gegen die Existenz dieser Herberge. Bereits seit längerem ist die Menschenrecht slage in Mexiko sehr fragwürdig und vor allem von der Amnesty International stark kritisiert worden. Nach intensiven Beobachtungen schreitet Amnesty nun ein.

Zwar hat die Nationale Menschenrecht skommission Schutzmaßnahmen für die Migrantenherberge angeordnet, diese sind jedoch unzureichend, um die Sicherheit aller Angestellten, ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und MigrantInnen zu gewährleisten.

Bereits damals, am 30. Januar 2011, wurde die damalige Leiterin der Herberge, Guadalupe Calzada, darüber in Kenntnis gesetzt, dass jemand vorhabe die Herberge niederzubrennen, die guatemaltekischen Migrantinnen und Migranten zu ermorden und Guadalupe Calzada innerhalb von drei Tagen "wie einen Hund" zu töten. Es wird davon ausgegangen, dass die Drohungen von Schlepperbanden ausgingen, die in der Gegend aktiv sind und in der Herberge eine Gefährdung ihrer kriminellen Aktivitäten sehen. Die Behörden wurden über diese Drohungen in Kenntnis gesetzt und aufgefordert Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Amnesty International rief somit folgende Aktion ins Leben, mit der Hoffnung auf Unterstützung:

http://sendsocks.org/

 




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