Rund 12.000 Menschen in Deutschland warten auf ein neues Organ. Organe werden in der
Bundesrepublik
normalerweise über
Euro
transplant, eine zentrale Organ-Vermittlungsstelle, vergeben. Oben auf der Liste stehen die Patienten, die am dringlichsten auf ein Spenderorgan angewiesen sind, weil sie ohne dieses nicht mehr lange leben können. Mittlerweile wird aber jede dritte Leber und jedes vierte Herz nicht abhängig von der Warteliste sondern von den Kliniken selbst vermittelt. Dieses Vorgehen nennt sich „beschleunigtes Vermittlungsverfahren“. Es erlaubt einer Klinik einen Patienten auszuwählen, dem das entnommene Organ transplantiert wird, ohne auf die Warteliste Rücksicht zu nehmen. Somit umgeht dieses Verfahren die sonst geltenden Kriterien wie etwa der Wartezeit oder die Krankheitsschwere. Das Verfahren kann dann angewandt werden, wenn Organe von mindestens drei Kliniken abgelehnt wurden, weil der Spender etwa zu alt oder zu krank war. Das beschleunigte Vermittlungsverfahren ist soweit auch korrekt, Problem dabei ist allerdings, dass diese Praxis in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Jetzt muss geklärt werden, ob das Organspendesystem möglicherweise manipulierbar ist.
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