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Die Klischees der neuen Generation |
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Fabienne Ruffing
(09. August 2012)
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Für die meisten Erwachsenen sind Jungendliche in unserem Alter einfach nur faule Wesen, die nur Party im Kopf haben.
In euren Augen haben wir nie Bock zu arbeiten oder gar zu lernen, wir trinken zu viel Alkohol, wir sind frühreif und disziplinlos, wir sind einfach überhaupt nicht erwachsen und werden es auch noch lange Zeit nicht sein.
Auf den ersten Blick scheint es als würden sich alle Klischees bestätigen, denn einen Studie hat bewiesen, dass das „Kampftrinken“ bei uns Jugendlichen ganz groß in Mode ist. Auch wenn man auf die Schulhöfe schaut, sieht man Jungs mit Zigaretten im Mund und Mädchen mit viel zu viel Schminke im Gesicht, um älter zu wirken. Weitere Studien zeigen, dass viele Jungendliche psychische Probleme haben.
Aber warum sehen Erwachsene in Jungendlichen immer alles Schlechte?
Schon vor 2000 Jahren haben sich griechische Philosophen über die Jungend von damals beschwert, daher muss es dieses Problem schon lange geben.
Da alle Erwachsenen einmal Jungendliche waren, ist es für unsere Generation nicht einfach nachzuvollziehen, wieso an uns trotzdem alles falsch sein soll.
Die Hauptursache dafür ist die Erziehung, denn jede Generation wird anders erzogen.
Unserer Eltern mussten in ihrer Jungend wahrscheinlich schon um 21 Uhr zu Hause sein, während wir heute mit unseren Eltern diskutieren, ob wir um 3 oder um 4 Uhr nachts heim fahren. In unserer Zeit ist es für uns normal auch beim Essen zu telefonieren und ständig und überall online zu sein, was sich unsere Eltern wahrscheinlich nicht mal vorstellen konnten.
Durch solch kleine Dinge entstehen Klischees, wie zum Beispiel, dass wir Jugendliche keine Manieren haben sollen.
Aber waren unsere Eltern wirklich so brav wie sie uns gerne hätten? Fragt doch mal bei Oma oder Opa nach… Da wird sicherlich so manch eine Geschichte wieder ans Tageslicht befördert, die Eltern in den Erinnerungskisten vergraben hatten. Schließlich fand zu ihrer Zeit das legendäre Woodstock-Festival statt. Und sie waren Fans von den Rolling Stones, Alice Cooper usw. Und warum tragen eigentlich die 70er Jahre das Adjektiv „wild“?
Wenn wir alle erst mal erwachsen sind, werden wir wahrscheinlich auch viele neue Klischees über die Jugend haben. Und weil wir das heute schon wissen, sollten wir auf die Klischees unserer Eltern nicht so viel Wert legen, denn unsere Eltern müssen sich in Erinnerung rufen, dass auch sie mal Jungendliche waren.
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