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   > Chilly - Online Ausgabe
 - Erster Teil -
Eine kulinarische Reise durch Saarbrücken
(11. Juli 2007)
Von Melbourne nach Barcelona
„Wongar Australian House“
Das „Wongar Australian House“ liegt ein wenig versteckt in Alt-Saarbrücken, nicht weit vom Schloss entfernt. Es ist gemütlich und ein bisschen eng, mit freundlicher, warmer Atmosphäre. Alles hier erinnert irgendwie an Australien, von den Holzstühlen mit dem Känguru darauf bis zu der Aborigineekunst an den bunt gestrichenen Wänden und der hölzernen Speisekarte. Die Karte ist nicht besonders groß, dafür umso vielfältiger. Es gibt Krokodilfleisch und Kamel, Salate und interessant klingende kalte Vorspeisen. So fällt die Wahl dann auch gar nicht leicht. Känguru oder Kamel? Oder Krokodil? Oder wäre das nicht vielleicht doch etwas arg exotisch?
Zum Glück gibt es Platten auf denen man die verschiedenen Varianten ausprobieren kann.
Das Essen braucht eine Weile, schmeckt dann aber auch sehr lecker. Das Fleisch ist ganz zart gebraten und gut gewürzt und vor allem die Fruchtsoße dazu schmeckt auch sehr interessant. Als Beilage gibt es Country Potatos, also selbst geschnittene, krosse und scharfe Pommes Frites. Der Salat ist auch frisch und gut angemacht: übrigens im Gegensatz zu den normalen Australischen Restaurantgepflogenheiten, nach denen der Salat immer unangemacht serviert wird. Anscheinend kann man auch noch exotischere Häppchen - z.B. Schlange - vorbestellen.
Insgesamt ist man sich einig, dass sich das Warten gelohnt hat. Das hatte zuvor jedoch auch schon die nette und schnelle Bedienung ausgeglichen.
Mit 15 - 23 Euro war das Essen nicht ganz billig, allerdings auch von sehr guter Qualität. Außerdem sind die Portionen sehr reichlich, zwei Platten reichen also locker auch für drei Personen. 
Die Vorspeisen sind auch um einiges billiger und klingen zum Teil auch schon recht interessant. Einige enthalten auch Schinken oder Filet.
Entgegen des ersten Eindrucks gibt es auch vegetarische Teller, da allerdings keine all zu riesige Auswahl.
Insgesamt lohnt das „Wongar Australien House“ durchaus einen Besuch - auch für nicht Australien-Reisende. Wer jedoch schon einmal in „Down-Under“ war, in dem werden hier viele gute Erinnerungen an das Land aufsteigen, vor allem was die lockere, gemütliche Stimmung angeht, die man in Deutschland leider immer seltener findet.
 
Wongar Australian House
Altneugasse 19
Saarbrücken
(Parken am besten in der Franz-Josef-Röder-Straße oder auf dem Kirchvorplatz.)
 
Tel.: 0681/5897215
 
Das „Zapata!“
Schon im Vorhof schlägt uns der verführerische Duft entgegen, der einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Durch den gemauerten Torbogen hört man Stimmen und Gelächter. Nähert man sich, findet man einen lauschigen Innenhof vor, mit Tischen zum draußen sitzen und den Eingang zum Restaurant "Zapata!". Im Innern ist es ein wenig voll und laut, überall herrscht ausgelassene Stimmung. Kellnerinnen eilen mit voll beladenen Tabletts mit Cocktails und Essen zwischen den Tischen hindurch. Es riecht nach frischem Reis, scharfen Gewürzen, Meeresfrüchten. Irgendwie beschleicht einen das seltsame Gefühl, diesen kühlen, etwas regnerischen Saarbrücker Sommer verlassen zu haben und mitten in Spanien zu stehen.
Wir finden einen kleinen Tisch und sind überrascht, als trotz des starken Betriebs schon nach wenigen Augenblicken eine Kellnerin vor uns steht um die Bestellung auf zu nehmen. Doch die Entscheidung fällt schwer.
Einige Gerichte sind nur auf Spanisch bezeichnet, aber im Notfall hilft die Bedienung weiter. Es gibt viele Gerichte mit Meeresfrüchten (zum Beispiel Gambas, Arroz Negro), vegetarische Teigtaschen, aber auch Fleisch. Alles klingt irgendwie fremd; Wiener Schnitzel und Pommes findet man hier wohl kaum.
Das Essen braucht dann eine Weile, schmeckt aber sehr lecker, wenn auch ungewohnt. Der schwarze Reis (Arroz Negro) ist anscheinend mit Tintenfisch eingefärbt.
Alles ist super gewürzt und es scheint tausend verschiedene Geschmacksrichtungen zu geben, scharf, süßlich, noch schärfer, salzig, alles nebeneinander. Daneben gibt es eine riesige Auswahl an Tapas und Cocktails.
Die Preise sind für so leckeres Essen echt in Ordnung, man kann mit etwa 6 - 10€ im Durchschnitt für einen Teller rechnen. Die Cocktails liegen zwischen 4€ und 7€.
Das „Zapata“ ist wie ein kleines Stück Barcelona gut versteckt hinter dem Filmhaus; es gibt viel Stimmung, gemütliches Ambiente, freundliche Bedienung und gutes Essen und dieser Ort ist gerade zu ideal, um einen Abend im Kino zu abzuschließen. Die Tapasbar wurde übrigens vom „Feinschmecker 2003“ gekürt.
Um sie zu erreichen, muss man in den Hof gehen, in dem das Filmhaus liegt, an eben diesem vorbei und durch den großen Torbogen. 
  
Zapata
Mainzer Str. 8
66111 Saarbrücken
 
Tel: 0681/375647



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