Momentan leben im schönen Saarland ca. 1 Millionen Menschen. Doch wenn der Bevölkerungstrend der letzten Jahre anhält könnte, diese Zahl bald drastisch einbrechen. Das statistische Landesamt hat ein Berechnung veröffentlicht, nach der schon bis 2030 140.000 Saarländer weniger unser schönes Bundesland bewohnen. Im Jahr 2060 soll die Zahl der Einwohner weiter auf 700.000 fallen. Damit wäre in 50 Jahren knapp ein Drittel der Saarländer ausgestorben. Das statistische Amt führt diesen Rückgang auf mehrere Faktoren zurück. Zum einen fällt die Zahl der Geburten im Saarland seit Jahren stetig ab. Während im Jahr 2008 noch 7200 Kinder an der Saar das Licht der Welt erblickten, sollen es im Jahr 2030 gerade einmal noch 6000 sein. Und auch dann soll die Geburtenrate noch weiter fallen. Auch die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft sorgt für einen Bevölkerungsschwund, da die Zahl der Sterbefälle prozentual zunehmen wird. Für die Berechnungen des Landesamtes ist außer Todesfällen und Geburten jedoch auch ein weiterer Faktor entscheidend. Aus dem Saarland wandern mehr Bürger in andere Bundesländer aus als von anderen Bundesländern einwandern (Binnenwanderung) und dezimieren auch damit die Einwohnerzahl weiter. Nach Angaben des statistischen Amtes kann diese Zahl an Auswanderern auch nicht durch Einwanderer aus dem Ausland kompensiert werden. All diese Faktoren führen auch zu einer Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung des Saarlandes. Es wird immer weniger junge und immer mehr alte Menschen geben. Bis 2030 soll die Zahl der unter 20-jährigen um ein Viertel fallen. Auch die Gruppe der 20-65 jährigen wird um diesen Faktor kleiner. Gleichzeitig wird sich der Anteil der über 80-jährigen mehr als verdoppeln. Die sog. Alterspyramide wird sich auf den Kopfstellen und 2035 könnte es fast dreimal so viele 70-jährige wie Neugeborene geben. Dies wird wohl auch am Arbeitsmarkt dazu führen, dass neue Nachwuchskräfte ausbleiben während ältere Menschen die Arbeitswelt dominieren werden.
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