| Es sollte ein erstes Fußballfest in Afrika werden, ein echter Vorgeschmack auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika im Sommer 2010. Doch schon vor dem eigentlichen Beginn des Afrika Cups in Angola erhielt die Vorfreude einen herben Dämpfer. Am Samstag nämlich gab es einen folgenreichen Zwischenfall an der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem Gastgeberland-Angola. In der angolanischen Exklave Cabinda wurde der Mannschaftsbus des togolesischen Nationalteams von Rebellen beschossen, drei Menschen starben. Die Rebellen in der Exklave Cabinda kämpfen seit Jahrzehnten für eine Unabhängigkeit der ölreichen Region und eine Abspaltung von Angola, dass Cabinda nach der Entlassung aus der portugiesischen Kolonialherrschaft besetzt. Dafür sind den Kämpfern der Befreiungsfront für die Unabhängigkeit von Cabinda alle Mittel recht. Seitdem befindet sich ein ganzer Kontinent unter Schock. Zwar entschied sich das togolesische Team wider Erwarten für eine Teilnahme am Turnier, doch dies kann die aufkommenden Fragen an der Sicherheit auf dem afrikanischen Kontinent nicht unterbinden. Die Situation spitzt sich weiter zu, denn die Rebellen drohten schon kurz nach der Bluttat mit weiteren bewaffneten Angriffen. Sie hätten den afrikanischen Verband lange genug gewarnt, jetzt müssten sie dafür bezahlen, sagte ein Rebellenführer. Unterdessen wird auch Kritik laut an der Anreise der togolesischen Nationalmannschaft. Entgegen aller Vereinbarungen sei Togo mit dem Bus angereist anstatt mit dem Flugzeug.
Damit reagiert der Afrikanische Fußballverband auf die anhaltende Kritik, dass Turnier an eine von Krisen geschüttelte Region wie Angola vergeben zu haben. Sicher ist, dass dieser schreckliche Zwischenfall ein Rückschlag für den afrikanischen Kontinent war auf dem Weg zu einer sicheren, friedlichen Weltmeisterschaft.
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