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10.01.2015
LMS stellt Seminarprogramm 1/2015 vor

Das MedienKompetenzZentrum der Landesmedienanstalt Saarland hat pünktlich zum Jahresbeginn sein neues Seminarprogramm veröffentlicht.

Weit über 100 Kurse vermitteln von Januar bis Juni neueste Erkenntnisse aus Medienforschung und –praxis und befassen sich mit aktuellen Fragestellungen. Die Veranstaltungen stehen allen Saarländerinnen und Saarländern offen, die ihr Wissen in Sachen Medien(kompetenz) erweitern und sich qualifizieren wollen. Neben bewährten Seminaren hat die LMS auch eine Vielzahl neuer Fortbildungsangebote zusammengestellt, z.B.:

–    Welche App für mein Kind oder eEtikette: Umgangsformen für E-Mail und Social Media (Infoveranstaltungen)
–    Apps programmieren mit AppInventor (Fortbildungen für Berufstätige)
–    Digitale Schnitzeljagd mit QR-Codes oder Foto- und Videotricks für Kinder (Workshops für Kinder und Jugendliche)
–    QR-Codes: Multimedia-Projekte mit Heranwachsenden durchführen oder Medienprojekte in der Kita (Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte)
–    Smart und kreativ mit Spiele-Apps, Netzgeflüster: Chancen und Risiken bei WhatsApp, Instagram, Facebook & Co. oder ein Medienpädagogischer Wandertag (Medienprojekte für Schulen)

Einer der Höhepunkte 2015 ist der LMS-Medienwettbewerb getrickst und abgelichtet?! Bei der Preisverleihung im Juli 2015 werden die besten Beiträge prämiert.
Auch während der Fastnachts- und Osterferien bietet die LMS Kindern und Jugendlichen Gelegenheit, Medien spielerisch zu entdecken und kritisch zu hinterfragen.

Das MKZ-Programm kann kostenlos bei der Landesmedienanstalt Saarland unter 0681 / 38988-12 oder per E-Mail an mkz [at] LMSaar [dot] de angefordert werden. Natürlich können die Seminare auch online unter www.mkz.LMSaar.de abgerufen werden. Eine Online-Anmeldung ist dort ebenfalls möglich.

Foto: Landesmedienanstalt Saarland

08.01.2015
Tausende Menschen solidarisieren sich mit Charlie Hebdo

Nach dem gestrigen Anschlag auf das provokante Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris, bei dem mindestens zwölf Menschen getötet wurden, fanden Weltweit Solidaritätsbekundungen statt. Heute um punkt zwölf Uhr mittags hielten die Menschen in ganz Frankreich inne, um Ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Viele hielten ein Schild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“ in der Hand. Als Zeichen der Solidarität mit dem Satiremagazin. Im Internet drücken Tausende ihr Mitgefühl unter dem Hashtag #JeSuisCharlie aus. Die Fahnen der Grande Nation stehen auf Halbmast. Der Anschlag auf Charlie Hebdo war nicht bloß ein Anschlag auf ein Magazin, das für seine provokanten Karikaturen bekannt ist. Nein, vielmehr ist es ein Anschlag auf fundamentale Grundwerte einer gesamten Nation. Die französische Zeitung Le Monde schrieb auf Ihrer Internetseite: „Es ist heute mehr denn je unverzichtbar daran zu erinnern, dass Pressefreiheit nicht verhandelbar ist.“ Im Internet findet man ebenfalls Solidaritätsbekundungen in Form von Karikaturen, die den gestrigen Anschlag darstellen. Immer wieder symbolisieren sie, dass man die Pressefreiheit mit Waffen nicht bekämpfen kann. So ist der Bleistift die stärkere und eindringlichere Waffe. Feige Terrorangriffe sind keine Gefahr für die Freiheit.

Trotz großer Solidaritätsbekundung muss davor gewarnt werden, den feigen Anschlag auf Charlie Hebdo nicht für islamfeindliche Propaganda zu nutzen. Man darf nicht zulassen, dass die große Gruppe der muslimischen Menschen für diese Tat verantwortlich gemacht wird. Die Terroristen haben nichts mit dem Islam zu tun. Sie sind feige Mörder, die ihre Religion für diese Taten missbrauchen. Der gestrige Vorfall ist Wasser auf die Mühlen islamfeindlicher Gruppierungen wie etwa der Pegida. Man muss auf den Anschlag besonnen reagieren. Auf keinen Fall darf man eine Spaltung der Gesellschaft zulassen.

Um es mit den Worten eines französischen Journalisten zu verdeutlichen: Je suis journaliste, français, musulman et #JeSuisCharlie #CharlieHebdo.

07.01.2015
Satiremagazin Charlie Hebdo wird zur Zielscheibe islamistischer Gruppen

Bei einem Terroranschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ kamen heute in Paris mindestens zwölf Menschen ums Leben. Mit Kalaschnikows und Raketenwerfern bewaffnet, stürmten zwei Männer die Redaktion im 11. Arrondissement, die französische Regierung rief infolge dessen die höchste Terrorwarnstufe aus. Die Gegend wird weiträumig von der Polizei gesperrt, Bewohner des Arrondissements müssen sich ausweisen bevor sie in ihre Wohnungen dürfen und der Metroverkehr ist ebenso gestoppt. Französische Medien berichten, dass auch der Herausgeber Stéphane Charbonnier getötet wurde.

„Charlie Hebdo“ ist eine islamkritische Satirezeitschrift, die seit 1992 wöchentlich in einer Auflage von 140.000 Exemplaren erscheint. Einer der Gründer war der französische Schriftsteller und Journalist François Cavanna, der Anfang des Jahres 2014 verstarb. Der Name „Charlie“ bezieht sich auf die weltbekannte Comicfigur Charlie Brown von den „Peanuts“. „Hebdo“ ist die Abkürzung für das französische Wort „hebdomadaire“, was „wöchentlich“ oder „Wochenblatt“ bedeutet.

Bereits in den Jahren zuvor ist das Magazin zur Zielscheibe islamistischer Gruppen geworden, denn sie akzeptieren es nicht, dass die Thematik Islam und Mohammed zensiert werden sollten. So wurde auch im Jahr 2011 in den neu bezogenen Räumen am Boulevard Davout ein Brandanschlag verübt, der damals in Verbindung mit dem Abdruck einer Karikatur Mohammeds auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe gebracht wurde. Der Dachverband französischer Muslime (CFCM) klagte dagegen, vor Gericht jedoch wurde das Magazin frei gesprochen. Des Weiteren wurde die Homepage gehackt und einige Stunden lang ein Bild einer Moschee aufgezeigt mit der Botschaft: „Unter dem Deckmantel der Pressefreiheit greift ihr mit euren gehässigen Karikaturen den großen Propheten des Islam an. Der Fluch Gottes soll euch treffen. Wir werden in der virtuellen Welt euer Fluch sein. Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet.“ Augenzeugen berichten während der Flucht der Angreifer gehört zu haben, dass diese „Wir haben den Propheten gerächt“ und „Allah ist groß“ riefen. Währenddessen wurden zwei Polizisten getötet und am Porte de Pantin kam es zu einer erneuten Schießerei. „Diese abscheuliche Tat ist nicht nur ein Angriff auf das Leben französischer Bürgerinnen und Bürger und die innere Sicherheit Frankreichs. Sie stellt auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, ein Kernelement unserer freiheitlich-demokratischen Kultur, der durch nichts zu rechtfertigen ist“, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Kondolenzschreiben an den Präsidenten der Fünften Republik. Auch der Präsident des EU-Parlament, Martin Schulz, drückte via Twitter seine Anteilnahme aus.

Bild:LPLT/ wikipedia.de / Rathaus des 11. Arrondissements in Paris

06.01.2015
Technische Probleme stoppen Countdown

Seit nunmehr 10 Jahren arbeitet SpaceX an einer Revolution der Raumfahrt. Während bis zum Start des Unternehmens Reisen ins All ausschließlich staatliche Unterfangen waren, versucht Elon Musk mit seiner Firma die Privatisierung eines der ambitioniertesten technischen Unterfangen, das die Menschheit kennt. Und tatsächlich kann er diesbezüglich Erfolge vorweisen. Seine bislang ausschließlich unbemannten Raumflüge transportieren beispielsweise Fracht zur Internationalen Raumstation, und das günstiger als das europäische System, die Ariane 5, das kann.

Nun hat sich SpaceX ein neues Ziel gesetzt. Wenn Raketen die Erde verlassen werfen sie dabei zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Punkten ihrer Bahn ihre Raketenstufen ab. Diese verglühen in der Atmosphäre oder enden in näherer Umgebung der Erde als Weltraumschrott. Eine teure Angelegenheit, da die Stufen immer neu hergestellt werden müssen. Das will das Unternehmen ändern. Die Wissenschaftler von SpaceX planen eine Raketenstufe, die nach ihrem Ausbrennen einfach zurück zur Erde kehren soll. Gesteuert durch ein GPS System sollen kurze Zündungen des Triebwerks es zu einer schwimmenden Platform im Atlantik bringen. Dort kann die Stufe dann wieder eingesammelt werden und für einen späteren Start wiederverwendet werden. Das spart ernorme Kosten, denn eine Rakete kostet ungefähr so viel wie ein Passagierflugzeug.

Heute sollte der erste Testflug stattfinden doch er musste leider aufgrund technischer Schwierigkeiten abgesagt werden, denn eine der Raketenstufen machte Probleme. Wie lange das Unterfangen sich verzögert ist noch nicht eindeutig klar, ein neuer Start kann aber frühestens am Freitag terminiert werden. Bis dahin müssen wir also wohl gespannt warten, ob sich die Technik der Raumfahrt wieder ein Stück weiterentwickelt. Vielleicht sind dies ja die ersten Schritte, die den Weltraum für alle Menschen ein wenig näher rücken.